Moderne Holzkamine mit Stahlverkleidung und Holzlagerung
Schwarzer Stahl fasst den Blick auf die Flammen in beiden Häusern, während sich die Räume offen um den Kamin legen. Ein Holzkamin steht hier nicht als einzelnes Objekt im Raum, sondern als Teil einer klaren Achse zwischen Küche, Essen und Wohnen. In der einen Wohnung sitzt eine dreiseitige Ausführung mit Liftdeur hinter einem maßgefertigten Rahmen; in der anderen ein Tunnelkamin, dessen Feuer von zwei Seiten sichtbar bleibt. Holzlagerung, Glas und Schornsteinpartie werden dabei selbst zu sichtbaren Bauteilen.
Drei Seiten Feuerblick im ersten Neubau
Die erste Wohnung arbeitet mit einem dreiseitigen Holzkamin, der vom Essbereich, von der Küche und vom Wohnzimmer aus gelesen werden kann. Die große Glasfläche zieht den Blick tief in den Feuerraum, ohne die klare Geometrie der weißen Wandflächen zu stören. Unter dem Kamin liegt ein Fach für Brennholz; darüber fasst ein Stahlrahmen die Öffnung präzise ein. So entsteht eine Anlage, die sich in die Raumkante einpasst und zugleich deutlich als Mittelpunkt des Wohnbereichs markiert.
Die Verkleidung setzt auf ruhige Kontraste. Helles Mauerwerk, dunkle Paneele und das flackernde Licht der Flammen bilden eine scharfe, aber nicht harte Folge von Flächen. Neben dem Kamin bleibt genug Wand, damit das Objekt nicht überladen wirkt. Die Brüstung des Feuerraums, der Rahmen und die Lagerung darunter greifen dieselbe Linienführung auf. Gerade in der Nähe der Küche wird sichtbar, wie stark die Sichtachsen dieses Haus prägen: Der Kamin begleitet den Übergang von Kochen zu Essen und Wohnen.
Stahlrahmen und Holzfach als Teil der Konstruktion
Das Holzfach unter der Feuerstelle ist nicht nachträglich angefügt, sondern Teil der gesamten Kaminanlage. Die gestapelte Holzmenge bringt ein weiteres Material ins Bild und bricht die glatten Flächen der Verkleidung. Darüber liegt die brandgeschützte Ausführung, die den Kamin sauber in den Baukörper einbindet. Am Rand der Wand zeigt sich zudem eine bekleidete Fläche, die den Übergang zum übrigen Innenraum aufnimmt. Dadurch wirkt der Kamin nicht schwer, obwohl er visuell klar präsent bleibt.
Auch der Blickwinkel ist hier wichtig. Der Kamin lässt sich nicht nur frontal wahrnehmen, sondern in der Bewegung durch den Raum. Von der Küche aus erscheint die Feueröffnung wie ein ruhiger Ankerpunkt; vom Essplatz aus steht sie etwas näher, fast wie ein Teil des Tischraums. Die Tapete des Auftraggebers setzt im Hintergrund einen weichen Gegentakt zur dunklen Stahlverkleidung. Dieses Nebeneinander aus Muster, Glas und Metall erklärt den Charakter der Wohnung besser als jedes allgemeine Etikett.
Tunnelkamin mit offenem Durchblick
Im zweiten Neubau steht ein Tunnelkamin, der das Feuer auf beiden Seiten freigibt. Die Anlage verbindet zwei Raumrichtungen, ohne den Blick zu blockieren. Links neben dem Kamin steht eine maßgefertigte Stahl-Holzlagerung, deren offene Fächer das Brennholz sichtbar lassen. Darüber steigt die Schornsteinpartie auf, allerdings nicht bis an die Decke. Genau dieser Abstand verändert die Wirkung im Raum: Die Konstruktion bleibt lesbar, aber sie schließt den Luftraum nicht ab.
