Moderne Neubauvilla mit vertikalen Holzlamellen (CLT) und energiearmen Systemen
Vertikale Holzlamellen setzen hier den ersten Akzent, noch bevor man die großen Glasflächen ganz erfasst. Die schmalen Lamellen rhythmisieren die Lichtseite der Villa und lassen die Fassade ruhig, aber nicht starr wirken. Dahinter öffnet sich eine moderne Neubauvilla mit großen Fenstern, klaren Linien und einer Konstruktion aus CLT-Holz, die das Thema Material schon von außen ernst nimmt.
Lamellen, Glas und ein klarer Baukörper
Die moderne Neubauvilla mit vertikalen Holzlamellen lebt von der Spannung zwischen geschlossenen Flächen und weit geöffneten Ansichten. Lichte Fassadensteine bilden den ruhigen Hintergrund, während die Holzlamellen vor einzelnen Öffnungen Tiefe erzeugen. Die großen Fenster schneiden präzise in den Baukörper und holen den Garten bis an die Innenkante. Besonders in der Eckansicht wirkt das Haus kompakt und offen zugleich, mit dunklen Rahmen, klaren Kanten und einer Fassadenordnung, die nicht dekorativ ausfällt, sondern funktional lesbar bleibt.
Auch die äußeren Bilder zeigen, wie sehr die vertikale Ordnung die Gesamtwirkung bestimmt. Die Lamellen stehen nicht als bloßes Detail neben dem Glas, sondern strukturieren die ganze Ansicht. Sie markieren Übergänge, brechen den Maßstab und geben den Öffnungen ein feineres Verhältnis zur Wand. So entsteht das Bild einer moderne Villa mit großen Fenstern, bei der Holz und Mauerwerk nicht gegeneinander arbeiten, sondern die Volumen präzise sortieren.
CLT-Holzkonstruktion und ein niedriger Energieverbrauch
Im Kern steht eine CLT-Holzkonstruktion, die dem Haus eine klare bauliche Basis gibt. Die Holzbauweise bleibt nicht unsichtbar, sondern passt zur sichtbaren Materiallogik der Villa: Holz an der Fassade, Holz im Inneren und ein Baukörper, der trocken und präzise wirkt. Dazu kommt der geringe Energiebedarf mit E-peil unter 10. Diese energiearme Villa verbindet die sichtbare Leichtigkeit der Architektur mit Technik, die im Hintergrund arbeitet und den Betrieb auf ein niedriges Niveau bringt.
Zur Ausstattung gehören ein Lüftungssystem Typ D, eine Solaranlage, eine Geothermiewärmepumpe und eine Regenwasserpumpe. Die Aufzählung wirkt hier nicht wie ein technisches Beiwerk, sondern wie ein weiterer Teil der Planung. Jedes System ist auf den Alltagsgebrauch ausgerichtet: Frischluft, Erzeugung, Nutzung und Speicher werden nicht getrennt gedacht. Gerade in einer Neubauvilla mit so klaren Flächen und großen Öffnungen zeigt sich darin die zweite Ebene des Entwurfs, die man nicht sofort sieht, die aber den Betrieb prägt.
Ein Haus für den Alltag ohne laute Gesten
Mit vier Schlafzimmern und zwei Bädern ist die Raumaufteilung auf ein Familienleben zugeschnitten, ohne die Großzügigkeit des Hauses zu verlieren. Der zu Südosten orientierte Garten fängt morgens und vormittags Licht ein und erweitert die Wohnräume nach außen. Durch die großen Glasflächen bleibt die Verbindung zum Grün jederzeit spürbar. Die Villa arbeitet nicht mit spektakulären Raumtricks, sondern mit gut gesetzten Proportionen, kurzen Wegen und einer klaren Trennung zwischen ruhigen Rückzugsräumen und offenen Bereichen.
Helle Flächen, Holzschränke und eine Küche mit ruhiger Ordnung
Im Innenraum fallen zuerst die weißen Wände und die langen, ruhigen Linien auf. Sie geben den Holzdetails Platz, statt mit ihnen zu konkurrieren. In der Küche stehen Holz-Maßschränke bis an die Decke und schließen die Wand präzise ab. Die Fronten zeichnen eine klare Vertikale, während das helle Arbeitsniveau und die steinerne Oberfläche darüber für eine sachliche, ruhige Lesbarkeit sorgen. Gerade die eingebaute Lichtzone in der Nische bringt Tiefe in diese Fläche, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Die Küche wirkt dadurch wie ein sauber gefasster Arbeitsraum, in dem Material und Maß zueinander passen. Dunkle Geräte sind in die Fläche eingelassen, die Kanten bleiben schlank, und der Verlauf von Schrank zu Wand ist klar ablesbar. Das Holz nimmt die Härte der großen Flächen etwas zurück, ohne weich zu werden. So entsteht ein Innenraum, der nicht mit vielen Effekten arbeitet, sondern mit präzisen Einbauten und einer ruhigen Kante zwischen Arbeitszone und Wohnbereich.
