Bar und Kaminwand aus Marmor: luxuriöses Penthouse-Interieur
Hoch über der Stadt wirkt der Raum wie eine aufgeräumte Hotel-Suite, nur mit mehr Tiefe in den Materialien. Die Blickachse landet sofort auf der bar und kaminwand aus marmor, deren helle Steinfläche und integriertes Licht den Wohnbereich ordnen. Daneben nimmt ein weiches Leder am Kamin die Härte des Steins zurück. So entsteht ein Interieur, das offen bleibt und zugleich nah wirkt.
Die Marmor-Barwand als Mittelpunkt des Wohnraums
Die marmor barwand steht nicht als separates Möbel im Raum, sondern zieht die Loungezone zusammen. Der Marmor läuft über Fronten und Kanten, darüber sitzen offene Nischen und Glasflächen, die die Bar in den Wohnbereich einbinden. Das Feuer im nahen Kamin frontiert den gleichen Bereich und legt einen zweiten Fokuspunkt an. Gerade dieses Zusammenspiel macht die bar und kaminwand aus marmor zum klaren Mittelpunkt der Etage.
Das Haardetail arbeitet mit einem weichen Lederbezug, der in der Nähe des Steins spürbar ruhiger wirkt. Warmes indirektes Licht liegt unter Vorsprüngen und entlang der Einbauten, ohne den Raum zu überladen. Die Flamme sitzt hinter Glas, die Oberfläche des Marmors fängt Reflexe auf. Dadurch verschiebt sich die Wahrnehmung zwischen glatter Steinplatte, dunkler Fuge und sanftem Lichtstreifen.
Runde Formen, klare Linien und Maßarbeit
Im restlichen Interieur laufen die Linien straffer, als die runden Details zunächst vermuten lassen. Maßgefertigte Einbauten schließen sauber an Wandflächen an, während das Diamantstruktur-Wandpaneel mit seiner Profilierung mehr Rhythmus in die Fläche bringt. Die Bentley-ruit ist als kleines, wiederkehrendes Detail in das Raumkonzept integriert und bleibt dabei Teil der Gesamtkomposition, nicht deren Auftritt. So wirkt der Raum präzise, aber nicht kühl.
Runde beleuchtete Spiegel, geschwungene Sitzformen und skulpturale runde Formen mildern die Geradlinigkeit der Schrank- und Wandachsen. Das ist besonders in den Nischen sichtbar, wo Licht und Geometrie ineinandergreifen. Die Formensprache bleibt ruhig, aber nicht starr. Statt großer Gesten setzt der Entwurf auf kleine Verschiebungen: eine Rundung am Spiegel, ein Lichtsaum an einer Kante, ein zurückspringendes Fach in dunklem Holz.
Lamellenwand mit präzisem Takt
Eine lamellenwand maßarbeit bringt vertikale Struktur in den Hintergrund. Die schmalen Holzleisten geben der Fläche Tiefe und lassen die Wand je nach Blickwinkel anders erscheinen. Neben den glatten Marmorflächen wirkt dieser Takt fast wie ein Gegenrhythmus. In der Schlafzonen-Ansicht setzt die Holzlamelle eine warme Linie, die sich unter einer schmalen Lichtfuge fortzieht und die Nische ablesbar macht.
Auch die maßgefertigten Einbauten folgen diesem Prinzip. Dunkle Schränke, offene Ausschnitte und Steinflächen sind so gesetzt, dass sie nicht dekorativ überlagern, sondern den Raum fassen. Die Vertikale bleibt dabei wichtig: Paneele, Leisten und Lichtlinien ordnen die Wände und lassen die Höhe des Penthouse-Raums deutlich werden. So entsteht ein Wohnzimmer, das durch Materialwechsel und präzise Fugen lebt.
Der Essbereich unter Glas und Tageslicht
Zum Essbereich hin wird der Ton leichter. Glas Pendelleuchten im Essbereich hängen in einer Gruppe über dem Tisch und streuen das Licht in weichen Kreisen. Durch die großen Fenster fällt viel Tageslicht hinein, das sich in den Glasflächen und hellen Stoffen bricht. Die lange Sicht von der Lounge bis zur Tafel verbindet die Zonen, ohne sie gleichzumachen. Der Übergang bleibt offen, aber klar lesbar.
Die Tafel selbst steht nah an den Fenstern, sodass die Silhouetten der Stühle und der Tischkante gegen das helle Außenlicht zeichnen. In dieser Perspektive wirken die Rundungen im Raum noch einmal anders: als Antwort auf die geraden Fensterachsen und die strengen Einbauten. Das Zusammenspiel aus Glas, Licht und weichen Kanten bringt Bewegung in den Grundriss, ohne ihn unruhig werden zu lassen.
Bad und Schlafzimmer mit denselben Materialien
Die Badezimmeransicht nimmt den Marmor auf und übersetzt ihn in eine ruhigere Folge von Flächen. Ein Waschbeckenblock mit Marmorplatte, Glasabtrennung und runden, beleuchteten Spiegelausschnitten zeigt, wie konsequent das Materialkonzept weitergeführt wird. Nichts wirkt dekorativ hinzugefügt. Selbst die Lichtinseln sind in die Wand integriert und geben dem Bad eine klare Lesbarkeit.
Im Schlafzimmer verschiebt sich die Wirkung über die Wandoberfläche. Die Lamellenwand hinter dem Bett bringt Struktur, während die warme Lichtlinie darüber einen flachen, fast schwebenden Saum bildet. Der Raum bleibt zurückhaltend eingerichtet, aber die Materialspur ist eindeutig: Holz, Licht und eine ruhige, vertikale Ordnung. So bleibt das Hotelgefühl wie zuhause nicht nur eine Idee des Wohnbereichs, sondern zieht sich durch die verschiedenen Zonen.
Marmer, Glas und Licht als durchgehende Sprache
Die bar und kaminwand aus marmor ist deshalb mehr als ein einzelnes Highlight. Sie verbindet Stein, Glas, indirektes Licht und weiche Polsterung zu einer Abfolge von Oberflächen, die auf den Bildern immer wieder neu lesbar wird. In den Detailaufnahmen zeigen sich die Kanten des Marmors, die Glasfront vor der Flamme und die reflektierenden Zonen an den Nischen. Genau dort liegt die Stärke des Entwurfs: im Wechsel von festen Linien und ruhigen Lichtfeldern.
Auch die Materialien bleiben im Rahmen dessen, was sichtbar und nachvollziehbar ist. Marmer, Glas und Holz tragen den Raum, dazu die weiche Lederfläche am Kamin und die fein gerasterten Paneele im Hintergrund. Kein Element drängt sich vor. Stattdessen entsteht ein großzügiger penthouse-artiger Wohnbereich, der mit wenigen, klar gesetzten Bausteinen arbeitet und gerade dadurch ruhig bleibt.
Fotograf Nick Cannaerts
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