Elektro-Kamin als Raumteiler
Zwischen Wohn- und Essbereich steht ein Elektro-Kamin als Raumteiler, der nicht wie ein klassischer Einbau wirkt, sondern wie ein bewegliches Möbelstück im Raum. Das schwarze, rechteckige Flammenfenster sitzt in einem weißen Körper und setzt einen klaren Kontrast zur ruhigen Fläche des Schranks. Durch die Drehfunktion verändert sich der Blick, ohne dass die mittlere Zone an Präsenz verliert. Genau dort liegt der Reiz dieser Lösung: Der Kamin markiert die Mitte und bleibt von beiden Seiten ablesbar.
Ein Drehpunkt für zwei Nutzungen
Der drehbare elektrische Kamin übernimmt hier mehr als nur eine dekorative Aufgabe. Auf der einen Seite gibt das Flammenfenster den Blick auf das Feuer frei, auf der anderen Seite ist Platz für einen Fernseher vorgesehen. So entsteht eine Raumteilung, die nicht mit einer geschlossenen Wand arbeitet, sondern mit Durchlässigkeit und wechselnden Blickachsen. Der 360 Grad Drehteller unter dem Maßmöbel macht diese doppelte Nutzung überhaupt erst möglich. Das Möbel bleibt dabei geschlossen genug, um den Raum zu ordnen, und offen genug, um Durchblicke zuzulassen.
Im Alltag verändert schon eine kleine Drehung die Wirkung des gesamten Bereichs. Das schwarze Frontfeld rückt näher an die jeweils genutzte Seite, während die Rückseite den Übergang zum nächsten Raum begleitet. Der Elektro-Kamin als Raumteiler wird damit zum stillen Gelenk zwischen zwei Aufenthaltszonen. Sichtbar bleibt immer auch die weiße Volumenform des Möbels, die den Kamin nicht als Einzelobjekt behandelt, sondern als Teil einer durchgehenden Einbaulösung.
Maßgefertigter Schrank mit Nischen und Einbauleuchten
Das Möbel um den Kamin ist als maßgefertigter Schrank mit Nischen ausgeführt. Auf beiden Seiten sitzen zwei offene Fächer mit Regalböden, die das Volumen auflockern und kleine Gegenstände aufnehmen können. Die Nischen schneiden präzise in die weiße Front und geben dem großen Körper Maß. Statt einer glatten, geschlossenen Wand entsteht eine Abfolge aus geschlossenen Flächen, Aussparungen und offenen Zonen. Diese Staffelung nimmt dem Raumteiler Schwere und lässt ihn zugleich als gebautes Element erscheinen.
Zur Fensterseite hin läuft eine elegante Blende mit Einbau-Spotlights. Das Licht liegt nicht sichtbar im Vordergrund, sondern sitzt in der Kante des Aufbaus und zeichnet die Geometrie des Möbelkörpers nach. Gerade in den offenen Nischen fällt auf, wie die Beleuchtung die Innenkanten ablesbar macht. Dort wirken die Regalböden nicht wie bloße Einteilungen, sondern wie kleine Schattenfugen im weißen Volumen. Die Lichtführung ist zurückhaltend, aber sie sorgt dafür, dass der Schrank auch bei Dunkelheit klar lesbar bleibt.
Der schwarze Flammeneinsatz im weißen Volumen
Das Flammenfenster ist rechteckig gefasst und sitzt als schwarzer Einsatz in der hellen Schrankwand. Diese Kombination lenkt den Blick sofort auf die Öffnung, ohne den Rest des Möbels zu überladen. Der schwarze Rahmen funktioniert wie eine Linie im Raum; er bündelt den Blick und lässt die Feuerzone präzise erscheinen. Im Zusammenspiel mit dem hellen Korpus wirkt der Elektro-Kamin als Raumteiler sehr klar in seiner Silhouette. Gerade diese Spannung zwischen dunklem Einsatz und weißer Fläche trägt das gesamte Projekt.
Auch aus der Nähe bleibt die Konstruktion ruhig. Keine breite Verkleidung, kein überladener Aufbau, sondern ein kompakter Ausschnitt im Maßmöbel. Der schwarze Flammeneinsatz steht leicht zurück und betont damit die Tiefe des rechteckigen Fensters. So entsteht ein Bild, das eher an eine architektonische Öffnung erinnert als an ein einzelnes Gerät. Das passt zur Funktion als Raumteiler: Der Kamin ist Teil einer räumlichen Ordnung, nicht nur ein Objekt an der Wand.
