Modernes farbiges Interieur mit zentraler Küche und maßgefertigtem Stauraum
Gelbe und orangerote Flächen treffen hier auf dunkle Schrankfronten und einen Boden in Steinoptik. Genau aus diesem Kontrast lebt das moderne farbige Interieur des Hauses: Die Küche sitzt als Mittelpunkt im Plan, während daneben ruhigere Räume Platz für Rückzug lassen. Die Fotos zeigen keine dekorative Kulisse, sondern eine Wohnung, in der Aufbewahrung, Licht und Farbe eng zusammenarbeiten.
Die zentrale Küchenzone setzt den Ton
In der Küche fallen zuerst die hohen, dunklen Schrankblöcke auf. Sie fassen die Wand zusammen und lassen die offenen Fächer wie eingeschnittene Nischen wirken. Daneben sitzt eine farbige Zone in Gelb und Orange, die den Arbeitsbereich sofort lesbar macht. Es entsteht eine zentrale Küchenzone, die nicht nur als Ort zum Kochen funktioniert, sondern auch als Treffpunkt für den Alltag. Offene Ablagen, geschlossene Fronten und ein Arbeitsblatt mit steinerner Kante wechseln sich ab und geben der Fläche Rhythmus.
Besonders sichtbar ist, wie offen und geschlossen gegeneinander gestellt werden. Links liegen Holzfronten und Regalböden, rechts greifen glatte Paneele tiefer in den Raum. Dazwischen bleibt Platz für Geräte, Bücher, Geschirr oder kleine Gegenstände, die nicht auf der Arbeitsfläche stehen sollen. Genau darin liegt die Stärke dieser offenen Küchenaufbewahrung: Sie nimmt Nutzung ernst, ohne dass die Küche unruhig wird. Die Farbfläche im Hintergrund hält den Bereich zusammen und setzt die dunklen Elemente klar ab.
Offene Fächer statt leerer Wand
Die offene Küchenaufbewahrung ist nicht als reines Schaustück angelegt. Sie nimmt die Strenge der hohen Schrankwand zurück und sorgt für eine feinere Abstufung im Raum. Die Regalböden liegen in einer klaren Ordnung, dazwischen wirken einzelne Nischen wie kleine Einbauten für Dinge des täglichen Gebrauchs. Zusammen mit den matten Oberflächen und dem steinernen Rand des Arbeitsbereichs ergibt sich ein Bild, das präzise bleibt und trotzdem nicht kühl wirkt.
Wohnzimmer und Homeoffice bleiben klar getrennt
Neben der Küche ist ein separates Wohnzimmer angelegt. Das ist für das Familienleben entscheidend, denn hier kann sich jemand zurückziehen, während der Rest des Hauses in der zentralen Küchenzone zusammenkommt. Im Raum taucht eine Wohnzimmer Akzentwand in Orange auf, dazu ein offenes Wandmöbel mit Fächern und eine markante Leuchte über dem Bereich. Ein solches Setup macht den Raum sofort nutzbar: lesen, sprechen, Klavier spielen, kurz sitzen und die Tür schließen, wenn Ruhe gebraucht wird.
Auch das Homeoffice mit Stauraum folgt derselben Logik. Die Fotos und die Projektbeschreibung zeigen einen Arbeitsraum, der nicht nur einen Tisch braucht, sondern vor allem Platz für Unterlagen, Telefonate und Besprechungen. Das Möbelbild bleibt kompakt, die Wandfläche wird mit Aufbewahrung genutzt, damit der Raum konzentriert wirkt. Gerade in einem Haus mit lebendigem Familienalltag ist das mehr als ein Extra. Es trennt Aufgaben sichtbar voneinander, ohne neue Wege oder unnötige Umwege zu schaffen.
