Haus renovieren: Split-Level-Wohnung modernisiert – mit Dachüberständen, neuem Innenraum und Garten mit Wasser
Versetzte Dachflächen und ein Split-Level-Grundriss geben diesem Haus aus dem Jahr 1976 noch immer den Ton an. Beim haus renovieren blieb die vorhandene Struktur deshalb weitgehend erhalten. Die spätere Erweiterung an der linken Seite folgt derselben Sprache wie der Bestand. Von außen wirkt sie nicht angesetzt, sondern als Teil des ursprünglichen Entwurfs. Genau darin liegt die Stärke dieser Modernisierung: Die auffällige Architektur wurde nicht geglättet, sondern weitergeführt.
Die Split-Level-Struktur bleibt ablesbar
Im Inneren zeigen die offenen Wohnbereiche und Sichtachsen, wie großzügig die Staffelung schon angelegt war. Große Fenster ziehen Licht tief in die Räume, während die versetzten Ebenen den Blick immer wieder verschieben. Die komplette Erneuerung des Innenraums nutzt diese Vorlage, ohne sie zu überformen. Statt alles neu zu ordnen, bleibt die räumliche Abfolge erkennbar. Genau dadurch lässt sich das Split-Level-Haus renovieren, ohne den Charakter des Hauses zu verlieren.
Auch die Übergänge zwischen den Zonen folgen keiner geraden Linie. Man sieht Öffnungen, Überblicke und kurze Richtungswechsel, die den Grundriss lebendig halten. Die Räume wirken nicht wie einzeln gesetzte Kammern, sondern wie eine Folge von Ebenen, die miteinander in Beziehung stehen. Das funktioniert besonders gut dort, wo die großen Fensterflächen auf die Innenraumtiefe treffen. Der Blick wandert von einem Bereich in den nächsten, ohne dass Wände ihn abrupt stoppen.
Holzfronten, helle Flächen und dunkle Akzente im Innenraum
In der Küche setzen Holz-Küchenfronten einen ruhigen Gegenpol zu den hellen Wandflächen und den dunklen Details. Die Fronten verlaufen in klaren Linien, daneben sitzen integrierte Geräte und zurückhaltende Metallakzente. Auf den Bildern öffnet sich die Küche zum Ess- und Wohnbereich hin, sodass die Möbel nicht als separater Block erscheinen. Pendelleuchten über der Arbeitsfläche und dem Tisch markieren die Nutzung, ohne den Raum zu zerteilen. Das passt zu einem Haus, dessen Innenleben auf Sichtbeziehungen baut.
Der Essbereich lebt von der Verbindung aus Tisch, Licht und Blick nach außen. Hohe Decken und große Öffnungen lassen die Architektur spürbar werden, ohne sie auszustellen. Ein hölzerner Esstisch steht dabei nicht isoliert im Raum, sondern im Verlauf der offenen Wohnbereiche. An anderer Stelle tauchen geschwungene Wandformen auf, die den strengen Linien eine weichere Kante geben. Auch hier bleibt alles an die vorhandene Struktur gebunden. Das Ergebnis wirkt ruhig, aber nicht starr.
Detailwechsel statt harter Brüche
Besonders deutlich wird das bei den Innenansichten mit den schwarzen Rahmen und den hellen Flächen dazwischen. Sie schärfen die Konturen der Öffnungen und holen die Versprünge im Grundriss näher an den Blick. Ein dunkler Metallkorpus über der Feuerstelle setzt einen klaren Schwerpunkt im Wohnbereich, während die großen Fenster daneben den Raum nach außen öffnen. So entsteht keine dekorative Kulisse, sondern eine Abfolge von präzisen Einschnitten, Materialien und Lichtkanten.