Durchblicke zwischen Wohnen, Essen und Kochen
Zwischen den Zonen bleibt der Blick offen. Über die Aussparungen und Übergänge der Schrankwand sieht man in den angrenzenden Bereich, in dem Essen und Kochen mit dem Wohnraum in Kontakt stehen. Die Konstruktion teilt also, ohne den Raum vollständig abzuschneiden. Gerade das macht den drehbaren elektrischen Kamin so wirkungsvoll: Er hält die Mitte besetzt, lässt aber die Verbindungen an den Seiten bestehen. Das Möbel wird damit zum räumlichen Filter, nicht zur Barriere.
Die offene Passage neben dem Kamin zeigt, wie gezielt die Volumen gesetzt wurden. Weiß lackierte Flächen wechseln mit dunklen Einschnitten, und dazwischen öffnen sich die Nischen wie kleine Zwischenräume im Möbelfeld. Der 360 Grad Drehteller bleibt dabei unsichtbar, aber seine Funktion ist im Raum sofort nachvollziehbar. Wer an der einen Seite sitzt, erlebt den Kamin frontal; wer an der anderen Seite steht, nimmt denselben Körper aus einem anderen Winkel wahr. Die Konstruktion lebt von dieser Verschiebung.
Material und Linie statt Überlagerung
Die Materialwirkung bleibt reduziert: weißes Möbelflächenvolumen, schwarzer Kaminrahmen, dazu Holz, Glas und ein steinähnliches Paneel im Umfeld. Diese Mischung reicht aus, um dem Raum Tiefe zu geben. Der helle Korpus hält die Fläche ruhig, während das dunkle Kaminfenster den Mittelpunkt markiert. Auf dem Boden läuft Holz in einem gleichmäßigen Ton durch, was die Längsrichtung des Raumes unterstützt. Nichts daran wirkt schwer, obwohl der Raumteiler eine deutliche Präsenz hat.
Bemerkenswert ist die Art, wie die Kanten ausgeführt sind. Die Blende mit den Einbau-Spotlights bildet einen klaren Abschluss, die Nischen schneiden sauber in den Körper, und das schwarze Rahmenfeld des Kamins bleibt präzise begrenzt. Gerade in einem offenen Wohnraum ist diese Klarheit wichtig: Der Blick braucht Orientierung, ohne dass die Einbauten hart wirken. Das Projekt zeigt, wie ein Elektro-Kamin als Raumteiler durch genaue Proportionen und ruhige Flächen funktioniert.
Ein Möbel, das den Raum nicht verstellt
Obwohl die Schrankwand großflächig ist, nimmt sie dem Raum nicht die Weite. Die offenen Nischen und die Durchgänge lassen Luft zwischen den Bereichen, und die Drehfunktion hält die Mitte beweglich. Dadurch kann das Möbel auf zwei Seiten gelesen werden, ohne doppelt zu wirken. Der Elektro-Kamin als Raumteiler bleibt das zentrale Motiv, aber er steht nie isoliert. Er ist eingebettet in ein maßgefertigtes System, das Stauraum, Präsentationsflächen und Licht zusammenführt.
Die Wirkung entsteht am Ende gerade aus der Zurückhaltung. Der Kamin ist nicht als markantes Einzelstück inszeniert, sondern als Teil einer präzisen Einbausituation mit Schrank, Nischen und Lichtkante. Wer den Raum betritt, sieht zuerst die schwarze Öffnung im weißen Körper, dann die Durchgänge, dann die seitlichen Fächer. Aus dieser Abfolge entwickelt sich die eigentliche Qualität des Projekts: ein Drehpunkt, der den Raum gliedert und ihn gleichzeitig offen hält.
Projektreferenz mit klarer Mitte
Als Referenz für einen modernen Wohnraum zeigt diese Lösung, wie ein drehbarer elektrischer Kamin und ein maßgefertigter Schrank mit Nischen zusammenarbeiten können. Die Einbau-Spotlights markieren die Kante zur Fensterseite, der 360 Grad Drehteller hält die Nutzung flexibel, und der schwarze Flammeneinsatz setzt den visuellen Schwerpunkt. So entsteht eine Raumteilung, die nicht laut auftritt, sondern über Form, Öffnung und Blickführung überzeugt. Gerade darin liegt die Stärke dieser Innenraumlösung.
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