Moderner Wellnessgarten mit Whirlpool
Große Betonplatten, ein schmaler Schotterstreifen und dazwischen Trittsteine, die leicht versetzt liegen: So beginnt der Weg durch diesen Whirlpool im Garten. Der Außenraum ist nicht als eine einzige Fläche gedacht, sondern als Folge klarer Gartenzonen. Jede Zone hat eine eigene Kante, ein eigenes Material und einen eigenen Blickwinkel. Genau darin liegt die Wirkung dieses modernen Gartens, der mit Niveauunterschieden, Verbindungen aus Holz und Stein und einer privaten Wellnesszone arbeitet.
Gartenzonen statt einer großen Fläche
Die Gliederung des Gartens folgt dem Alltag einer Familie, die draußen liegen, essen und sich zurückziehen möchte. Vorn öffnet sich eine großzügige Betonterrasse mit viel Platz für einen Tisch, weiter hinten liegt eine Loungezone mit tiefer sitzenden Möbeln. Dazwischen verschieben Stufen und erhöhte Beete die Ebenen gegeneinander. So entstehen Übergänge, die nicht laut wirken, aber den Garten deutlich lesbar machen. Der Whirlpool im Garten ist nicht angehängt, sondern in diese Abfolge eingebettet.
Das Prinzip der Gartenzonen zeigt sich auch in den Blickachsen. Wer auf dem Essplatz sitzt, sieht auf die hellen Platten, auf die grün gefassten Beete und auf die überdachte Struktur darüber. Wer zur Lounge geht, wechselt vom geraden Laufweg in einen Bereich mit mehr Tiefe und Schatten. Der Garten nutzt die verfügbare Fläche dicht, ohne gedrängt zu wirken. Jede Entscheidung ist sichtbar an den Rändern: an den Einfassungen, an den Höhen, an den scharfen Linien der Beläge.
Der Whirlpool im Garten liegt geschützt
Der Wellnessbereich ist so angeordnet, dass von den Nachbarn kein direkter Einblick möglich ist. Das ist kein dekoratives Detail, sondern prägt die gesamte Ecke. Die Außendusche steht in derselben geschützten Zone, ergänzt durch erhöhte Betonkübel und eine dichte Pflanzung, die den Bereich optisch abschirmt. Dadurch wirkt der Whirlpool im Garten nicht wie ein freistehendes Objekt, sondern wie Teil einer klar gefassten Nische. Die Holzverkleidung des Beckens und die angrenzenden Betonflächen geben dem Bereich Halt.
Auch im Bildaufbau bleibt diese private Wellnesszone ruhig lesbar. Eine niedrige Mauer, die dunklen Holzflächen und die helle Kante der Terrasse treffen aufeinander und lenken den Blick in die Mitte der Zone. Dort liegt der Whirlpool, eingebettet zwischen harten Linien und weichen Pflanzflächen. Das Ergebnis ist kein offenes Schaustück, sondern ein Bereich, den man erst beim Näherkommen entdeckt. Gerade diese Zurückhaltung macht den Wellnessgarten so überzeugend.
Betonterrasse, Stufen und Schotter mit Trittsteinen
Die Materialwahl trägt den Garten. Auf der Loungeterrasse liegen graue Schellevis-Platten im Format 60 x 60 x 7 cm. Ihr Rand steht leicht über, sodass die Fläche fast schwebend wirkt. Daneben setzen die Stufen mit 100 x 40 x 20 cm einen klaren Höhenwechsel. Diese Garten mit Niveauunterschieden-Logik ist nicht versteckt, sondern bewusst sichtbar gemacht. Der Belag erklärt die Bewegung: hinauf, hinab, weiter zum nächsten Bereich.
Besonders präzise ist der lange Weg entlang des Whirlpools im Garten. Dort liegen großformatige Platten mit 100 x 100 x 12 cm, die den Laufweg strecken und beruhigen. In den Schotterflächen wechseln sich versetzte Elemente ab, die als Trittsteine funktionieren. Diese schotter mit trittsteinen-Lösung schafft Distanz zwischen den Zonen und hält die Wege trocken und klar. Nichts ist ornamental aufgeladen; die Fläche bleibt lesbar, weil Material und Fuge die Richtung vorgeben.
Ränder, die den Raum zusammenhalten
Die Kanten sind fast wichtiger als die Flächen selbst. Betonränder schließen die Beete sauber ab, während Holz am Lounge- und Wellnessbereich einen wärmeren Gegenschritt setzt. An einigen Stellen ragen die Platten minimal hervor, an anderen liegen sie bündig neben dem Schotter. So entstehen kleine Verschiebungen, die man beim Gehen spürt. Die Betonterrasse bleibt dabei das ruhige Rückgrat des Entwurfs, während die Schotterfelder und Wege die Bewegung aufnehmen.
