Zwischen den dunklen Baumstämmen am Rand des Waldes liegt ein naturnaher Waldgarten, der nicht mit harten Kanten arbeitet, sondern mit weichen Linien. Der erste Eindruck entsteht aus dem Zusammenspiel von Beton, Holz und viel Grün: ein geschwungener Rasen, niedrige Pflanzenschichten und Wege, die sich ruhig um das Haus legen. Gerade diese garten-zu-wald-überleitung prägt den Entwurf. Der Garten wirkt nicht abgesetzt, sondern geht Schritt für Schritt in die umgebende Landschaft über.
Naturnaher waldgarten als räumlicher Ausgangspunkt
Entscheidend ist die Führung der Flächen. Statt eines flachen Rechtecks liegt der Rasen als runde, leicht modellierte Fläche im Garten. Er öffnet den Blick in die Tiefe und lässt den Außenraum größer wirken, ohne dabei streng zu werden. Die organischen Formen ziehen sich bis an die Beete und an die befestigten Zonen heran. So entsteht eine naturnaher waldgarten-Struktur, die den Übergang zur Waldkante nicht nachzeichnet, sondern aufnimmt. Auch die Sichtachsen bleiben ruhig, weil keine scharfen Abschlüsse den Raum unterbrechen.
Das Haus steht dabei nicht gegen die Landschaft, sondern wird von ihr gerahmt. Die Pflanzränder folgen dem Verlauf von Wegen und Terrassen und lassen die Grenzen bewusst offen. Betonflächen treffen auf weiche Vegetation, und genau dieser Wechsel bestimmt die Wirkung. Das Auge wandert vom Haus über die geschwungene Rasenfläche weiter in die dunkleren Grünzonen am Rand. Die Gestaltung bleibt dabei klar lesbar, obwohl sie sich an den natürlichen Verlauf des Grundstücks anlehnt.
Präriebepflanzung mit Gräsern, Blüten und niedrigen Stauden
In den Pflanzbeeten dominiert eine präriebepflanzung aus Blumen, Gräsern und niedrigen Pflanzen. Die Mischung ist locker aufgebaut und sorgt für Bewegung im Wind. Zwischen den Halmen stehen einzelne Blütenstände, die je nach Jahreszeit andere Akzente setzen. Gerade in den Randbereichen wirkt diese Pflanzung wie ein Puffer zum Wald: nicht zu dicht, nicht zu ordentlich, aber deutlich geplant. Der Texturwechsel von feinen Gräsern zu festeren Blättern macht das Bild lebendig, ohne laut zu werden.
Die Bepflanzung ist auch funktional gedacht. Im Garten wird beschrieben, dass sie für Biodiversität sorgt und zahlreiche Insekten anzieht. Gleichzeitig bleibt der Pflegeaufwand gering, weil die Fläche der Natur viel Arbeit überlässt. Das passt zu einem Grundstück, auf dem Jahreszeiten sichtbar bleiben sollen. Es gibt nicht nur einen Moment, der funktioniert, sondern viele kleine Veränderungen. Wenn die Gräser kippen, die Blüten aufgehen oder Samenstände stehen bleiben, verändert sich das Bild weiter. Genau darin liegt die Stärke dieser präriebepflanzung.
Ein Garten, der nicht nur im Sommer funktioniert
Die Pflanzung lebt von ihrem Rhythmus über das ganze Jahr hinweg. Auch wenn die Farben wechseln, bleibt die Struktur aus Gräsern und niedrigen Pflanzen ablesbar. Dadurch hat der Garten keinen starren Mittelpunkt, sondern verschiedene Ebenen, die nacheinander sichtbar werden. Am Rand des Rasens und entlang der Wege entsteht so eine weiche Silhouette. Sie ordnet die Fläche, ohne sie zu schließen, und lässt den Blick immer wieder in den Wald auslaufen.
Der Rasen wird zur Form im Gelände
Die geschwungene rasenfläche ist mehr als eine offene Grünfläche. Sie bildet das ruhige Gegenstück zur dichter gesetzten Präriebepflanzung und gibt dem Garten Weite. Die Rundungen nehmen die Bewegung der Wege auf und verhindern, dass der Außenraum in einzelne Teile zerfällt. Gerade auf einem großen Rasen ist eine klare Pflege wichtig; im Entwurf wird deshalb auch ein Robotermäher genannt, der für diese Fläche geeignet ist. So bleibt die Form des Rasens sichtbar, ohne dass sie mühsam wirkt.
