Farbprobenwand und maßgefertigte Einbauten im Showroom
Die Farbprobenwand zieht den Blick sofort an sich: kleine Felder in vielen Tönen sitzen in einem schwarzen Raster und ordnen den Raum wie ein grafisches Muster. Davor stehen weiße Theken und Einbauten mit klaren Kanten, die den Eindruck der Fläche noch präziser machen. Holz, Glas, Beton und Stahl liegen nicht nebeneinander als Dekor, sondern als sichtbare Bausteine eines modernen Showrooms, in dem die Präsentation der Materialien selbst zur Raumfigur wird.
Die Farbprobenwand als Zentrum des Raums
Rund um die Farbprobenwand bleibt die Sprache des Interieurs zurückhaltend. Das schwarze Stahlsystem setzt einen harten Rahmen, während die vielen Proben in kleinen, gleichmäßigen Segmenten fast wie ein farbiges Archiv wirken. In den Perspektiven der Fotos läuft die Wand über große Strecken weiter, sodass sie nicht als einzelne Präsentationsfläche erscheint, sondern als durchgehende Ordnung im Raum. Genau dieses Raster gibt dem Showroom-Innenraum seinen klaren Schwerpunkt.
Die Oberfläche lebt von Wiederholung. Jede Probe sitzt in einem Fach, jede Reihe nimmt eine andere Nuance auf, und gerade diese Regelmäßigkeit macht die Wand lesbar. Neben der schwarzen rasterwand wirken die angrenzenden Flächen ruhig: Betonboden, weiß lackierte Elemente und glatte Glaszonen nehmen sich zurück, damit die Farben nicht im Lärm anderer Materialien untergehen. Der Raum zeigt, wie eine Präsentationswand selbst zum dominierenden Möbelstück werden kann.
Weiße Theken und Einbauten als ruhige Gegenpole
Im Vordergrund stehen weiße Theken und weiße Einbauten mit schmalen Linien und verdecktem Stauraum. Sie ziehen sich als Blöcke durch das Interieur und brechen die strengere Geometrie der Wand nicht auf, sondern führen sie weiter. Die Kanten bleiben sauber, die Flächen glatt. In mehreren Bildern stehen diese Elemente frei im Raum, sodass ihre Volumen klar ablesbar sind. Genau hier zeigt sich die Wirkung von maßgefertigte Einbauten: Sie strukturieren, ohne das Blickfeld zu überladen.
Auch die dunklen Griffe und einzelnen Glasdetails gehören zu dieser Zurückhaltung. Statt sich in den Vordergrund zu spielen, halten sie die Objekte lesbar und geben den weißen Volumen eine technische Präzision. Die modernen showrooms theken funktionieren dabei wie Ankerpunkte zwischen Wand und Laufweg. Sie schaffen Ablage, Präsentation und Orientierung in einer einzigen, strengen Form.
Glas als trennende und verbindende Schicht
Mehrere Bilder zeigen Glasflächen, die als Wand, Abdeckung oder Abgrenzung eingesetzt sind. Die glas präsentationswand lässt den Raum offen wirken, ohne seine Zonen aufzulösen. Schwarze Rahmen fassen die Scheiben ein und wiederholen den Kontrast, der auch an der Farbwand sichtbar ist. Dadurch entstehen Durchblicke, die den Showroom tiefer wirken lassen und gleichzeitig die einzelnen Bereiche voneinander trennen.
Besonders in den langen Raumachsen spielt das Glas mit dem Tageslicht. Es nimmt Reflexe auf, zeichnet Kanten nach und legt eine feine Schicht über die klaren weißen Einbauten. Zusammen mit den Stahlrahmen ergibt das eine präzise Linie zwischen Offenheit und Abgrenzung. In diesem Zusammenspiel werden die Materialien showroom interieur nicht dekorativ verteilt, sondern wie ein räumliches System eingesetzt.
Die Decke bleibt sichtbar und prägt die Stimmung
Über dem offenen Aufbau liegt eine industrielle Decke mit sichtbaren Balken und linearen Leuchten. Die Installation läuft nicht verdeckt, sondern bleibt Teil des Bildes. Schwarze Träger und Lichtlinien strecken den Raum und geben den langen Ansichten eine ruhige Richtung. Statt die Decke zu kaschieren, nutzt das Interieur ihre Struktur als Teil der Gestaltung. Das passt zur sachlichen Wirkung der schwarzen rasterwand und der weißen Möbelelemente.
