Guy de Vos

Haus sanieren und in eine luxuriöse Stadtvilla verwandeln – 1919

Schon in der Küche zeigt sich, wie konsequent das Haus sanieren und in eine luxuriöse Stadtvilla verwandeln hier umgesetzt wurde: ein zentral platziertes Kochmöbel mit Insel, eine Arbeitsfläche in Marmoroptik und darüber eine lineare Leuchte, die den Raum ruhig gliedert. Dunkle Holzpaneele fassen die Zone ein und geben dem modernen Ausbau Gewicht. Zugleich bleiben die ursprünglichen Elemente des Herrensitzes spürbar, weil sie nicht überdeckt, sondern sichtbar erhalten und restauriert wurden. Genau dieser Wechsel aus Alt und Neu trägt das gesamte Projekt.

Ein Herrensitz von 1919, neu gelesen

Das ursprüngliche Haus stammt aus dem Jahr 1919 und wurde nicht als leere Hülle behandelt. Die Sanierung eines Stadtvilla-Hauses setzt hier auf das Weiterverwenden vorhandener Substanz: erhaltene Details treffen auf klar gesetzte neue Einbauten. In den Übergängen zwischen Wandflächen, Öffnungen und Einbauten bleibt der historische Rahmen lesbar, während die Raumfolge deutlich straffer wirkt. Die Renovierung der Stadtvilla zeigt sich deshalb nicht in lauten Gesten, sondern in präzisen Eingriffen, die das Haus in eine andere Nutzung übersetzen.

Besonders deutlich wird das an den Wandflächen mit dunklem Holz. Sie ziehen sich wie eine zweite Schicht durch den Innenraum und geben den Räumen Kontur. In der langen Gangzone sind sie hoch geführt, mit eingelassenen Lichtpunkten an der Decke. Am Ende erscheinen Glasflächen und dekorative Fensterdetails wie ein ruhiger Abschluss. Diese Sequenz macht die Herrensitz Renovierung 1919 greifbar: nicht als nostalgische Kulisse, sondern als sorgfältig geführte Verbindung von Bestand und neuem Ausbau.

Die Küche liegt mittig und ordnet den Grundriss

Die maßgefertigte Küche mit Insel steht nicht an der Seite, sondern im Zentrum des früheren Wohnraums. Das verändert die Wahrnehmung der Fläche sofort. Die Arbeitszone bleibt offen, gleichzeitig erhält sie durch die Insel eine klare Mitte. Das Naturstein- beziehungsweise Marmoroptik-Element auf dem Kochblock setzt einen kühlen, glatten Akzent gegen die dunklen Holzflächen. Die Küche mit Naturstein/Marmoroptik wirkt dabei nicht dekorativ, sondern funktional gegliedert: Arbeiten, Abstellen und Ankommen laufen in einer kompakten Zone zusammen.

Über der Insel zieht sich eine schlanke Lichtlinie, die den Arbeitsbereich präzise markiert. Darunter lassen sich die Fronten und die umliegenden Wandverkleidungen ruhig lesen. Die dunklen Holz-Wandpaneele nehmen dem Raum keine Helligkeit, sondern bündeln die Konturen. Auch die eingebauten Glasvitrinen passen in dieses Bild. Sie nehmen Geschirr oder Objekte auf, ohne die Wand zu schließen, und lassen den Ausbau leichter wirken. So wird aus der zentralen Küche ein klarer Drehpunkt für das gesamte Projekt.

Offene Fächer, Glasfronten und ruhige Linien

Die Einbaubare Glas Vitrinen fallen durch ihre glatten Fronten und die eingebauten Regalböden auf. Sie sitzen in den Wandachsen, statt als lose Möbelstücke im Raum zu stehen. Dadurch bleibt die Küche mit Insel lesbar, während zugleich Stauraum und Präsentationsfläche entstehen. Diese Zurückhaltung passt zu den übrigen Details: keine überladenen Griffe, keine laute Formensprache, sondern klare Flächen, dunkles Holz und eine sachliche Linienführung.

Der Wohnbereich öffnet sich in den neuen Anbau

Der Wohnbereich liegt in einem neu gebauten modernen Anbau. Große Glasflächen bestimmen dort die Wirkung stärker als jedes einzelne Möbelstück. Das Tageslicht fällt breit ein und zieht den Blick Richtung Garten. Der Raum gewinnt seine Spannung aus der Grenze zwischen innen und außen: drinnen liegen Holzparkett, Wandflächen und scharf geschnittene Öffnungen; draußen liegt der Garten nur wenige Schritte entfernt. Genau dadurch entsteht die fast irritierende Illusion, man sitze bereits im Freien.