Weiße Flächen, schwarze Rahmen und Dachüberstände ordnen den Bestand neu
Auch außen wurde das Haus deutlich modernisiert. Die Fassade ist weiß gestrichen, dazu kommen schwarze Fensterrahmen und dunkle Dachlinien. Dieses weißes Haus mit schwarzen Fensterrahmen nutzt den Kontrast nicht als Effekt, sondern als Mittel, um die Staffelung der Volumen lesbar zu machen. Die versetzten Dachflächen treten dadurch stärker hervor. Mit den neuen Dachüberständen bekommen die Kanten mehr Gewicht, und die Silhouette wirkt geordneter, ohne ihre Lebhaftigkeit zu verlieren.
Die Erweiterung an der linken Seite fügt sich in diese Bildsprache ein. Sie übernimmt die Haltung des Bestands und erzeugt keinen harten Schnitt zwischen alt und neu. Gerade bei einer Split-Level-Haus renovieren-Aufgabe ist das entscheidend: Wenn zusätzliche Volumen die gleiche Logik sprechen, bleibt der Baukörper geschlossen lesbar. Die weißen Flächen fangen das Licht, die schwarzen Rahmen zeichnen die Öffnungen nach, und die Dachränder setzen den oberen Abschluss. Mehr braucht es hier nicht.
Die Wirkung des Hauses entsteht aus den Proportionen und den Kanten. Überstände verlängern die Dachlinie sichtbar, während die dunklen Rahmen die Tiefe der Öffnungen betonen. Der Baukörper wirkt dadurch nicht glattgebügelt, sondern präziser. Man erkennt die ursprüngliche Konstruktion, aber auch die Eingriffe, die sie heute klarer lesbar machen. Genau dieser Umgang mit dem Bestand trägt die gesamte Modernisierung.
Der Garten nimmt die Linien des Hauses auf
Im Außenraum setzt sich die Ordnung fort. Der Garten ist klar angelegt und wird von Wasserflächen geprägt, die die Architektur spiegeln. Ein langgezogenes Becken, ruhige Kanten und gepflasterte Wege führen den Blick parallel zum Haus. Das moderne Gartendesign mit Wasseranlage tritt dabei nicht als Zusatz auf, sondern als Teil derselben räumlichen Idee. Zwischen Rasen, Beeten und harten Belägen entstehen Zonen, die das Gebäude fassen und zugleich öffnen.
Wasser als ruhige Gegenfläche
Besonders die reflektierenden Wasserflächen geben dem Grundstück eine zweite Ebene. Sie liegen niedrig im Gelände, fangen Himmel und Fassaden auf und schieben die Perspektive weiter nach hinten. Auf den Bildern sind rechteckige und langgestreckte Formen zu sehen, eingefasst von Stein und dichterer Bepflanzung. Das Wasserbecken unterstützt damit die klare Geometrie des Hauses, statt ihr etwas hinzuzufügen. So bleibt der Außenraum lesbar und präzise.
Auch die Terrassen- und Wegflächen greifen dieses Prinzip auf. Die Materialien bleiben zurückhaltend, die Linien gerade, die Anschlüsse sauber geführt. Dadurch rückt das Haus selbst wieder stärker in den Mittelpunkt: weiß, schwarz, mit den versetzten Dachflächen und den verlängerten Dachüberständen obenauf. Innen und außen folgen derselben Haltung. Es wird nichts überdeckt, sondern das Vorhandene weitergeführt und neu gefasst. Genau deshalb wirkt diese Renovierung so überzeugend im Detail.
Wer ein Haus renovieren will und dabei mit einem starken Bestand arbeitet, findet hier ein präzises Beispiel. Die Split-Level-Architektur bleibt erkennbar, die Wohnbereiche sind geöffnet, die Küche mit Holz-Küchenfronten ist klar eingebunden, und der Garten mit Wasseranlage setzt den Außenraum in Beziehung zum Baukörper. Statt einer radikalen Umformung zeigt das Projekt, wie viel aus vorhandenen Strukturen herauszuholen ist, wenn Material, Farbe und Raumfolge aufeinander abgestimmt werden.
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