Renovierung eines historischen Wohnhauses
Der neue Blick beginnt im Souterrain: weiße Fronten, ein langes Holzdetail und viel Tageslicht, das über die Glasöffnung von der Gartenseite hineinzieht. Genau dort setzt die Hausrenovierung an. Aus einem Haus von 1893 ist ein klar gegliedertes Wohnhaus mit offeneren Wegen, neuen Raumbezügen und präzise erneuerten Oberflächen geworden. Die Innenrenovierung ordnet die Etagen neu, ohne die vorhandene Substanz zu übertönen.
Fassade gereinigt, Innenleben neu geordnet
Der erste Eingriff war sichtbar und zurückhaltend zugleich. Die gereinigte Vorderseite zeigt wieder die originalen Fugen, sodass die historische Hülle nicht glattgezogen, sondern lesbar bleibt. Im Kontrast dazu steht das komplett erneuerte Innere mit neuen Einbauten, frischen Oberflächen und einem Anbau zur Gartenseite. Die Hausrenovierung arbeitet mit diesem Wechsel aus Bewahren und Eingreifen, statt ihn zu verstecken. Das Gebäude wirkt dadurch nicht museal, sondern bewohnt und klar strukturiert.
Die Geschichte des Hauses ist in den Schichten ablesbar. Nach dem Umbau von 1977 mit neuer Fundierung und Rückwand war das Interieur lange unverändert geblieben. Jetzt öffnet die Innenrenovierung die Räume wieder. Besonders deutlich wird das am Übergang zur Gartenseite: Der Anbau schafft eine direkte Verbindung nach draußen, die vom Souterrain aus spürbar wird. Licht, Sicht und Bewegung laufen dort auf eine Achse zusammen, die in den älteren Grundriss nicht eingeschrieben war.
Die Souterrain-Küche als neuer Mittelpunkt
Im unteren Geschoss liegt heute der stärkste Sammelpunkt des Hauses. Die Souterrain-Küche ist großzügig angelegt, mit einer Kücheninsel in der Mitte und einer Holzbar, die den Raum in Arbeitszone und Sitzplatz gliedert. Weiße, grifflose Fronten halten die Fläche ruhig, während das hitzebeständige Arbeitsblatt die Nutzung sichtbar macht. Die Küche mit Insel wirkt nicht als isolierter Einbau, sondern als Teil eines Raums, der sich über Material und Licht definiert.
Der Anschluss zum Außenraum ist hier keine Nebensache. Die vier-Jahreszeiten-Verglasung in der Erweiterung lässt sich vollständig öffnen und verschiebt die Grenze zwischen Innen und Garten. Wenn die Öffnung aufsteht, wird der lange Küchenraum durch Luft und Blick weitergezogen. Genau dadurch bekommt die Hausrenovierung ihre stärkste räumliche Geste: Der untere Bereich ist nicht mehr abgegraben oder abgeschlossen, sondern tritt in Beziehung zur Gartenseite. Das verändert auch die Art, wie man die Wege im Haus liest.
Grifflose Fronten und Holz als Gegengewicht
Die maßgefertigte Küche lebt von wenigen, klaren Handgriffen. Push-Pull-Auszüge, flache Linien und ein einheitlicher weißer Aufbau geben der Wand Ruhe, während das Holz der Bar den Raum markiert. Auf den Bildern verschwindet die Technik fast vollständig hinter den Fronten; sichtbar bleiben die Kanten, die Arbeitsflächen und das Zusammenspiel mit den Bodenplatten in Steinoptik. So wird aus der Souterrain-Küche kein Showroom, sondern ein präzise genutzter Alltagssraum mit klarer Oberfläche.
Bel etage und erste Etage bleiben lesbar
Die bel etage wurde nicht mit neuen Effekten überzeichnet. Stattdessen sind die ursprüngliche Vorder- und Hinterkammer wieder hergestellt worden. Diese Rückkehr zur alten Raumfolge ist wichtig, weil sie dem Haus eine klare Mitte gibt. Türen, Wandflächen und Übergänge bestimmen hier mehr als Möbel oder Dekor. Die Hausrenovierung respektiert damit die Proportionen des Bestands und ordnet die Räume so, dass sie wieder als getrennte, aber aufeinander bezogene Zimmer funktionieren.
