Nachhaltiges Interieur mit biobasierten und zirkulären Materialien
Helles Holz, gedeckte Töne und ein ruhiger Verlauf an der Wand setzen den Ton, noch bevor sich die obere Etage ganz erschließt. Das nachhaltige Interieur dieses Projekts lebt nicht von großen Gesten, sondern von klaren Flächen, präzisen Anschlüssen und Materialien, die im Alltag standhalten sollen. Aus der Erweiterung der ersten Etage ist eine Folge von Räumen geworden: ein Hauptschlafzimmer mit Bad en suite, zwei Kinderzimmer, ein Waschraum und ein Flur, der die Bereiche ordnet. Gerade diese Struktur macht die nachhaltige Renovierung lesbar.
Räume, die die Etage neu sortieren
Die Vergrößerung der ersten Etage hat die Nutzung der Wohnzone deutlich verdichtet, ohne sie zu überladen. Vom Flur aus öffnen sich die Räume in einer ruhigen Abfolge. Das Hauptschlafzimmer liegt nicht isoliert, sondern in engem Zusammenhang mit dem Bad en suite. Daneben stehen zwei Kinderzimmer und der Waschraum als funktionale Ergänzung. Das Ergebnis ist ein nachhaltiges Interieur, das auf kurze Wege und eine klare Raumaufteilung setzt, statt auf dekorative Umwege.
Diese Ordnung zeigt sich auch in den Übergängen. Wände, Decken und Einbauten bleiben zurückhaltend, damit Holzoberflächen, Textilien und Licht ihre Wirkung entfalten können. Nichts drängt sich vor. Die Etage liest sich als zusammenhängender Wohnbereich, in dem die einzelnen Räume unterschiedliche Aufgaben übernehmen und doch denselben materialbewussten Ton halten. Genau dort wird das zirkuläre Interieur zum Teil der räumlichen Logik und nicht nur zur Materialfrage.
Biobasierte und zirkuläre Materialien als sichtbare Entscheidung
Die verwendeten Materialien werden im Projekt als nachhaltig, zirkulär und CO2-neutral beschrieben. Sichtbar wird diese Haltung vor allem dort, wo Holz, textile Flächen und steinerne oder keramische Oberflächen aufeinander treffen. Im Bad bringt das Raster der Fliesen Ruhe in die Fläche, während im Schlafbereich Holz die Nähe zum Raum bestimmt. Diese Kombination bleibt sachlich, fast zurückgenommen. Sie lässt den Blick an Kanten, Fugen und Oberflächen entlanggehen, statt ihn mit Effekten zu binden.
Für BABBET ist genau dieser Umgang mit Material entscheidend. Das biobasierte Interieur folgt keinem lauten Konzept, sondern einer Abfolge von nachvollziehbaren Entscheidungen: wo eine Oberfläche tragen muss, wo sie weich wirken darf und wo sie Licht aufnimmt. So entsteht ein Wohnbereich, in dem die nachhaltige Renovierung nicht behauptet, sondern über die Wahl und den Einsatz der Materialien sichtbar wird.
Oberflächen, die den Alltag mitdenken
Im Badezimmer zeigen kleine Fugen, präzise Kanten und eine dunklere Bodenfläche, wie sorgfältig die einzelnen Elemente aufeinander reagieren. Eine gebogene Glaselement-Linie bricht die Strenge des Rasters und setzt einen weichen Gegenpol zu den harten Fliesenflächen. In der Waschzone und im Flur setzen Holzfronten und Einbauten einen ähnlichen Akzent: Sie nehmen Stauraum auf, ohne den Raum zu beschweren. Das nachhaltige Interieur gewinnt dadurch an Ruhe, weil jedes Material eine klar erkennbare Aufgabe bekommt.
Auch die Lichtführung arbeitet mit dieser Zurückhaltung. Eingelassene Leuchten, Nischenlicht und indirekte Linien zeichnen die Architektur nach, statt sie zu überstrahlen. Gerade in den Details zeigt sich, dass das Projekt die Verbindung zwischen Gestaltung und Nutzung ernst nimmt. Das zirkuläre Interieur bleibt dabei nicht abstrakt; es erscheint als begehbare, nutzbare Etage mit Oberflächen, die den Raum präzise fassen.
Ein Wandtextil mit Verlauf als leiser Naturbezug
Das auffälligste Einzeldetail sitzt hinter dem Bett: ein Wandtextil mit Verlauf. Der Übergang von einem Ton in den nächsten erinnert an Schichten in der Natur, an Licht und Schatten oder an trockene und feuchte Zonen. Die Fläche wirkt dadurch nicht dekorativ im üblichen Sinn, sondern als ruhiger Farbwechsel, der das Schlafzimmer optisch vertieft. Dieses wandtextil mit verlauf gibt dem Raum eine Richtung, ohne ihn zu dominieren.
Als wiederkehrendes Motiv übersetzt der Verlauf eine natürliche Beobachtung in Innenraummaßstab. Genau darin liegt der Bezug zum naturinspirierten Interieur. Die Wandfläche nimmt Bewegung auf, obwohl sie selbst still bleibt. Neben dem Holz und den gedeckten Stoffen ist sie das Element, das den Blick verlangsamt. Dadurch bekommt der Schlafbereich eine eigene Identität innerhalb der gesamten Etage, ohne sich vom Rest des Projekts abzusetzen.
Zwischen Schlafzimmer und Bad
Im Zusammenspiel von Schlafzimmer und Bad wird die Materialpalette besonders deutlich. Holz zieht sich als warme, strukturierte Fläche durch den Schlafbereich, während das Bad mit keramischen Oberflächen und spiegelnden Partien eine andere Temperatur aufnimmt. Die Räume gehören zusammen, doch sie sprechen unterschiedliche Sprachen. Genau diese Differenz macht das nachhaltige Interieur lesbar: weich und textileig im einen Raum, präzise und wasserfest im anderen.
Der Übergang zwischen diesen Bereichen bleibt bewusst kontrolliert. Statt visueller Lautstärke bestimmen Proportion, Licht und Oberfläche die Wirkung. So entsteht ein Schlafzimmer mit Bad en suite, das nicht als Sonderfall erscheint, sondern als logische Folge einer nachhaltigen Renovierung, die den Alltag in den Mittelpunkt rückt. Die sichtbaren Details bleiben dabei immer an das Material und die Nutzung gebunden.
Wie die obere Etage funktioniert, wenn Gestaltung und Nutzung zusammenspielen
Die Stärke dieses Projekts liegt in der Verbindung von Raumfolge und Materialdisziplin. Das Hauptschlafzimmer, die beiden Kinderzimmer, der Waschraum und der Flur bilden keine lose Aneinanderreihung, sondern eine klar gegliederte Etage. In den Nischen, an den Kanten und in der Lichtführung zeigt sich, dass das Projekt auf präzise Ausführung setzt. Nicht einzelne Effekte tragen den Eindruck, sondern die Summe vieler kleiner Entscheidungen.
Darum wirkt das nachhaltige Interieur so geschlossen, ohne sich in Schlagwörtern zu erschöpfen. Es nutzt biobasierte und zirkuläre Materialien als sichtbare Grundlage und verbindet sie mit einem naturinspirierten Detail, das die Räume miteinander verknüpft. Für BABBET ist das eine Interieurarbeit, bei der Material, Raum und Alltag gemeinsam gelesen werden können. Die obere Etage gewinnt dadurch eine klare Struktur, die sich im Gebrauch ebenso bewähren soll wie im Blick.
Fotografie: buonq
Want to see more of BABBET.? View the page of BABBET. for even more great projects and company information.







