L-förmige Einbauwand mit TV-Nische für Stauraum im Wohnzimmer
Die L-förmige Einbauwand mit TV-Nische prägt den ersten Eindruck dieses Projekts. Eine L-förmige Einbauwand ordnet hier einen kompakten Wohnbereich neu. Die niedrige Trennlinie liegt knapp unter Augenhöhe und hält den Blick durch die Zone offen, obwohl die Möbelwand Sitzplatz und Essbereich klar gliedert. In der Mitte sitzt die TV-Nische als dunkler Fokus, flankiert von hellen Flächen und einem leichten Aufbau aus geschlossenen und offenen Elementen. So entsteht Stauraum im Wohnzimmer, ohne dass die Wand den Raum zuschiebt.
L-förmige Einbauwand mit TV-Nische als architektonischer Ausgangspunkt
Ausgangspunkt war der Wunsch nach zusätzlichem Stauraum und nach einer besseren Aufteilung der kompakten Wohnfläche. Die Lösung ist keine einzelne Schrankzeile, sondern eine Einbauwand, die sich über die Ecke zieht und zwei Aufgaben übernimmt. Im Sitzbereich bildet sie eine Einbau-TV-Ecke, in der Ess- und Wohnzone nimmt sie Geschirr, Bücher und Alltagsdinge auf. Gerade die L-Form nutzt die Wandfläche dicht aus und lässt dennoch freie Bewegungszonen vor den Fronten.
Die klare Kante der Möbelwand arbeitet mit dem Raum, nicht gegen ihn. Weil das trennende Element niedrig bleibt, bleibt der Blick weiter durch die Wohnung lesbar. Der Übergang zwischen den Bereichen wirkt dadurch nicht hart, sondern als ruhige Linie im Grundriss. Die kompakte Wohnraum-Aufteilung gewinnt Struktur, während die hellen Fronten und das helle Holzdekor die Fläche optisch entlasten. Das ist kein lauter Eingriff, aber ein sichtbarer.
Die TV-Nische als ruhiger Mittelpunkt
Im Zentrum sitzt die TV-Nische mit einer dunkleren Öffnung, die den Bildschirmbereich bündelt. Um diese Zone herum laufen klare Linien und geschlossene Fronten weiter, sodass der Fernseher nicht lose an der Wand hängt, sondern in die Schrankwand eingebettet ist. Eine LED-Linie in der Nische bzw. entlang der Ablagezone setzt den Schnitt unterhalb der Öffnung ab und zeichnet die horizontale Linie nach. Das Licht bleibt dabei sachlich und präzise, eher Zeichnung als Inszenierung.
Seitlich öffnet sich ein Modul mit offenen Fächern. Dort liegen Bücher sichtbar auf den Regalböden, wodurch sich die Schrankwand weniger geschlossen anfühlt. Das offene Bücherregal-Modul bricht die Fläche und nimmt dem Möbel die Schwere, die eine durchgehende Wand sonst leicht mitbringt. Zusammen mit der TV-Ecke entsteht eine Sequenz aus geschlossenem Stauraum, offener Ablage und dem dunklen Zentrum der Nische.
Eichenoptik trifft auf weiße Fronten
Das Möbel kombiniert Laminate in Eichenoptik mit weißen Fronten. Der Holzton sitzt vor allem in den sichtbaren Ablagen und Rahmenpartien, während die glatten Schranktüren die Fläche beruhigen. Die grifflos weißen Schrankfronten laufen in einer durchgehenden Linie und lassen die Wand als ruhige Fläche wirken. Die Oberflächen sind dabei nicht glatt im dekorativen Sinn, sondern auf alltagstaugliche Nutzung hin gedacht: Die Sirocco-Fronten sind fingerabdruckresistent und behalten ihre klare Wirkung auch im häufig benutzten Wohnbereich. So wird die L-förmige Einbauwand mit TV-Nische Teil der architektonischen Wirkung.
Das Eichenoptik Laminat im Möbel bringt eine sichtbare Richtung in die horizontale Fläche. Es verbindet die einzelnen Elemente, ohne sie zu schwer wirken zu lassen. In der Kombination mit Weiß bleibt die Schrankwand hell, obwohl sie viel Volumen aufnimmt. Gerade in einer kompakten Wohnraum-Aufteilung ist diese Mischung aus hellen Fronten und Holzton sinnvoll, weil sie Stauraum sichtbar macht, aber die Wand nicht als Block erscheinen lässt.
Eine Wand, die offen genug bleibt
Entscheidend ist hier nicht nur, was die Einbauwand aufnimmt, sondern auch, wie sie den Raum stehen lässt. Das Möbelteil, das die Bereiche voneinander trennt, endet unterhalb der Augenhöhe. Dadurch bleibt über der Kante Luft, und der Blick kann weiter durch den Wohn- und Essbereich wandern. Die L-förmige Einbauwand mit TV-Nische schneidet also nicht ab, sondern markiert. Sie schafft eine Fassung für den Alltag und lässt die Raumtiefe gleichzeitig bestehen.
Die sichtbaren Fächer, die geschlossenen Fronten und die TV-Zone greifen ineinander, ohne sich zu überladen. Man erkennt schnell, wo etwas verstaut wird und wo gezeigt werden darf. Genau das macht die Schrankwand überzeugend: Sie ordnet Dinge, statt sie zu verstecken, und sie hält den Raum lesbar. Die Einbau-TV-Ecke erhält damit einen festen Platz im Gesamtbild, während der Rest der Fläche ruhig bleibt.
Detail der Nische und des Lichts
Besonders präzise wirkt der Bereich rund um die Nische. Die LED-Linie in der Nische zieht sich entlang der Unterseite und hebt die horizontale Fläche ab. Im Zusammenspiel mit der dunkleren Öffnung entsteht ein klarer Kontrast zwischen Technik, Licht und Material. Die Lichtführung ist dabei zurückhaltend, aber sichtbar genug, um die Tiefe der Nische zu betonen und die Kante des Möbels lesbar zu machen.
Auch die oberen und unteren Schrankteile folgen derselben ruhigen Logik. Strenge Fugen, glatte Flächen und klare Übergänge bestimmen die Wirkung der Wand. Die Materialien greifen die kompakte Wohnraum-Aufteilung auf, statt sie zu kaschieren. Dadurch wirkt die Schrankwand nicht wie ein nachträglich aufgesetztes Möbel, sondern wie ein Teil der Architektur im Innenraum.
Die Kombination aus TV-Nische, offenem Bücherregal-Modul und geschlossenen Stauraumflächen zeigt, wie viel in eine einzige Wand integriert werden kann, wenn die Proportionen stimmen. Hier bleibt die Möbelwand niedrig genug, um den Raum nicht zu blockieren, und präzise genug, um Struktur zu geben. Genau diese Zurückhaltung macht den Entwurf lesbar: ein klarer Ort für den Bildschirm, Platz für Bücher und Stauraum im Wohnzimmer, der den Alltag nicht ausstellt, sondern ordnet. So wird die L-förmige Einbauwand mit TV-Nische Teil der architektonischen Wirkung.
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