Moderne Villagarten mit zwei Loungebereichen und Pool
Blaues Polster auf heller Sitzfläche, dahinter Glas und Grün: Schon der erste Blick zeigt, wie klar dieser moderne Villagarten aufgebaut ist. Die Anlage arbeitet mit zwei Loungebereichen, einer Poolterrasse und ruhigen Übergängen aus Holz, Stein und Pflanzflächen. Nichts wirkt überladen. Die Möbel stehen mit Abstand zueinander, sodass sich jeder Bereich für sich lesen lässt und dennoch Teil derselben Gartenkomposition bleibt.
Zwei Loungezonen mit unterschiedlicher Wirkung
In der ersten outdoor lounge ecke sitzt die niedrige Canvas Bank in einem Feld aus Farbe und Textur. Dazu kommen Strap-Sidetable, Net10-Kleide, Leo-Beistelltisch und Otto-Poufs. Die Zusammenstellung wirkt lebendig, weil die einzelnen Stücke nicht in einer geraden Reihe stehen, sondern in einer lockeren Gruppe um die Sitzfläche. Hinter den Möbeln bleibt die Gartenkulisse bewusst zurückhaltend, sodass die blauen sitzakzente sofort sichtbar werden.
Die zweite outdoor lounge ecke setzt auf eine ruhigere Linie. Die Mamba Bank und die Laze Stühle bilden ein kompakteres Sitzbild, das sich stärker auf die horizontale Ausrichtung konzentriert. Ein Feuerkorb ergänzt den Bereich und verschiebt den Fokus in die Abendstunden. Besonders die offenen Flammen wirken hier als Gegenpol zu den klaren Kanten der Möbel und zur glatten Terrassenfläche.
Materialien, die den Sitzbereich tragen
Zwischen den Lounges liegt viel unaufgeregter Boden, und genau dort entfaltet der Mix aus naturstein und holz seine Wirkung. Die festen Flächen rahmen die Möbel, während die Pflanzungen weich nach außen ziehen. Auch die Töpfe mit ihrer schlichten Form gehören zu diesem Bild. Sie setzen keine laute Geste, sondern geben dem Rand des Sitzbereichs Gewicht und eine klare Kontur. In der Summe entsteht ein Gartenraum, der über Oberflächen gelesen wird, nicht über Dekoration.
Die Begrünung am sitzbereich spielt dabei eine sichtbare Rolle. Hohe Pflanzen und dichtes Grün bilden einen ruhigen Hintergrund für die hellen Polster und die blauen Stoffe. Das Licht fällt auf unterschiedliche Höhen: auf die Sitzkante, auf die Tischplatte, auf die Blätter. Dadurch wirkt die Anlage auch dann gegliedert, wenn man nur einen einzelnen Ausschnitt betrachtet. Gerade im Zusammenspiel der Materialien wird der moderne Villagarten präzise lesbar.
Poolterrasse mit Sonnenliegen und Schirmen
An der Poolterrasse sonnenliegen steht die Liegezone klar vom restlichen Garten getrennt. Die Roda-Liegen sind parallel zum Wasser angeordnet und nutzen die Länge des Terrassenrands. Darüber spannen sich zwei Schirme, die den Bereich gliedern und zugleich den Blick nach oben führen. Die blaue Tönung der Schirme taucht auch in anderen Teilen des Gartens auf und verbindet Lounge und Poolzone visuell miteinander.
Die Sonnenschirm am Pool sind nicht bloß Zubehör, sondern Teil der Raumordnung. Sie markieren Schatten und geben der Fläche eine zweite Ebene. Zwischen Wasser, Steinrand und Liegeflächen entsteht ein deutlich ablesbarer Rhythmus. Das Becken selbst hält sich mit seiner ruhigen Wasserfläche im Hintergrund, während die Liegen den Vordergrund übernehmen. So bleibt der Poolbereich offen, ohne leer zu wirken.