Die sichtbare Schornsteinboezem gibt der Anlage eine technische Klarheit. Sie markiert die Vertikale, ohne den oberen Raumrand zu besetzen. Dadurch bleibt über dem Kamin Luft, und die Decke wirkt höher, als sie an dieser Stelle vermutlich ohnehin schon ist. Von der Küche aus gesehen zeigt sich die zweite Feuerstelle als Durchblick zwischen zwei Bereichen. Das Glas auf beiden Seiten macht den Holzkamin zu einem Verbindungselement, nicht zu einer Wand.
Die Holzlagerung links neben der Feuerstelle
Links vom Tunnelkamin sitzt die Lagerung für Holz als eigener, schmaler Baustein. Das Stahlgestell nimmt die gleiche dunkle Sprache auf wie der Kamin selbst und hält das Brennholz offen sichtbar. So entsteht ein sauberer Rhythmus aus Feuer, Lager und Schornstein. Nichts wirkt versteckt. Die Materialfolge ist direkt lesbar: Glas vor der Flamme, Stahl als Rahmen, Holz als Vorrat. Gerade in einem offenen Grundriss ist diese Klarheit wichtig, weil sie die große Fläche nicht mit zusätzlichen Verkleidungen überfrachtet.
Die zweite Anlage arbeitet stärker mit Transparenz als mit Volumen. Wo der dreiseitige Kamin eher als breite Präsenz im Wohnbereich steht, setzt der Tunnelkamin auf Durchsicht. Das Feuer ist von zwei Seiten erlebbar, und die Raumbeziehung zwischen den angrenzenden Zonen bleibt erhalten. Auf den Bildern treffen helle Wände, dunkle Oberflächen und die warmen Flammen direkt aufeinander. Dazu kommen Küchenmöbel, Arbeitsplatte und Fensterpartien, die den Kamin in eine alltägliche Nutzungsszene einbetten.
Glas, Stahl und Feuer im selben Blickfeld
Beide Häuser zeigen, wie stark ein Holzkamin die Raumorganisation mitprägen kann, wenn er nicht als isoliertes Objekt gedacht wird. Die Stahl-Kaminverkleidung übernimmt die Kante, das Glas hält den Blick auf das Feuer offen, und die integrierte Holzlagerung erweitert die Anlage um ein sichtbares Nutzdetail. In der ersten Wohnung liegt der Fokus auf der Dreiseitigkeit; in der zweiten auf der Durchsicht. Gemeinsam ist beiden Lösungen die präzise Einbindung in weiße Wände, dunkle Einfassungen und klar geführte Sichtlinien.
Die Bilder zeigen außerdem, wie unterschiedlich die Feuerstellen im Alltag gelesen werden können. Mal sitzt der Kamin dicht am Essplatz, mal begleitet er den Übergang zur Küche. Mal steht die Holzlagerung unter dem Feuerraum, mal seitlich daneben. Mal reicht die Verkleidung kompakt bis an die umliegende Wand, mal bleibt die Schornsteinpartie bewusst sichtbar und endet vor der Decke. Genau diese Unterschiede machen das Projekt interessant: Zwei angrenzende Neubauten, zwei Holzkamine, zwei sehr eigene räumliche Antworten.
Im Zusammenspiel von Stein- oder Flächenverkleidung, Stahl, Glas und Brennholz entsteht kein lauter Effekt, sondern eine klare Ordnung im Innenraum. Die Feuerstellen geben den Wohnzonen ein Zentrum, ohne sie abzuschotten. Wer die Räume betrachtet, sieht zuerst die Flamme, dann den Rahmen, dann die Lagerung. Erst danach tritt das restliche Interieur zurück. So bleibt die Architektur ruhig lesbar, und der Holzkamin übernimmt die Rolle eines festen, funktionalen Bauteils innerhalb der offenen Wohnsituation.
Want to see more of Jos Harm exklusive Kamine? View the page of Jos Harm exklusive Kamine for even more great projects and company information.