Eine Pergola über dem Essbereich
Über dem Essplatz liegt eine Pergola über essbereich, die den Tisch in einen eigenen Raum fasst. Drei dieser pergolaartigen Elemente ordnen die Zone so, dass sie nicht wie ein lose gestellter Sitzplatz wirkt. Die Konstruktionen greifen die Höhe der angrenzenden Überdachung an der Hausseite auf. Dadurch liegt der Essbereich optisch fest im Garten, ohne dass er abgeschlossen wird. Von hier aus blickt man auf helle Terrassenplatten, auf die geraden Linien der Beete und auf die nächste Zone dahinter.
Der Tisch steht nicht mitten auf einer freien Fläche, sondern in einem genau bestimmten Feld aus Schatten, Belag und Pflanzen. Das verändert die Nutzung deutlich. Morgens und mittags bleibt der Platz unter der Pergola lesbar, am Abend wird er vom Rest des Gartens abgesetzt. Die Stützen, Querstreben und die dazwischen gesetzten freien Durchblicke geben dem Essbereich Struktur. So wird aus einer großen Terrasse ein Gartenraum mit klarer Adresse.
Grün zwischen den festen Flächen
Obwohl der Garten stark über veredelte Beläge und Betonflächen definiert ist, fehlt ihm nicht das weiche Gegenstück. Steeneichen, Siergräser und farbige Stauden brechen die großen Flächen in kleinere Abschnitte. Im Pflanzplan tauchen prachtkaars, Katzenkruid und duizendknoop auf; in der Wirkung liest man vor allem die unterschiedlichen Höhen und Texturen. Die Pflanzen sitzen nicht zufällig verteilt, sondern in gefassten Beeten und länglichen Streifen, die die harten Kanten begleiten.
Gerade an den Übergängen zwischen Terrasse, Schotter und Beet wird das sichtbar. Dort stehen die Gräser dicht genug, um die Linie zu mildern, aber nicht so dicht, dass sie den Garten verdecken. Die Pflanzung füllt die Zwischenräume, ohne den Eindruck von Offenheit zu verlieren. So bleibt der Außenraum trotz seines hohen Verhardungsanteils lebendig. Die Auswahl der Arten sorgt nicht für Fülle um ihrer selbst willen, sondern für eine klare Staffelung von Höhen und Oberflächen.
Loungezone mit Blick in die Tiefe
Hinter im Garten liegt die Loungezone, ein Ort mit niedrigen Sitzen und einer ruhigen Abendsonne. Der Wechsel von hellem Belag zu dunklerem Holz macht diesen Bereich sofort erkennbar. Hier ist der Blick länger, die Bewegungen sind langsamer, und die umgebenden Beete schieben sich enger an den Rand. Wer hier sitzt, erlebt den Garten nicht als Gesamtheit auf einmal, sondern in Schichten: Terrasse, Schotter, Pflanzung, Wand, Höhe.
Die Möbel stehen auf einer Fläche, die durch ihre Abmessungen großzügig wirkt, aber durch die Einfassung präzise bleibt. Das ist auch an den Übergängen zu erkennen: kein unnötiger Sprung, keine zufällige Kante, sondern ein klarer Wechsel von Material zu Material. Der Whirlpool im Garten, die Lounge und der Essplatz gehören dadurch zu einem gemeinsamen System, ohne sich gegenseitig zu übertönen. Der Garten bleibt ruhig, weil jede Zone ihre Aufgabe übernimmt.
Ein moderner Garten, der mit Tiefe arbeitet
Was diesen modernen Garten prägt, ist nicht eine einzelne Geste, sondern die Art, wie die Flächen zusammenlesen. Betonplatten, Schotter, Holz und Grün stehen in einem festen Verhältnis zueinander. Die drei Pergolen, die Stufen und die erhöhten Beete geben dem Plan ein Gerüst, das auch aus der Distanz verständlich bleibt. Aus der Nähe zeigen sich dann die Details: der leichte Überstand der Platten, die Fuge zwischen Schotter und Rand, die Schritte über die Trittsteine.
Der Whirlpool im Garten ist darin kein isoliertes Highlight, sondern Teil einer präzise aufgebauten Wellnesszone. Er liegt privat, eingebunden und klar erreichbar über einen Weg, der zwischen den Materialien vermittelt. Zusammen mit der Außendusche, den Gartenzonen und der Betonterrasse entsteht ein Außenraum, der nicht auf Effekte setzt, sondern auf räumliche Ordnung. Genau das macht den Entwurf lesbar: Jeder Abschnitt reagiert auf den nächsten, und doch behält jeder seine eigene Ruhe.
Fotografie – Robert Koelewijn
Beitragende
Tuinontwerp von: Taco Nas tuinontwerp
Anlage: Hoveniersbedrijf van Spreuwel
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