Die weiße Treppe als stilles Bindeglied
Die weiße Treppe mit offenen Stufen gehört zu den stärksten räumlichen Momenten im Inneren. Ihre Konstruktion ist leicht, fast zeichnerisch, und lässt Licht sowie Blickachsen hindurch. Von den angrenzenden Fenstern fällt Tageslicht seitlich auf die Stufen und auf die glatten Wände daneben. Das wirkt nicht inszeniert, sondern selbstverständlich. Die Treppe übernimmt hier die Aufgabe, die Ebenen zu verbinden, ohne den Raum zu beschweren oder die Sichtachsen zu unterbrechen.
Im Zusammenspiel mit den hellen Flächen und den Holzpartien bleibt der Auftritt der Treppe zurückhaltend. Gerade diese Zurückhaltung gibt der Konstruktion Präsenz. Sie begleitet den Wechsel zwischen den Bereichen, statt ihn mit Materialwechseln zu betonen. Die offene Form passt zu einem Haus, das mit viel Glas und klaren Kanten arbeitet und innen dieselbe Ordnung fortsetzt, die außen bereits beginnt.
Ein Blick nach oben: Holzdecke und Lichtzone im Loft
Unter der Dachlinie verändert sich die Stimmung spürbar. Das Loft mit Holzdecke bringt eine andere Oberflächenstruktur ins Haus und lenkt den Blick stärker in die Höhe. Das Holz sitzt dort nicht als dekorative Schicht, sondern als Abschluss einer Zone, die von Licht und Volumen lebt. Fensterflächen an der Dachseite ziehen Helligkeit tief in den Raum und betonen die Länge der Decke. So entsteht ein oberes Geschoss, das offener wirkt als ein klassischer Flur und zugleich klar gegliedert bleibt.
Das Bad mit runder Wanne und ruhiger Materialkante
Im Bad setzt eine freistehende runde Badewanne einen weichen Gegenpunkt zu den geraden Flächen des Hauses. Die Form ist einfach, fast skulptural, und steht in einem Raum, der von hellen Oberflächen und klaren Kanten lebt. Rundherum bleiben die Anschlüsse und Flächen zurückhaltend, damit die Wanne nicht in Konkurrenz zu den Materialien tritt. Gerade dadurch gewinnt sie Präsenz: als einzelnes, klar lesbares Objekt in einer ruhigen Umgebung.
Die sichtbare Waschzone mit heller Stein-Optik, der Armatur mit rundem Auslauf und dem Licht in der Nische zeigt denselben Ansatz im Detail. Das Licht liegt nicht zufällig, sondern betont die Tiefe der Wandfläche. Die untere Möblierung mit ihrer sichtbaren Holzstruktur bringt ein Material ins Bild, das sich bereits an anderen Stellen des Hauses wiederfindet. Damit bleibt das Bad Teil derselben architektonischen Sprache: präzise, hell und auf konkrete Oberflächen reduziert.
Ein Garten als Verlängerung der Wohnräume
Der zu Südosten orientierte Garten gibt den Innenräumen eine klare Außenrichtung. Durch die großen Fensterflächen bleibt das Grün nicht Hintergrund, sondern Teil der Wohnsituation. Von der Wohnzone aus liest man die Übergänge zwischen Glas, Außenfläche und Bepflanzung unmittelbar. Das Haus hält sich dabei am Rand zurück und lässt die Öffnungen sprechen. So funktioniert die Verbindung zwischen drinnen und draußen nicht über große Gesten, sondern über Blick, Licht und die saubere Setzung der Fassadenöffnungen.
Gerade in dieser Kombination aus CLT-Holzkonstruktion, vertikalen Holzlamellen und energiearmen Systemen liegt die eigentliche Qualität des Entwurfs. Die Villa zeigt ihre technischen Grundlagen nicht als Ankündigung, sondern als Konsequenz der Form. Was außen als präzise geordnete Hülle erscheint, setzt sich innen mit Holzschränken, offener Treppe, Loftdecke und klar gefassten Nasszonen fort. Das Ergebnis ist eine Neubauvilla, die auf sichtbare Ruhe, klare Materialwechsel und einen niedrigen Energieverbrauch baut.
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