Die Lichtführung ist dabei mehr als nur Beleuchtung. Sie legt Achsen in den Raum und begleitet die Wege zwischen Wand, Balie und Glaszone. In den Detailbildern erscheinen auch einzelne runde und hängende Leuchten, die den industriellen Charakter ergänzen, ohne die klare Geometrie zu stören. So entsteht ein Innenraum, in dem die Decke nicht Hintergrund bleibt, sondern die Wahrnehmung der Fläche mitsteuert.
Stahlrahmen, Sichtachsen und der Übergang zur Galerie
Ein Treppen- und Galeriebereich erweitert den Showroom nach oben. Die schwarze Stahlbalustrade setzt eine schmale Linie am Rand der Öffnung, während die Blickführung weiter über die Etage läuft. Von hier aus wirken die Farbflächen und Einbauten noch geordneter, weil die Perspektive die Wiederholung der Raster betont. Der Übergang bleibt offen, aber nicht beliebig. Er macht die Raumtiefe sichtbar und verbindet die unteren Präsentationszonen mit dem oberen Laufbereich.
Gerade in diesem Teil des Projekts zeigt sich, wie stark die schwarze rasterwand als räumlicher Bezugspunkt funktioniert. Sie begleitet den Weg durch den Raum, taucht im Hintergrund auf und markiert immer wieder eine neue Haltung der Fläche. Die Treppe ist damit kein Solitär, sondern Teil einer zusammenhängenden Bewegung zwischen Wand, Galerie und Präsentation.
Materialwechsel zwischen Holz, Beton, Glas und Stahl
Der Boden aus Holz in langen Dielen trifft auf Betonflächen und auf die glatteren Zonen der Einbauten. Diese Kombination bleibt nüchtern, aber nicht kühl. Holz bringt eine sichtbare Maserung in den Raum, Beton hält die Fläche ruhig, Stahl zeichnet die Konturen, und Glas öffnet die Zwischenräume. Aus der Nähe sind diese Materialien klar unterscheidbar; aus der Distanz fügen sie sich in eine präzise Raumordnung ein. Das macht die Wirkung des modernen Showrooms aus.
In einer Küchen- oder Arbeitszone innerhalb des Projekts treten die weißen Inselblöcke stärker hervor. Dort stehen sie auf dem betonartigen Boden und greifen die strenge Linie der übrigen Einrichtung wieder auf. Die farbigen Akzente an den Wänden halten die Szene lebendig, ohne den Fokus zu verschieben. Auch hier bleibt die Farbprobenwand das visuelle Gegenüber, selbst wenn man sich in einem anderen Teil des Grundrisses befindet.
Außenflächen mit großen Glaspartien
Die Außenansichten zeigen große Glasflächen mit dunklen Rahmen und seitlichen Flächen aus Stein oder Backstein. Bei Abendlicht werden die Öffnungen noch deutlicher, weil die Innenbeleuchtung hinter dem Glas den Baukörper rhythmisch gliedert. Die Schichten aus Glas, dunklem Profil und massiver Seitenwand greifen die innere Klarheit des Projekts auf, ohne sich in eine eigene Geste zu lösen. So bleibt der Bezug zum Innenraum lesbar, auch wenn der Blick nach draußen wandert.
Besonders auffällig ist die Kante zwischen dem transparenten Bereich und den geschlossenen Seiten. Sie wiederholt den Kontrast, der auch im Inneren präsent ist: offenes Glas gegen schwarze Rahmung, ruhige Fläche gegen farbiges Raster. Damit schließt das Projekt die Linie zwischen Innen und Außen über ähnliche Mittel, aber ohne sie gleich zu machen. Die Folge ist eine klare, gut ablesbare Architektur für einen Showroom, in dem Präsentation und Raum fast untrennbar wirken.
Die einzelnen Bilder machen diese Struktur aus verschiedenen Blickwinkeln sichtbar: einmal frontal auf die Farbprobenwand, dann entlang der langen Achse mit den linearen Leuchten, dann wieder über die Galerie oder durch die Glaszone. Gerade diese Wechsel zeigen, wie konsequent die Raumteile aufeinander bezogen sind. Die glas präsentationswand, die weißen Einbauten und die industrielle Decke geben dem Interieur eine feste Ordnung, während die Farben in den Rasterfeldern den Rhythmus setzen. So bleibt der Showroom nicht als einzelne Szene hängen, sondern als Folge klarer räumlicher Bilder.
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