Skulpturale Lichtinstallation nach Maß in hochglänzendem Messing
Schon im Eingang setzt die skulpturale Lichtinstallation nach Maß den Ton. Kleine Lichtpunkte sitzen in einer offenen, organischen Struktur aus hochglänzendem Messing und werfen Reflexe auf dunkle, polierte Steinflächen. Das Licht hängt nicht nur im Raum, es markiert die Ankunft. Zwischen Glas, Gold und schwarzen Flächen entsteht eine Szene, die den Blick direkt weiter in die Boutique zieht.
Ein Auftakt aus Licht, Glas und dunklem Stein
Die Installation empfängt Besucherinnen und Besucher wie ein leuchtendes Objekt im Raum. Ihre Form bleibt offen, fast schwebend, und lässt die vielen kleinen Lichtquellen einzeln sichtbar. Genau darin liegt ihre Wirkung: Sie liest sich nicht als zurückhaltende Hintergrundbeleuchtung, sondern als eigenständige Skulptur. Die reflektierende Oberfläche des hochglänzenden Messings antwortet auf die dunklen Stein- und Goldtöne des Interieurs und verstärkt die Tiefe der Umgebung.
Die Boutique selbst arbeitet mit einem Mix aus zeitgenössischer Kunst, Antiquitäten sowie maßgefertigten Möbeln und Leuchten. Glasvitrinen stehen dabei nicht isoliert im Raum, sondern sind Teil einer klar gefassten Präsentationslandschaft. Licht fällt auf Schmuckstücke, auf Rahmen, auf spiegelnde Flächen. So verschiebt sich der Fokus immer wieder zwischen Objekt und Raum, zwischen Vitrine und Architektur.
Hochglänzendes Messing als Material mit Präsenz
Die skulpturale Lichtinstallation nach Maß wurde im eigenen Atelier gefertigt. Dort entsteht das Objekt nicht als rein technische Konstruktion, sondern als handwerklich entwickeltes Stück mit eigener Spannung. Die Hochglanzoberfläche des Messings fängt jede Lichtquelle ein und verteilt sie in kleinen, präzisen Reflexen. Auf den dunklen Steinflächen daneben erscheint das Metall noch heller, fast wie ein bewegtes Relief.
Der Entwurfsprozess wird als eine Arbeit beschrieben, die mit einer Erfahrung oder einer Beobachtung beginnt und daraus eine Form entwickelt. Diese Haltung zeigt sich im Ergebnis: Die Lichtskulptur wirkt nicht addiert, sondern gesetzt. Sie sitzt zwischen den Glasflächen und den goldenen Akzenten, ohne das Interieur zu übertönen. Gerade im Luxus-Retail-Umfeld braucht es dafür ein klares Materialgefühl. Hier übernimmt das Messing diese Rolle mit einer ruhigen, aber deutlichen Geste.
Eine Lichtskulptur mit eigenem Charakter
Die vielen kleinen Leuchtpunkte geben der Installation eine lebendige Oberfläche. Aus der Nähe zeigt sich ein feines Spiel aus Dichte und Öffnung, aus Metall und Licht. Von unten betrachtet wirkt die Form fast wie ein schwebendes Geflecht. Dadurch entsteht kein starres Objekt, sondern eine Lichtfigur, die sich mit dem Blick verändert. Das ist besonders stark in Verbindung mit der beleuchteten Glas-Vitrine und den dunklen Rahmen, die ihr visuelles Gegengewicht bilden.
Auch die Vitrinenbeleuchtung folgt dieser Logik. Sie rückt Produkte in den Vordergrund, ohne die Präsentation hart auszuleuchten. Statt einer gleichmäßigen Fläche entstehen Zonen, in denen Glas, Gold und Schatten miteinander arbeiten. Die Installation bleibt dabei das zentrale Entrée, während die Vitrinen den Rhythmus des Innenraums aufnehmen. So wirkt die gesamte Boutique eher komponiert als dekoriert.
