Renovierung eines Hauses der 30er-Jahre
Die neue Glasfront Küche liegt dort, wo sich Blickachsen, Licht und der Weg ins Freie treffen. Dahinter zeigt sich der Umbau eines in die Jahre gekommenen Hauses nicht als einzelne Maßnahme, sondern als durchgehende Neuordnung von innen und außen. Der Entwurf fügt einen Anbau am Haus an der Seite und an der Rückseite hinzu, ergänzt Lichtstraten und öffnet den Raum mit Doppeltüren und seitlichen Fenstern. So entsteht ein Haus, das auf Bewegung und Durchsicht reagiert.
Ein Anbau, der die Grundfläche neu sortiert
Die seitlichen und rückwärtigen Erweiterungen geben dem Bestand neue Kanten. Holz akzentuiert die neuen Flächen und setzt sich gegen die ruhigeren Wandpartien ab. Von innen wirkt das nicht wie ein angefügter Rest, sondern wie eine klare Fortsetzung der vorhandenen Räume. Gerade im Zusammenspiel mit den großen Öffnungen wird deutlich, wie stark der Anbau am Haus die Nutzung verändert: Wege werden kürzer, Blickbeziehungen länger, und die Räume gewinnen an Tiefe.
Lichtstraten und Doppeltüren als Führungslinien
Über den Räumen liegen Lichtstraten, die das Tageslicht nicht nur einlassen, sondern in die Mitte des Hauses ziehen. Dazu kommen Doppeltüren und seitliche Fenster, die die einzelnen Zonen miteinander verbinden. Die Öffnungen strukturieren den Alltag des Hauses auf fast beiläufige Weise. Man sieht, wie der Raum auf die Terrasse ausgerichtet ist, ohne seine Binnenlogik zu verlieren. Die Glasfront Küche profitiert genau von dieser Abfolge aus Einblick, Durchgang und freiem Blick nach draußen.
Die Küche ist als Mittelpunkt des Hauses lesbar. Ihre moderne Küchenwand ordnet Geräte, Flächen und Nischen in einer ruhigen, präzisen Komposition. Im Bild steht sie neben einer Glasfläche mit dunklen Profilen, wodurch die Kochzone Sichtlinien bekommt und nicht in sich verschwindet. Die Küche mit Glasfront wird so zum Ort, an dem sich der neue Charakter des Hauses am klarsten zeigt: offen, aber nicht beliebig; eingebunden, aber mit eigener Präsenz.
Wohnbeton bildet den Boden für diese Neuordnung. Die Fläche nimmt Licht auf, ohne es zu spiegeln, und hält die Linie zwischen Küche, Wohnen und Übergang nach draußen stabil. Stahl-Holz-Details setzen an Türen, Einbauten und Wandflächen Akzente, die nicht dekorativ wirken, sondern die Konstruktion des Innenraums lesbar machen. Der Materialwechsel bleibt bewusst knapp. Genau dadurch treten die Öffnungen und die Proportionen des Raums stärker hervor.
Materialien, die den Innenraum tragen
Hölzerne Wandbekleidung zieht sich durch die Räume und legt sich wie eine ruhige Schicht über einzelne Wandzonen. In Kombination mit den stählernen Türen entsteht ein klarer Rhythmus aus hart und weich, glatt und strukturiert. Das Haus arbeitet nicht mit vielen Effekten, sondern mit wenigen, gut platzierten Oberflächen. Die Folge ist ein Wohnraum, in dem die Materialien nicht getrennt nebeneinanderstehen, sondern die Wege zwischen Küche, Aufenthalt und Terrassentür gliedern.
Zwischen den Doppeltüren zum Terrassenbereich ist ein Gaskamin platziert. Er sitzt genau an der Schnittstelle von Innenraum und Übergang nach draußen. Dadurch bekommt die Blickachse eine feste Mitte, ohne dass der Raum geschlossen würde. Neben ihm verstärkt die Glasfront Küche das Gefühl von Weite, weil Glas, dunkle Rahmen und warme Holztöne nebeneinander stehen. Die Szene bleibt ruhig, aber sie hat eine deutliche räumliche Spannung.
Die Terrasse als Verlängerung des Wohnens
Im Garten steht eine Pergola, die den Außenraum fasst und ihm eine klare Kante gibt. Sie ist kein separates Objekt, sondern Teil derselben Materialidee, die auch im Haus sichtbar ist. Die Materialien des Interieurs werden nach draußen weitergeführt, sodass sich ein direkter Bezug zwischen Boden, Wand und Übergang ergibt. Wer von der Küche aus Richtung Terrasse schaut, erkennt, wie der Raum über die Schwelle hinweg weitergedacht wurde. Der Außenbereich nimmt diese Linie auf und setzt sie mit anderen Mitteln fort.
Die verglasten Öffnungen lenken den Blick von der Küche in den Garten und zurück in den Wohnbereich. Dadurch wird die Kochzone nicht zum abgeschlossenen Arbeitsort, sondern zum Mittelpunkt der Wege im Haus. Die Glasfront Küche steht dabei nicht isoliert, sondern als Teil einer größeren räumlichen Abfolge. Sichtbezüge, Materialwechsel und die Öffnung zur Terrasse greifen ineinander, ohne dass der Entwurf laut werden muss.
Eine Küchenwand mit klarer Präsenz
Die maßgefertigte Küchenwand bildet im Bild einen festen Hintergrund für die alltägliche Nutzung. Nischen, Fronten und die integrierte Kochzone ordnen sich entlang einer einzigen Fläche. Genau diese Ruhe macht die Küche stark. Sie zieht den Blick an, weil sie nicht aufdrängt, sondern bündelt. Im Zusammenspiel mit der Glasfront entsteht eine präzise Kante zwischen Innenraum und Außenraum, die das gesamte Projekt zusammenhält.
So wirkt die Modernisierung des Hauses nicht wie eine lose Aneinanderreihung neuer Elemente, sondern wie eine klare Neuverteilung von Licht, Material und Raumtiefe. Der seitliche und rückwärtige Anbau erweitert den Bestand, die Lichtstraten und Doppeltüren öffnen ihn, und die Küche markiert den Mittelpunkt des täglichen Lebens. Mit Wohnbeton, Stahl-Holz-Details und der fortlaufenden Materialspur bis in den Garten bleibt das Haus als Ganzes ablesbar – nur eben in einer deutlich jüngeren Fassung.
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