Ein Raum für Arbeit, ein anderer für den Alltag
Der Wechsel zwischen den Zonen ist fein, aber deutlich. Im Wohnzimmer dominieren Farbe, offene Fächer und weiche Lichtpunkte. Im Arbeitszimmer zählt die geschlossene Ordnung. Das macht den Unterschied zwischen Ankommen und Arbeiten sofort lesbar. Die Einrichtung verzichtet auf überflüssige Gesten; stattdessen sorgen die festen Linien der Schrankelemente dafür, dass Papier, Technik und Alltagsdinge an ihrem Platz bleiben. So erhält das Homeoffice mit Stauraum eine klare Funktion, ohne das Haus optisch zu belasten.
Maßgefertigter Stauraum im ganzen Haus
Der eigentliche rote Faden des Projekts liegt in den eingebauten Lösungen. Über das Haus verteilt finden sich maßgefertigte Einbauschrankwände mit Nische, die auf konkrete Dinge reagieren: Sportkleidung, Tennisschläger, Sporttaschen, Gummistiefel und Jacken. Diese Beispiele sind nicht beiläufig, sondern prägen die Planung. Die Schränke nehmen Volumen auf, bündeln den Alltag und vermeiden lose Ablageflächen in den Durchgangszonen. Gerade dadurch bleibt die Innenseite des Hauses ruhig, obwohl dort viel untergebracht werden muss.
Die Fotos zeigen, wie unterschiedlich solche integrierten Stauraumlösungen ausfallen können. Mal stehen geschlossene Fronten im Vordergrund, mal offene Fächer mit sichtbarer Tiefe, mal eine Nische, die mit Licht betont wird. An einer Stelle nimmt eine dunkle Wand die Vertikale auf, an anderer eine hellere Fläche mit genauer Fugenordnung. Das Haus arbeitet also nicht mit einem einzigen Schranktyp, sondern mit mehreren Varianten, die sich an Raumhöhe, Nutzung und Sichtachse orientieren.
Auch der Treppenbereich gehört zu dieser präzisen Organisation. Dort sitzt Statement-Beleuchtung im Treppenbereich über der Zone und lässt die Etage als eigene Ebene erscheinen. Die dunkle Bekleidung der Treppe trifft auf sichtbare Holzstufen und auf helle Wandflächen mit Profilen. In der Durchsicht wird deutlich, wie stark diese Lichtpunkte die Bewegung im Haus führen. Man sieht sofort, wo man steht, wohin man geht und wie die Räume miteinander verbunden sind.
Materialwechsel, Licht und Sichtachsen
Im Eingangsbereich wird der Ton etwas ernster. Eine dunkle Akzentwand, ein Boden in Stein- oder Marmoroptik und eine Glaszone mit feiner Teilung geben dem Ankommen Gewicht. Von dort aus öffnen sich Blickbezüge in Richtung Treppe und andere Räume. Das ist keine große Inszenierung, sondern eine Abfolge klarer Übergänge: dunkel, hell, offen, geschlossen. Gerade diese Schichten machen das Interieur lesbar und geben den einzelnen Bereichen Halt.
Im selben Haus tauchen auch weichere Details auf, etwa eine Fensterbank oder Sitznische mit Blick nach außen, dazu Vorhänge in Blau- und Rosastreifen. Solche Elemente lockern die strengeren Schrankwände auf und holen Farbe in Zonen, die sonst leicht nur funktional wirken würden. Ein weiteres Bild zeigt eine dunkelblaue Wand mit eingebauten Regalen und eine große Leuchte darüber. Hier wird die Wohnzimmer Akzentwand fast zum Möbelstück, weil Wand, Licht und Aufbewahrung ineinandergreifen.
Die große Gartenfläche von 97 m2 bildet zum Schluss einen ruhigen Gegenpol zum lebendigen Innenraum. Nach den kräftigen Farben, der Schrankwand mit Nische und den markanten Lichtpunkten öffnet sich hier eine deutlich weiter gefasste Perspektive. Das Haus bleibt innen konzentriert und organisiert, draußen weitet sich der Blick. Genau dieser Wechsel macht das Projekt lesenswert: ein modernes farbiges Interieur, das mit Farbe arbeitet, aber seinen eigentlichen Wert im präzisen Raumprogramm und im maßgefertigten Stauraum findet.
Fotografie: Space content studio
Materialien/Lieferanten: Proest Maatwerk, Jan Reek Natuursteen
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