Auf der ersten Etage liegt der private Bereich mit Hauptschlafzimmer, en-suite Bad und Ankleide. Zwei weitere Schlafzimmer ergänzen diese Ebene. Auffällig ist die akustische Deckenlösung im Hauptschlafzimmer: Ein frei abgehängtes, schallabsorbierendes Deckenelement reduziert die Härte des Raums und nimmt der Fläche optisch etwas von ihrer Höhe. Das ist kein dekoratives Detail, sondern eine stille Eingriffslinie, die man eher spürt als auf den ersten Blick liest. Die Innenrenovierung zeigt sich hier im Zusammenspiel von Ruhe, Maß und Material.
Ein ruhiger Übergang ins Bad
Auch das Bad folgt dieser klaren Haltung. Glas trennt die Dusche, ohne den Raum zu zerschneiden, und die helle Steinoptik auf Wand und Boden hält die Fläche zusammen. Ein breiter Doppelwaschtisch mit Holzton setzt einen warmen Gegenpol zu den glatten Flächen. Das Bad mit Glastrennwand wirkt dadurch offen in der Wahrnehmung, aber präzise in der Nutzung. Die Details sind zurückgenommen, doch sie strukturieren den Raum deutlich.
Materialwechsel statt schwerer Geste
Über die Bilder hinweg wiederholt sich eine präzise Materialfolge: weiße Flächen, Holz, Glas und Steinoptik. Diese Kombination trägt die Hausrenovierung mehr als einzelne Möbelstücke. In der Küche erscheinen die Einbauten schlank und horizontal, im Bad dagegen fassen die gläsernen Flächen und die hellen Fliesen den Raum enger. Der Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Zonen sorgt dafür, dass die Etagen unterschiedlich gelesen werden, ohne den Charakter des Hauses zu zerreißen. Jede Ebene bekommt eine eigene Temperatur, aber keine überladene Bühne.
Gerade in einem historischen Wohnhaus entscheidet die Raumführung über den Eindruck. Hier übernehmen Sichtachsen, Öffnungen und Einbauten diese Aufgabe. Die Innenrenovierung setzt auf klare Kanten und auf Punkte, an denen der Blick weiterläuft: durch die Glasöffnung zur Gartenseite, entlang der Kücheninsel oder über die gläserne Dusche hinweg. Das entspricht einer Architektur, die nicht laut auftritt, sondern den Grundriss lesbar macht. Der Anbau ist dabei mehr als zusätzliche Fläche; er verschiebt die Nutzung des Hauses in Richtung Licht und Garten.
Ein Haus, das die Etagen wieder voneinander trennt
Das Ergebnis der Hausrenovierung ist kein durchgängiger Großraum, sondern eine Folge von klar gefassten Abschnitten. Unten das gemeinschaftliche Leben mit Küche und Gartennähe, in der Mitte die klassischen Wohnräume, oben der private Bereich mit Bad, Ankleide und weiteren Zimmern. Diese Staffelung macht den Umbau nachvollziehbar. Die Räume stehen nicht im Wettbewerb miteinander, sondern übernehmen unterschiedliche Aufgaben, die man an Material, Öffnung und Proportion ablesen kann. Genau darin liegt die Qualität dieser Innenrenovierung.
Die sichtbaren Veränderungen sind sorgfältig verteilt. Die gereinigte Fassade hält den historischen Rahmen, der Anbau bringt Licht und Öffnung, und das erneuerte Interieur übersetzt beides in bewohnbare Räume. Wo früher ein unverändertes Inneres stand, zeigt das Haus heute eine klare Folge von Eingriffen, die aufeinander reagieren. Die Hausrenovierung bleibt damit lesbar: als Restaurierung, als Umbau und als präzise Innenrenovierung eines Wohnhauses, das seine Geschichte nicht versteckt, sondern neu organisiert.
Want to see more of Maxim Winkelaar? View the page of Maxim Winkelaar for even more great projects and company information.







