Haus mit Indoor-Golfsimulator, Wellness und Infinitypool-Terrassenblick
Schon am Übergang von der Zufahrt ins Haus zeigt sich, wie stark die Räume auf Licht, Blickachsen und Niveauwechsel reagieren. Hinter der Eingangsluifel öffnet sich die Halle mit der Treppe zur Wohnkellerzone, dem Lift und dem Weg in die Wohnräume und ins großzügige Home-Office. Darunter liegt das eigentliche Programm dieser Villa: ein Indoor-Golfsimulator im Haus, Fitness, Wellness mit Sauna und Dampfdusche sowie ein Weinkeller im Wohnkonzept. Große Fenster holen den Garten bis an die Innenräume heran.
Blick über Park und Wasser
Die Umgebung gibt den Takt vor. Das Haus steht zwischen parkartigem Grün und einer Wasserfläche, und die große Verglasung nutzt genau diesen Bezug. Die untere Ebene tritt durch die Geländesprünge nicht als dunkler Sockel auf, sondern bekommt mit breiten Glasöffnungen direkten Anschluss an den Garten. So wirkt die moderne Villa mit großen Fenstern auf mehreren Ebenen lesbar, fast geschichtet. Ein erhöhtes Terrassenniveau fasst den Außenraum zusammen; daran liegt die Infinitypool-Terrasse mit freiem Blick in die Landschaft.
Gerade dieser Umgang mit den Höhenunterschieden prägt das Projekt stärker als jede dekorative Geste. Die Wohnkellerzone erhält Tageslicht, die oberen Räume öffnen sich über den Garten hinweg, und die Terrassenkante wird zum Ort, an dem Haus und Außenraum ineinandergreifen. Von außen liest man klar, wo der Wohnbereich sitzt, wo die tieferen Zonen liegen und wie die Glasflächen den Garten in den Grundriss ziehen. Die Architektur setzt nicht auf Verkleidung, sondern auf sichtbare Verschiebungen im Gelände.
Die Wohnzone folgt der Länge des Gartens
Im Inneren bildet das L-förmige Wohnzimmer den ruhigen Rahmen für den Alltag. Der Kochbereich und die Frühstücksecke rücken etwas weiter in den Garten hinein, sodass der Blick nicht an der ersten Raumkante stoppt. Die Küche bleibt mit ihrem zurückhaltenden Farbspektrum ruhig; Geräte lassen sich wegschieben oder verbergen, wenn der Raum offener wirken soll. Im Sitzbereich übernimmt der Kamin in italienischem Marmor die Rolle eines festen Ankers. Die Fernsehwand kann bei Besuch unsichtbar bleiben.
Diese Zurückhaltung im Material wirkt umso deutlicher, weil das Tageslicht aus mehreren Richtungen einfällt. Die Fensterflächen am Wohnraum zeigen nicht nur Grün, sondern auch Tiefe im Grundriss. Dunkle Einbauten setzen einen klaren Rand gegen die helleren Wandflächen, und die Marmoroptik tritt punktuell auf, statt den Raum zu überziehen. So entsteht kein lautes Bild, sondern eine Abfolge von Zonen: Kochen, Essen, Sitzen, Blick in den Garten. Die Wohnfläche hält den Kontakt zur Umgebung ohne Ausstellungscharakter.
Die offene Treppe bringt Licht in die Mitte des Hauses
Unter der Vide wird die Treppe mehr als eine Verbindungsfläche. Die offene Treppe mit Lichtöffnung sammelt Tageslicht von oben und führt es in die Erschließung. Von hier aus erreicht man die Master-Suite ebenso wie die Kinder- und Gästezimmer. Alle Schlafzimmer haben eine en-suite-Ankleide, ein Bad und ein eigenes Terrassenstück mit Blick auf den Park. Der Raumwechsel geschieht also nicht nur vertikal, sondern auch über die kleinen privaten Außenbereiche, die jedem Zimmer einen klaren Bezug geben.
