Nussbaum Epoxidharz-Tisch
Die ovale Platte zieht den Blick zuerst über das dunkle Epoxidharz an den Übergängen und dann in die lebendige Holzmaserung des Nussbaums. Mit einer Länge von über drei Metern wirkt der Epoxidharz-Tisch wie ein klar gesetztes Zentrum im Raum. Das warme Braun des Holzes und das tiefschwarze Harz stehen dicht nebeneinander, ohne dass eines das andere überdeckt. Gerade dieser Kontrast prägt den Charakter des Tisches.
Eine ovale Form, die die Fläche ruhig gliedert
Von oben gelesen ist die Form einfach und präzise: oval, lang gestreckt und mit einer Kante, die weich durch den Raum schneidet. Der ovale Epoxidharz-Tisch nimmt viel Fläche ein, bleibt dabei aber schlank im Ausdruck. Die Proportionen wirken nicht schwer, obwohl das Material massiv ist. Auf dem Tischblatt wechseln breite Holzbereiche und dunkle Zonen so, dass die Oberfläche in Abschnitte gegliedert wird. Das Auge folgt diesen Übergängen automatisch entlang der Länge.
Nussbaum und schwarzes Epoxidharz im direkten Kontrast
Das Holz zeigt seine eigene Zeichnung deutlich. Maserungslinien, Unruhe im Faserbild und einzelne natürliche Variationen bleiben sichtbar und werden nicht geglättet. Dazu liegt das schwarze Epoxidharz als dunkle Fläche an den Rand- und Übergangsbereichen und verstärkt den Unterschied zwischen beiden Materialien. Der Nussbaumtisch lebt genau von diesem Wechsel: organische Struktur gegen glatte Dunkelheit, warme Töne gegen fast grafische Flächen. Auf den Fotos ist zu sehen, wie klar diese Grenze im Tischblatt lesbar bleibt.
Die Holzmaserung bleibt sichtbar
Gerade in der Nähe der Epoxidbereiche tritt die Holzmaserung deutlich hervor. Die Fläche wirkt dadurch nicht einheitlich, sondern zeigt die gewachsene Herkunft des Materials. Kleine Unregelmäßigkeiten und die natürlichen Übergänge im Nussbaum geben dem Tisch Tiefe. Wer näher herantritt, erkennt, dass das Blatt nicht nur als große Fläche funktioniert, sondern auch auf kurzer Distanz viel zu lesen gibt. Der Blick springt zwischen Zeichnung, Kante und dunklem Harz hin und her.
In eigener Hand gefertigt, vom Holz bis zur Oberfläche
Der Tisch entstand vollständig in eigener Regie: vom Auswählen des Holzes über das Sägen und Trocknen bis zur abschließenden Bearbeitung. Diese Reihenfolge ist im Ergebnis ablesbar, weil die Oberfläche nicht dekorativ überzogen wirkt, sondern das Material und die Verarbeitung offen zeigt. Ein handgefertigter Tisch wie dieser trägt die Spuren eines kontrollierten Ablaufs in sich, ohne technisch zu wirken. Die Übergänge zwischen Holz und Epoxidharz sind sauber geführt, die lange Form bleibt dabei ruhig und klar.
Als Maßtisch passt er sich nicht einer Standardgröße an, sondern folgt einer eigenen Setzung. Die Länge von über drei Metern gibt dem Blatt Präsenz, ohne dass die Form ausladend wird. Auf den Bildern wird das besonders im Zusammenspiel mit den gestofferten Stühlen deutlich: Der Tisch bleibt das zentrale Element, während die Sitzmöbel ihn rahmen. So entsteht ein Essbereich, in dem die Platte nicht nur Fläche bietet, sondern den Raum sichtbar ordnet.
Ein Tischblatt mit zwei Lesarten
Je nach Blickwinkel wirkt der Tisch entweder wie ein massives Stück Nussbaum mit dunklen Einschnitten oder wie ein Epoxidharz-Tisch, in dem das Holz die eigentliche Zeichnung liefert. Genau diese doppelte Lesart macht die Oberfläche interessant. Aus der Distanz überwiegt die ruhige ovale Silhouette, aus der Nähe treten Aststellen, Linien und Farbwechsel hervor. Das schwarze Harz arbeitet dabei nicht als dekoratives Detail, sondern als visuelle Trennung, die das Blatt in Bewegung bringt. Der Tisch bleibt dabei geschlossen genug, um als ein Objekt gelesen zu werden.
Der Essbereich als ruhiger Rahmen
Rund um die Platte stehen gepolsterte Stühle in hellem Bezug. Ihr weiches Volumen nimmt dem Tisch nichts von seiner Länge, sondern lässt die Kante noch deutlicher erscheinen. Die Sitzflächen liegen tiefer und ruhiger als das stark gemaserte Holz, wodurch das Tischblatt im Raum klar herauskommt. Die Bildsituation zeigt keinen aufwendigen Ausbau, sondern eine konzentrierte Möbelwirkung: Holz, Harz, Stoff und die ovale Form genügen, um den Mittelpunkt des Raums zu setzen.
Auch die Randzone verdient Aufmerksamkeit. Dort läuft das dunkle Epoxidharz entlang der Übergänge und zeichnet den Umriss der Platte nach. Diese Linienführung macht den Tisch von oben gut lesbar und verleiht ihm eine fast kartografische Wirkung. Wer sich an einem solchen Epoxidharz-Tisch orientiert, sieht zuerst die Kontur, dann die Materialwechsel und schließlich die vielen kleinen Unterschiede im Nussbaum. Gerade diese Abfolge hält den Blick fest.
Der Tisch zeigt, wie wenig es braucht, wenn Form und Material genau gesetzt sind. Die ovale Silhouette, das massive Holz, das tiefschwarze Harz und die sichtbare Maserung tragen den gesamten Ausdruck. Nichts ist überladen. Alles hängt an der Spannung zwischen Fläche und Zeichnung, zwischen ruhiger Geometrie und unregelmäßiger Natur. So entsteht ein Nussbaumtisch, der nicht laut auftreten muss, um im Raum präsent zu sein.
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