Haus renovieren: modern umgebaut mit gläserner Rückfront
Der Betonboden läuft ruhig durch die Räume und legt die Grundlage für ein Haus renovieren, bei dem der Bestand nicht verschwindet, sondern neu gelesen wird. Das Wohnhaus aus den 1920er Jahren wurde umgebaut und erweitert, doch die vorhandenen Charakterzüge blieben sichtbar. Glatte Wände, große Glasflächen und schwarze Rahmen prägen die Innenräume. Vor allem an der Rückseite öffnet sich das Haus weit zur Terrasse und zum Garten hin.
Ein Bestand aus den 1920er Jahren, neu gefasst
Die Arbeit am Haus setzt nicht bei einer glatten Neuanlage an, sondern bei einem vorhandenen Baukörper mit Geschichte. Die Proportionen des alten Wohnhauses bleiben spürbar, während neue Öffnungen und klare Flächen den Alltag neu ordnen. In den Räumen treffen weiße Wandflächen auf dunkle Rahmen und horizontale Lamellen. Diese Gegenüberstellung lenkt den Blick auf die Fenster und Türen, statt ihn im Raum zu verlieren.
Gerade in diesem Zusammenspiel wird deutlich, was ein haus umgebaut und erweitert leisten kann: Die Substanz bleibt lesbar, aber die Wege zwischen den Bereichen werden offener. Blickachsen ziehen sich von der Wohnzone bis zu den großen Glaspartien an der Rückseite. Das Licht fällt tief in den Grundriss und trifft dort auf matte Flächen, auf Glas und auf den sachlichen Boden aus Beton.
Die Rückseite arbeitet mit Glas, nicht mit Fläche
An der Rückfront liegt der stärkste Eingriff. Große Glaspartien bilden eine klare Öffnung nach außen und machen die Rückseite zum Hauptmotiv der Erweiterung. Statt einer geschlossenen Wand steht hier eine leichte Schwelle zwischen Innenraum und Terrasse. Das Glas fasst den Blick, die schwarzen Profile setzen ihm eine harte Kante. Dadurch wirkt der Übergang nicht beiläufig, sondern gezielt gesetzt.
Die horizontalen Lamellen vor den Fenstern brechen das Licht und geben den Flächen ein zweites Raster. Sie sind im Alltag ebenso sichtbar wie die schwarzen Fensterrahmen und prägen mehrere Ansichten des Hauses. So entsteht die Wirkung eines modernes wohnhaus, ohne dass der Bestand seine Ruhe verliert. Die Öffnungen bleiben präzise, die Linien klar, und die Rückseite bleibt dennoch im Maß des Wohnhauses verankert.
Gläserne Rückfront mit ruhiger Kante
Die gläserne rückfront zieht den Blick aus dem Innenraum nach draußen und gibt der Terrasse eine direkte Rolle im Wohnen. Betonflächen, Grün und die scharf geschnittenen Rahmen stehen nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu überdecken. Besonders die Verbindung aus Glas und dunkler Profilierung macht die Rückseite lesbar. Sie zeigt, wie wenig Material nötig ist, wenn die Öffnung selbst zum Thema wird.
Wohnbereich mit Betonboden und klarer Wandfläche
Im Inneren liegt der Schwerpunkt auf ruhigen Flächen. Der betonboden wohnbereich zieht sich als sachliche Ebene durch die offenen Zonen und bringt die Möbel, Wände und Fensterrahmen stärker nach vorn. Weiße Wände bleiben glatt und zurückhaltend, so dass selbst kleine Verschiebungen im Licht sofort sichtbar werden. Ein dunkler Kaminbereich mit Nische setzt einen festen Punkt im Raum und gibt der großen Fläche Halt.