Die großen Glasflächen nehmen dem Anbau nichts von seiner Ruhe. Im Gegenteil: Sie lassen die Fläche weit erscheinen, weil sie den Blick nicht brechen. Die Wohnzone bleibt klar ablesbar, obwohl sie visuell weit in den Garten hineinreicht. Zwischen den Fensterachsen und den hellen Wandteilen zeigt sich, wie sorgfältig der Wohnbereich mit großen Glasflächen in das Haus eingebunden wurde. Das neue Volumen steht dabei nicht im Widerspruch zum Bestand, sondern verschiebt seine Mitte in Richtung Licht.

Ein Raum zwischen Schärfe und Rückhalt

Auch die Materialien arbeiten hier mit Kontrasten, nicht mit Effekten. Das dunkle Holz taucht wieder auf, aber nun gedämpfter und ruhiger. Dazu kommen glatte Wandflächen, die den Blick auf die Fenster lenken. Diese Reduktion macht die Wohnzone lesbar und hält sie offen für das Licht, das von den Glasflächen hereinkommt. Der Anbau wirkt dadurch nicht wie ein Zusatz, sondern wie die logische Fortsetzung des sanierten Hauses.

Die Main Suite fasst Schlafen, Ankleide und Bad zusammen

Die main suite ist als zusammenhängende Folge angelegt: Schlafzimmer, Ankleide und Badezimmer liegen nah beieinander und greifen visuell ineinander. Das Schlafzimmer öffnet sich mit großen, modernen Fenstern zum Garten. Von dort aus geht der Blick hinaus, nicht auf eine dekorative Wand. Die Ankleide übernimmt die Rolle eines Übergangsraums, bevor das Bad beginnt. Diese Abfolge ist besonders lesbar, weil die Flächen nicht überladen sind und die Wege kurz bleiben. Haus sanieren und in eine luxuriöse Stadtvilla verwandeln bedeutet hier auch, Funktionen mit klaren Schwellen zu ordnen.

Im Badezimmer fallen zuerst die großformatigen Fliesen in Marmoroptik auf. Sie ziehen sich ruhig über Wand- und Bodenflächen und geben dem Raum eine zusammenhängende Oberfläche, ohne dass er starr wirkt. Das integrierte Waschtischmöbel nimmt diese Sprache auf: klare Front, ruhige Aufteilung, wenig visuelles Gewicht. Die Glasabtrennung der Dusche bleibt zurückhaltend und hält die Materialien sichtbar. Zusammen mit den dunkleren Holzelementen aus dem übrigen Interieur entsteht ein Bad, das nicht isoliert wirkt, sondern als Fortsetzung der Suite lesbar bleibt.

Die Herrensitz Renovierung 1919 wird in dieser Zone besonders deutlich, weil das Alte nicht als Zitat stehen bleibt. Stattdessen bekommt es eine neue Ordnung über Licht, Öffnungen und Materialwechsel. Die großen Fenster des Schlafraums, die Ankleide als Puffer und das Bad mit Marmoroptik-Fliesen bauen eine Kette von Räumen, die sich Schritt für Schritt öffnet. Gerade diese ruhige Staffelung verleiht der Gesamtplanung ihre Genauigkeit.

Materialwechsel statt lauter Inszenierung

Wer durch das Haus geht, trifft immer wieder auf dieselben Bausteine: dunkle Holz-Wandpaneele, Glasfronten, Naturstein- oder Marmoroptik und lineare Beleuchtung. Doch sie werden in jedem Raum anders eingesetzt. In der Küche sorgt das Inselmöbel für Konzentration, im Flur für Länge, im Wohnbereich für Transparenz und im Bad für eine geschlossene Fläche. So bleibt die Renovierung der Stadtvilla im Detail nachvollziehbar, ohne sich in Wiederholungen zu verlieren. Die Räume sprechen miteinander über Material und Maß, nicht über Effekte.

Gerade die eingebauten Vitrinen und das Wandpaneel im dunklen Holz zeigen, wie präzise der Innenausbau auf die Architektur reagiert. Nichts wirkt zufällig platziert. Gleichzeitig bleibt das Haus offen genug, um die ursprünglichen Spuren von 1919 wahrnehmbar zu halten. Wer sich für Haus sanieren und in eine luxuriöse Stadtvilla verwandeln interessiert, findet hier ein Beispiel dafür, wie ein Bestandshaus mit klaren Einbauten, großem Glas und wenigen, genau gesetzten Materialien neu lesbar wird.

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