Bad, Ankleide und Terrasse als feste Einheit
In der Masterzone geht die Materialsprache in eine dunklere Richtung. Die Badezimmerwand zeigt Aqua Sensa-Microtopping in einem erdigen Ton, dazu eine Akzentfläche in Belvedère-Naturstein mit goldener Ader. Das Armaturenwerk in dunklem Platin setzt einen kühlen Kontrast. Die Marmoroptik im Bad bleibt dabei nicht dekorativ, sondern ordnet die Flächen und betont die Linien der Einbauten. Direkt daneben liegen Schlafzimmer und Ankleide, mit dem Parkblick als ruhigem Gegenüber.
Auch die übrigen Schlafräume folgen diesem Muster aus Rückzug und Außenbezug. Die Terrassen erweitern den Grundriss, ohne viel Fläche zu beanspruchen, und die großen Fenster holen Licht bis an die Wände und Schrankfronten. Damit wird die Zimmerfolge nicht nur über Türen organisiert, sondern über Blick, Material und den Wechsel zwischen geschlossenen und offenen Kanten. Das Haus zeigt im Obergeschoss dieselbe Logik wie unten: klare Anschlüsse, keine unnötigen Schwellen.
Unten wird Sport und Erholung in derselben Ebene organisiert
Die untere Etage bündelt die privaten Zusatzräume, die hier nicht als Anhängsel wirken, sondern als Teil des Hauses. Der Indoor-Golfsimulator im Haus nimmt die eine Seite ein, die Fitnessfläche die andere. Dazwischen liegt der Wellnessbereich mit Sauna und Dampfdusche im Wellnessbereich, ergänzt durch den maßgefertigten Weinkeller. Die Räume sind funktional getrennt, aber räumlich nah genug, um als ein klarer Bereich gelesen zu werden. Gerade das passt zu der Art, wie das Projekt mit seinen Ebenen arbeitet.
Die Wellnesszone zeigt im Bild warme Wandpaneele in Beige- und Tauptönen, dazu ruhige Sitzflächen und geschlossene Flächen ohne visuelle Unruhe. Der Golfsimulator bringt ein anderes Bild mit: Grünfläche, Abschirmung, Projektionszone. Beide Teile liegen nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu stören. Der Fitnessraum im Haus schließt diese untere Ebene ab und verankert das Programm im Alltag. Auch hier bleibt die Architektur sachlich, mit klaren Wänden, kurzen Wegen und genügend Licht aus den angrenzenden Öffnungen.
Wein, Sport und Wasser als Teil derselben Route
Der Weinkeller im Wohnkonzept ist nicht separat inszeniert, sondern Teil der unteren Organisation. Er ergänzt das Haus um einen Raum, der von der Nähe zu den anderen Sonderfunktionen profitiert. Dass Sport, Wellness und Wein auf derselben Ebene zusammenfinden, macht die Wege kurz und die Nutzung verständlich. Die Räume müssen sich nicht gegenseitig aufwerten; sie leben davon, dass sie in einer präzisen Reihenfolge liegen und jeweils eine eigene Materialstimmung erhalten.
Oben schließt daran die Terrasse an, die durch die Geländesprünge fast wie ein Zwischenniveau wirkt. Von dort reicht der Blick über die Wasserfläche und in den Garten, während die Infinitypool-Terrasse den Außenraum in eine lange, ruhige Linie zieht. Die großen Glasflächen spiegeln Himmel und Grün, die Kanten bleiben scharf. So entsteht ein Haus, das seine Ausstattung nicht ausstellt, sondern über die Bewegung zwischen drinnen und draußen lesbar macht. Licht, Wasser und Niveauwechsel sind hier die eigentlichen Gestaltungsmittel.
Fotografie: Philippe Van Gelooven & Stéphanie Mathias
Ruwbouw: Dvaco
Buitenschrijnwerk: Vossal
Buitenpleister: Consteca
Vloeren: Recko Floors
Wellness: Sanigo
Haard: De Backer haarden
Meubelwerk: WoodYou
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