Die Wohnzone lebt von Durchblicken. Sitzmöbel, ein runder Tisch und die Nähe zur Glasfront ordnen sich um die offenen Achsen, nicht um eine feste Mitte. Das macht den Raum breit lesbar. Statt viele Schichten zu stapeln, arbeiten wenige Elemente miteinander: Beton unter den Füßen, helle Wandflächen darüber, dazwischen Glas und dunkle Rahmen. Genau daraus entsteht die Spannung, die man bei einem Hausumbau nicht allein über neue Formen erreicht.
Die Haardwand als ruhiger Anker
Die sichtbare Haardwand mit dunklem Rahmen und Nische bringt Tiefe in den Wohnbereich. Sie steht nicht als dekoratives Einzelstück im Raum, sondern markiert eine Kante zwischen offener Fläche und konzentriertem Blickpunkt. Das Feuer sitzt dabei in einer klar gefassten Öffnung, die mit den geraden Wandlinien zusammengeht. So bekommt der große Raum eine Stelle, an der er sich sammelt.
Hölzerne Fronten in der Küche, schwarz-weißer Boden im Flur
Die Küche setzt auf Holz und straffe Linien. Die Fronten sind als maßgefertigte Elemente ablesbar, mit breiten Feldern und ruhigen Fugen. Über dem Arbeitsbereich liegen Punktstrahler, die die Flächen ohne große Inszenierung erfassen. Das Holz bringt kein Ornament, sondern Oberfläche und Rhythmus. Es steht im Kontrast zu den glatten Wänden und hält die Küche nahe an der architektonischen Linie des Hauses.
Im Flur wechselt die Stimmung mit einem schwarz-weißen Fliesenboden. Das Muster ist grafisch und führt die Bewegung durch den schmaleren Bereich. Die hellen Wände bleiben neutral, die Türen und Rahmen wirken präzise gesetzt. Hier zeigt sich, wie ein Haus renovieren auch über den Übergang funktioniert: nicht nur im großen Raum, sondern in den Zonen, die täglich durchquert werden und den Grundriss lesbar machen.
Bad mit Glastrennung und freistehender Wanne
Auch im Bad wird mit klaren Trennungen gearbeitet. Die freistehende Badewanne steht offen im Raum, während eine Glastrennwand den Nassbereich fasst. Das Glas hält den Blick offen und zieht keine schwere Linie durch den Raum. Gleichzeitig bleibt der Bereich klar organisiert. Ein Fenster mit horizontalen Lamellen bringt Tageslicht hinein und spiegelt die Sprache der übrigen Räume wider.
In der Dusche und an den angrenzenden Flächen wiederholt sich diese Zurückhaltung. Glas, helle Wände und dunkle Kanten reichen aus, um den Raum zu strukturieren. Nichts wirkt überladen. Stattdessen entsteht ein ruhiger Wechsel zwischen offener Wanne, transparenter Abtrennung und kompakten Details. Diese Zurückhaltung passt zum gesamten Umbau, der auf sichtbare Materialien und präzise Anschlüsse setzt.
Die Garage wird über Glas Teil der Wahrnehmung
Auch die Garage bleibt nicht abgeschottet. Durch die Glaspartie wird sie nicht als blinder Nebenraum gelesen, sondern als sichtbarer Teil des Hauses. Das verändert die Wahrnehmung der gesamten Anlage, weil die Nebenfunktion in das räumliche Erleben einbezogen wird. Glas, Rahmen und der Bezug zur Rückseite knüpfen die Garage an den Umbau an, ohne ihr eine übertriebene Rolle zu geben.
So zeigt das Haus, wie ein alter Bestand mit neuen Öffnungen und klaren Flächen weitergeführt werden kann. Der Betonboden, die gläserne Rückfront, die schwarzen Rahmen mit Lamellen und die hellen Wände bilden keine dekorative Kette, sondern eine Abfolge von baulichen Entscheidungen. Genau darin liegt die Qualität dieses Umbaus: Er arbeitet mit dem Vorhandenen, erweitert es und ordnet die Räume neu, ohne ihre Herkunft zu übertönen.
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