Durchgehender Betonboden und Beton-Terrasse in einer modernen Anbau-Lösung
Die durchgehender Betonboden prägt den ersten Eindruck dieses Projekts. Eine graue Fläche zieht sich ohne sichtbaren Bruch von der Küche bis auf die Terrasse. Genau dieser Schritt prägt die neue Anbau-Lösung: Der durchgehende Betonboden wurde nach außen weitergeführt, sodass innen und außen als eine zusammenhängende Ebene gelesen werden. Im Basisgrau bleibt die Oberfläche ruhig, während die große Glasöffnung den Blick auf den Übergang lenkt. Der Effekt ist klar spürbar: Die Fläche wirkt weiter, als sie auf den ersten Blick ist.
durchgehender Betonboden als architektonischer Ausgangspunkt
Der Übergang ist nicht inszeniert, sondern direkt ablesbar. Dort, wo früher die alte Erweiterung stand, liegt heute ein moderner Anbau mit gevlindertem Betonboden und einer Beton-Terrasse auf gleicher Linie. Die Bodenfläche setzt an der Innenkante an und läuft bis an die Terrassenzone heran. Durch diese durchgängige Betonoptik verschwindet die harte Trennung zwischen Wohnraum und Außenbereich. Das Auge folgt dem Boden, nicht dem Türrahmen.
Besonders deutlich wird das in den Öffnungen mit schwarzen Rahmenprofilen. Sie schneiden sich präzise in die helle und dunklere Grauwerte des Betons, ohne die Fläche zu unterbrechen. Der Betonboden in Basisgrau bildet dabei die ruhige Grundlage. Nichts lenkt von der Lage der Platten, der Kante oder dem Anschluss an den Außenbereich ab. Genau das gibt der Erweiterung ihre Klarheit.
Beton-Terrasse und Innenboden als eine Fläche gelesen
Die Beton-Terrasse übernimmt die Sprache des Bodens im Inneren. Statt draußen einen eigenen Belag zu setzen, wurde der Beton optisch weitergezogen. Dadurch entsteht nicht nur eine enge Verbindung zur Architektur, sondern auch ein spürbar größerer Eindruck der Fläche. Die Terrasse sitzt direkt an den großen Öffnungen und wirkt wie eine Verlängerung des Raums, nicht wie ein angehängtes Element. Gerade bei einem Anbau ist diese Verschiebung wichtig, weil sie die Schwelle fast auflöst.
Die geglättete Oberfläche zeigt sich in einem gleichmäßigen, leicht reflektierenden Bild. Das Licht fällt flach darüber und macht die Fuge, die Kante und die Tiefe des Graus lesbar. In dieser Umgebung braucht der Beton keine zusätzliche Wirkung. Er übernimmt die Rolle des verbindenden Materials und hält den Blick auf der Linie zwischen Boden und Außenfläche. So entsteht eine durchgängige Betonoptik, die den Raum streckt.
Helles Grau, dunkle Profile, klare Konturen
Die Glasfronten bringen eine präzise Kontur in die Szene. Schwarze Rahmen zeichnen die Öffnungen nach und setzen sich deutlich vom Betonboden und den hellen Wandflächen ab. Dahinter liegen Holzlamellen an Decke und Wand, die dem Aufbau ein anderes Maß geben. Die Latten brechen die Härte der mineralischen Flächen, ohne sich in den Vordergrund zu schieben. Gerade im Zusammenspiel mit dem Betonboden wird ihre Richtung wichtig: horizontal über dem Sitzbereich, vertikal an den Flächen.
Auch im Übergang zur Terrasse bleibt dieses Wechselspiel sichtbar. Beton, Glas und Holz treffen auf engem Raum zusammen, aber jedes Material behält seine Aufgabe. Der Boden verbindet, das Glas öffnet, das Holz schichtet den Raum. Aus der Nähe zeigen die Oberflächen ihre Unterschiede klar: der flächige Beton, die feine Struktur der Lamellen, die glatte Linie der Rahmen. Das Ergebnis ist kein Effekt um seiner selbst willen, sondern eine präzise gesetzte Raumkante. So wird die durchgehender Betonboden Teil der architektonischen Wirkung.
Holzlamellen geben dem Anbau ein anderes Tempo
Über dem Außenbereich läuft ein Holzlamellenplafond unter dem Überstand weiter. Die regelmäßige Folge der Latten bringt Rhythmus in den horizontalen Aufbau und markiert den geschützten Bereich vor der Glasöffnung. Von unten betrachtet wirkt die Decke nicht schwer, obwohl Beton und Glas die Szene bestimmen. Das Holz nimmt dem Übergang die Strenge, ohne ihn zu verkleiden. Gerade deshalb funktioniert die Kombination aus Beton und Holzlamellen so gut: Das eine ordnet, das andere gliedert.
Im Inneren taucht dieses Material erneut auf, diesmal als Wandfläche hinter der Küchenzone. Die Lamellen oder Paneele bilden einen ruhigen Hintergrund für Schränke und Arbeitsbereich. Davor bleibt der Betonboden in Basisgrau sichtbar und hält die gesamte Zone zusammen. So entsteht ein Wechsel von glatter Fläche, feiner Rillenstruktur und klarer Glaslinie. Die Materialien sprechen nicht laut, aber sie sind eindeutig lesbar.
Von der Küche auf die Terrasse in einem Schritt
Die Perspektive aus der Küche zeigt am deutlichsten, wie der durchgehende Betonboden arbeitet. Der Blick geht über den glatten Boden direkt nach draußen, wo die Beton-Terrasse auf derselben visuellen Ebene liegt. Dazwischen steht keine Schwelle, die den Raum stoppt. Stattdessen setzt die Öffnung den Weg fort, und die Außenfläche wird Teil des täglichen Blickfelds. Das ist weniger eine Geste als eine präzise räumliche Entscheidung.
Auch die Betonwände und kolbenartigen Elemente an der Seite der Öffnungen unterstützen diese Lesart. Sie rahmen die Glasflächen und geben der Erweiterung Gewicht, während der Boden durchläuft. Das Licht auf dem Beton verändert sich je nach Standpunkt leicht, bleibt aber immer zurückhaltend. So kommt die Geometrie besser zur Geltung: Boden, Rahmen, Decke und Wand greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu überlagern.
Ein moderner Außenbereich ohne harte Zäsur
Der moderne Außenbereich lebt hier von einer einfachen, aber wirkungsvollen Verschiebung: Die Bodenfläche endet nicht am Fenster, sondern nimmt die Terrasse mit. Dadurch wirkt der Anbau offener und die Nutzfläche größer, ohne dass dafür ein auffälliges Gestaltungsmittel nötig wäre. Die Beton-Terrasse ist kein Zusatz, sondern die Fortsetzung des Raums. Gerade in Verbindung mit dem Basisgrau erhält die Fläche eine ruhige Präsenz, die die Glasöffnung noch stärker betont.
Von außen ist vor allem die Ordnung der Materialien sichtbar. Holz unter dem Überstand, Beton an Wand und Boden, Glas als verbindende Schicht dazwischen. Diese klare Folge trägt das Projekt. Der durchgehende Betonboden bleibt dabei der wichtigste Zug: Er nimmt den Innenraum mit nach draußen und lässt den Anbau als eine zusammenhängende räumliche Figur erscheinen. Wer den Boden liest, versteht die Architektur sofort. So wird die durchgehender Betonboden Teil der architektonischen Wirkung.
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