Massagestuhl mit Bedienbildschirm
Schon aus der Seitenansicht fällt der Massagestuhl mit Bedienbildschirm durch seine ruhige Form auf. Die rund gezeichnete Schale, der helle Bezug und die klar abgesetzte Bedieneinheit liegen dicht beieinander, ohne sich gegenseitig zu überlagern. Therapeutix wirkt nicht wie ein technisches Möbel mit aufgesetztem Panel, sondern wie ein sorgfältig aufgebautes Objekt, bei dem Fläche, Naht und Anzeige denselben Stellenwert haben. Die Fotos zeigen ihn in neutralen Farben, teils im Wohnkontext, teils in einer Ausstellungsumgebung.
Die geschlossene Form wird durch Nähte lesbar
Der Bezug ist eng über die Volumen gezogen, und genau dort setzen die Quilt- und Steppnähte an. Sie gliedern die großen Flächen in kleinere Felder, besonders im Rücken- und Schulterbereich, wo die Oberfläche am stärksten arbeitet. In der hellen Version wirkt der Massagestuhl fast cremig, in der dunkleren Ausführung tritt die Kontur stärker hervor. Die Nahtlinien sind nicht dekorativ im leeren Sinn; sie markieren Übergänge, Kanten und Zonen, die das Objekt lesbar machen.
Die Bildserie hält sich nah an diesen Details. Eine Naht läuft am Rand entlang, eine andere verdichtet sich in rautenartigen Feldern, und an mehreren Stellen zeigen sich saubere Übergänge zwischen den gepolsterten Paneelen. Der Massagestuhl mit Steppbezug bekommt dadurch eine präzise Oberfläche, die sich sowohl aus der Nähe als auch in der Gesamtansicht behauptet. Das Material erinnert visuell an Kunstleder; seine matte Glätte nimmt das Licht auf, statt es hart zurückzuwerfen.
Bedienbildschirm und integrierte Bedieneinheit am Sitz
Auf der Seite des Stuhls sitzt die Steuerung direkt am Körper des Möbels. Der Bildschirm ist deutlich sichtbar, daneben liegen Tasten und Anzeigen in einer kompakten Einheit. Ein Close-up zeigt eine Programmansicht mit Körpergrafik und einer Zeitangabe, ein anderes Panel markiert mit einer roten Leuchte und der Beschriftung AUTO den aktiven Zustand. Gerade diese sichtbare Steuerung prägt den Eindruck des Massagestuhl mit Bedienbildschirm: Die Bedienung ist nicht versteckt, sondern Teil der äußeren Ordnung.
Die integrierte Bedieneinheit wirkt wie ein festes Gegenstück zur weichen Polsterung. Zwischen den hellen Bezügen, den dunkleren Einschüben und den technischen Anzeigen entsteht ein klarer Kontrast. Kabel und Anschlussbereiche werden in den Detailaufnahmen nicht kaschiert, sondern als Bestandteil der Konstruktion sichtbar. So bleibt der Fokus auf dem Zusammenspiel aus Oberfläche und Kontrolle: Der Stuhl zeigt, wie seine Funktionen im Körper des Objekts mitlaufen, statt ihn zu unterbrechen.
Neutraler Farbton, klare Konturen
Die Farbwelt bleibt bewusst zurückgenommen. Creme, Beige, Weiß und dunklere Grautöne strukturieren die Ansichten, ohne den Raum zu dominieren. In der Showroom-Situation steht der Stuhl auf einem Boden aus Holz und Metallakzente tauchen in der Basis auf; im Wohnkontext wirkt er eher als ruhiger Block mit abgerundeten Kanten. Der Massagestuhl in neutralen Farben nutzt diese Zurückhaltung als Teil seiner Präsenz. Er zieht Blick und Hand über die Kontur, nicht über eine auffällige Farbe.