Abendlicht zwischen Wasser und Terrasse
Mit der abendlichen gartenbeleuchtung kippt die Stimmung der Außenräume spürbar, ohne dass die Gestaltung ihre Klarheit verliert. In der Dämmerung leuchten Fensterflächen und einzelne Punkte im Garten, während die steinernen Flächen dunkler werden. Der Feuerkorb in der Lounge und die hellen Sitzpolster sammeln das Restlicht auf unterschiedliche Weise. Dadurch bekommt der Garten eine zweite Lesart: tagsüber als offene Terrasse, abends als ruhiger Außenraum mit klaren Kanten.
Gerade in den Abendaufnahmen fällt auf, wie gut die Aufteilung funktioniert. Der Blick kann vom Pool zu den Liegen, weiter zu den Lounges und dann zu den Pflanzenkanten wandern, ohne auf harte Brüche zu stoßen. Die Beleuchtung unterstützt diesen Weg nur dezent. Sie markiert die Architektur, statt sie zu überstrahlen. Das macht die Fläche auch nach Sonnenuntergang gut ablesbar.
Farbiges Mobiliar vor ruhiger Gartenkulisse
Die farbigen Elemente liegen nie isoliert im Raum, sondern werden von der ruhigen Kulisse aus Grün und neutralen Flächen aufgefangen. Auf der einen Seite steht die kräftigere Möblierung der ersten Lounge, auf der anderen Seite die klareren Linien des Poolbereichs. Dazwischen schaffen die Tische, Poufs und Pflanzgefäße kleine Übergänge. Genau diese Zwischenräume geben dem Garten Tiefe und verhindern, dass die einzelnen Zonen zu streng nebeneinander stehen.
Auch in den Nahaufnahmen bleibt dieser Gedanke sichtbar. Die hellgraue Sitzfläche vor einer Holzlamellenwand, die blauen Kissen und die runde weiße Beistelltischplatte zeigen, wie unterschiedlich die Oberflächen aufeinander reagieren. Holz nimmt das Licht weich auf, Stein wirkt fester, Glas öffnet den Hintergrund. In dieser Abfolge liegt der Reiz des Projekts: nicht in einem großen Effekt, sondern in der Summe klar gesetzter Details.
Ein Garten, der sich in Sequenzen lesen lässt
Der moderne Villagarten funktioniert über Abfolgen. Zuerst die Lounge mit Farbe und niedriger Möblierung, dann der ruhigere Sitzbereich mit Feuerstelle, danach die Poolterrasse mit Liegen und Schirmen. Jede Zone hat eine eigene Aufgabe, doch die Übergänge bleiben offen genug, damit der Garten als Ganzes lesbar ist. Das macht die Anlage großräumig, ohne Distanz zu schaffen. Wer durch die verschiedenen Bereiche blickt, sieht immer wieder neue Kombinationen aus Polstern, Pflanzung, Stein und Holz.
Genau darin liegt die Stärke dieser Gartengestaltung: Die Räume im Freien sind nicht als Kulisse behandelt, sondern als Folge klarer Nutzungsorte. Sitzend, liegend, am Wasser oder am Feuer – der Garten ändert je nach Position seine Wirkung. Die Gestaltung bleibt dabei ruhig, weil sich alle Elemente an denselben Linien orientieren. So entsteht ein Außenraum, der von der ersten Lounge bis zur Poolzone durchdacht wirkt, ohne sich laut in den Vordergrund zu schieben.
Die Beiträge für die Möbel und Accessoires stammen aus mehreren Kollektionen, doch im Bild zählt vor allem die gemeinsame Sprache aus niedrigen Proportionen, klaren Flächen und gezielten Farbakzenten. Der moderne Villagarten zeigt, wie präzise sich ein Außenraum gliedern lässt, wenn Sitzbereiche, Poolterrasse und Begrünung aufeinander reagieren. Nicht die Menge der Elemente prägt den Eindruck, sondern ihre Position im Verhältnis zueinander.
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