Rund um das Haus führen Beläge und Laufwege in zwei großzügige Terrassen über. Eine Fläche ist zum Loungen gedacht, die andere zum Essen. Das ist keine dekorative Aufteilung, sondern eine einfache räumliche Ordnung, die den Außenraum besser lesbar macht. Die terrassen mit weichem übergang schließen nicht abrupt an den Baukörper an, sondern greifen die weichen Linien des Gartens auf. Beton, Pflaster und Grün liegen dicht beieinander, ohne einander zu verdrängen. Naturnaher waldgarten bleibt mit Grundriss, Materialität und Nutzung verbunden.
Holz setzt einen ruhigen Akzent an Weg und Terrasse
Eine holzgarten pergola markiert wichtige Stellen im Garten und gibt dem Verlauf zwischen Haus, Weg und Terrasse eine sichtbare Richtung. Das Holz wirkt neben dem Beton des Laufwegs bewusst leicht und warm im Materialbild, ohne sich aufzudrängen. In den Bildern ist zu sehen, wie die Pergola einen Weg begleitet und zugleich den Terrassenbereich rahmt. Dadurch entsteht ein klarer Bezugspunkt im Außenraum, der die Bewegung lenkt und einzelne Zonen lesbar macht.
Auch im Abendbild bleibt die Konstruktion präsent. Die Holzstruktur fängt das Licht auf, während die dunkleren Pflanzflächen im Hintergrund zurücktreten. So wird die Pergola nicht zum Solitär, sondern Teil eines Wegesystems mit Pflanzen, Belägen und offenen Blicken. An mehreren Stellen wiederholt sich das Zusammenspiel von Holz, Beton und Grün. Gerade diese Wiederholung gibt dem Garten Halt und verhindert, dass die vielen organischen Formen unruhig werden.
Beton, Holz und Licht arbeiten zusammen
Der erhöhte Zugang zur Haustür ist in Beton ausgeführt und setzt einen klaren Punkt im ansonsten weichen Gelände. Er steht nicht im Widerspruch zur Gartenidee, sondern bringt Struktur in die Annäherung an das Haus. Zusammen mit der Holzpergola entsteht ein Wechsel aus festen und offenen Elementen. Die Materialien sind schlicht gehalten und gerade deshalb gut aufeinander abgestimmt. Das Licht darf später die Konturen übernehmen: an Beeten, unter einem Baum oder entlang der Pergola.
Außenbeleuchtung macht den Garten lesbar
Die gartenbeleuchtung außen ist in das Konzept eingebunden und verfolgt zwei Aufgaben zugleich. Sie sorgt abends für Orientierung und setzt tagsüber unsichtbare Strukturen später im Dunkeln in Szene. In der Projektbeschreibung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Licht gezielt Highlights betonen kann, etwa einen Baum oder eine Pflanzrabatte. Genau das funktioniert in einem naturnahen Garten besonders gut, weil die Lichtkegel einzelne Flächen aus dem Dunkel holen, ohne den gesamten Raum flach auszuleuchten.
Gerade zwischen den Gräsern, an der Pergola und entlang der Wege kann das Licht kleine Übergänge sichtbar machen. Es zieht keine harte Linie, sondern markiert Punkte: ein Stammansatz, eine Beetkante, ein Abschnitt der Terrasse. So bleibt die Gartenstruktur auch am Abend nachvollziehbar. Der Außenraum wirkt dann nicht anders, sondern einfach präziser gelesen. Und weil der Garten auf offene Flächen und weiche Ränder setzt, reicht oft schon ein gezielter Akzent, um Tiefe und Richtung zu geben.
Am Ende lebt dieser naturnaher waldgarten von seiner ruhigen Abfolge: geschwungener Rasen, prärieartige Pflanzung, zwei Terrassen, eine Holzgarten-Pergola und Lichtpunkte im Dunkeln. Nichts ist überladen, doch jedes Element hat eine Aufgabe im Raum. Der Garten bleibt nah an der Waldkante und nimmt ihre Linien auf, ohne sie zu kopieren. Dadurch entsteht ein Außenraum, der offen wirkt und zugleich klar gegliedert ist.
Fotograaf – Evelyn van Tilborg Naturnaher waldgarten bleibt mit Grundriss, Materialität und Nutzung verbunden.
Want to see more of ? View the page of for even more great projects and company information.