Schwarz, Gold und die Ruhe der Oberflächen
Das Interieur ist überwiegend in Schwarz und Gold gehalten. Dieser Kontrast gibt der skulpturalen Lichtinstallation nach Maß einen klaren Rahmen. Dunkle, polierte Steinwände nehmen das Licht auf und spiegeln es nur in einzelnen Bruchstücken zurück. Daneben stehen Glasflächen, die das Bild öffnen und den Raum visuell strecken. Die Materialfolge ist streng genug, um Ordnung zu schaffen, und offen genug, um die Lichtskulptur wirken zu lassen.
In den Bildern zeigen sich auch weichere Bereiche: beige Sitzelemente, ein Glastisch mit goldfarbenem, skulpturalem Untergestell und eine wandgebundene Präsentation mit gerahmten Flächen. Diese Mischungen verhindern, dass das Interieur zu hart wirkt. Zugleich bleibt der Schwerpunkt auf dem Licht und auf den Oberflächen. Die Kunstwand mit Glasflächen fügt sich dabei wie eine ruhige Kulisse ein, auf der einzelne Objekte und Rahmen präzise gesetzt sind.
Präsentation als räumliche Choreografie
Besonders deutlich wird das an den vitrinenartigen Einbauten. Ein dunkler Rahmen fasst das Glas, dahinter leuchtet die Präsentation. Das Objekt erscheint dadurch nicht nur als Ausstellungsstück, sondern als Teil einer inszenierten Innenraumsequenz. Auch die Treppenkomposition mit ihren blockartigen, lichtgebenden Elementen folgt diesem Denken. Architektur und Licht greifen ineinander, ohne in ein strenges Raster zu kippen.
Die Kombination aus beleuchteter Glas-Vitrine, dunklen Steinflächen und goldenen Details schafft einen Wechsel aus Nähe und Distanz. Wer sich bewegt, sieht mehr oder weniger von den Reflexen, von den Kanten und von den durchscheinenden Ebenen. Genau hier liegt die Qualität der Luxus-Retail-Beleuchtung: Sie ordnet nicht nur Produkte, sondern lenkt den Weg durch den Raum. Die skulpturale Lichtinstallation nach Maß übernimmt diese Aufgabe mit einer deutlich sichtbaren, aber nicht lauten Form.
Ein handwerkliches Objekt zwischen Kunst und Einrichtung
Die Lichtskulptur steht exemplarisch für die Art, wie in diesem Atelier gearbeitet wird: mit dem Anspruch, einem Objekt Charakter zu geben und es nicht bei einer reinen Lösung zu belassen. Das Ergebnis ist kein loses Dekor, sondern ein Kunstobjekt mit Funktion im Raum. Gerade im Zusammenspiel mit Glas, Stein und den goldenen Oberflächen wird die handwerkliche Herkunft spürbar. Das Messing zeigt Kanten, Krümmungen und Glanzwechsel, die im Licht immer wieder anders reagieren.
Im Kontext der Boutique ist diese Installation mehr als ein einzelnes Element. Sie verbindet die offene Präsentation der Vitrinen mit der fein abgestuften Materialwelt des Innenraums. Schwarz und Gold bilden die Grundstimmung, Glas schafft Durchblick, Stein bringt Gewicht. Dazwischen sitzt die Lichtskulptur wie ein markanter Auftakt. Sie begrüßt, lenkt und hält den Raum zusammen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade deshalb bleibt sie im Gedächtnis.
Projekt im Überblick
Die skulpturale Lichtinstallation nach Maß wurde für eine Luxus-Boutique für Schmuck und Uhren entwickelt. Sie empfängt die Gäste am Eingang und prägt die Atmosphäre des Besuchs. Gefertigt wurde sie im Atelier in hochglänzendem Messing, inspiriert von einer genannten Kollektion und übersetzt in eine offene, organische Form. Das Interieur setzt auf dunkle Stein- und Goldtöne, Glasvitrinen, Kunst und maßgefertigte Einrichtungselemente. In dieser Umgebung bekommt die Lichtskulptur die Rolle eines sichtbaren Ankerpunkts.
Fotografie: Image courtesy of Chanel
Architekt: Peter Marino
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