Besonders in den Gesamtaufnahmen fällt auf, wie geschlossen die Silhouette bleibt. Die Arm- und Seitenpartien laufen weich aus, die Basis steht leicht abgesetzt darunter, und die Rückenlinie biegt sich mit einem gleichmäßigen Schwung nach oben. Diese Form hilft dem Objekt, in unterschiedlichen Umgebungen lesbar zu bleiben. Ob neben einer hellen Wand oder auf dunklerem Untergrund: Die Kontur ist immer klar genug, um die Proportionen des Stuhls sofort zu erfassen.
Materialwahl mit Blick auf Dauer
Laut Projektangabe besteht der Massagestuhl aus ökologischen Materialien und ist so ausgelegt, dass er lange in gutem Zustand bleibt. Die Fotos unterstützen diesen Eindruck durch die sorgfältig gearbeiteten Oberflächen: saubere Kanten, dichte Nähte und eine Bezüge, die nicht lose wirken. Sichtbar sind zudem Metallteile in der Basis und eine präzise ausgeführte Verkleidung um die Technikbereiche. Die Materialkombination bleibt funktional lesbar, ohne nüchtern zu erscheinen.
Im Detail treten die unterschiedlichen Ebenen gut hervor. Der weiche Bezug zieht sich über die Polsterzonen, während die härteren Bauteile der Steuerung und der Unterkonstruktion einen technischen Rahmen bilden. Genau hier liegt die Stärke des Massagestuhl mit Bedienbildschirm: Er verbindet eine weiche Hülle mit sichtbaren Komponenten, die klar montiert und sauber gefasst sind. Nichts wirkt lose, nichts überdeckt die Form.
Rücken und Schulterzone mit sichtbarer Struktur
Im oberen Bereich sitzen runde, gitterartige Elemente, die in den Aufnahmen als Teil der Rücken- und Schulterzone erkennbar sind. Sie markieren einen Bereich, in dem die Oberfläche nicht glatt durchläuft, sondern unterteilt und technisch aufgeladen ist. Zusammen mit den Steppnähten entsteht dort die dichteste Stelle des Stuhls. Gerade hier zeigt sich, wie die integrierten Elemente in die Schale eingebaut sind, statt nachträglich angehängt zu wirken.
Die Nahaufnahmen aus diesem Bereich sind wichtig, weil sie die äußere Ordnung verständlich machen. Man sieht Übergänge zwischen Polster, Öffnung, Rand und Gehäuse. Der Relaxsessel als verwandte Sitzkategorie hilft beim Einordnen, doch Therapeutix bleibt sichtbar eigenständig durch die Kombination aus Bildschirm, Steppbezug und den markanten Zonen im Rückenbereich. Der Stuhl ist kein beiläufiges Sitzmöbel, sondern ein klar aufgebautes Produkt mit eigener Materiallogik.
Ein Produktbild zwischen Wohnraum und Ausstellung
Die Präsentation wechselt zwischen einem wohnlichen Hintergrund und einer eher ausstellungsartigen Umgebung. Dadurch lässt sich der Stuhl auf zwei Ebenen lesen: als Objekt im Raum und als Produkt mit präziser Oberfläche. Holzfußboden, neutrale Wandflächen und die kompakte Form des Stuhls bilden eine zurückhaltende Bühne. Der Innenausbau im weiteren Sinn wird hier nicht inszeniert, sondern dient als ruhiger Rahmen für die Kontur des Möbels.
Gerade diese Zurücknahme passt zur Idee des Projekts. Der Massagestuhl mit Bedienbildschirm zeigt keine laute Geste, sondern eine Reihe gut lesbarer Entscheidungen: sichtbar geführte Bedienung, gestepptes Polster, neutrale Töne und eine Konstruktion, die ihre Komponenten offen zeigt. Die Aufnahmen bleiben nah an der Oberfläche, und genau dort liegt die Qualität der Arbeit – in den Nähten, am Display, an den Kanten und in der ruhigen Gesamtform.
Fotografie – Tudor Gardos
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