Poolhouse mit Reetdach und Terrassenverglasung
Unter dem Reet liegt die Konstruktion offen. Die Holzsparren bleiben sichtbar, und genau das gibt dem Poolhouse mit Reetdach seine ruhige Präsenz im Garten. Was früher als Jungviehstall diente, war statisch nicht zu retten und musste vollständig abgebrochen werden. Auf neuer Fundierung und mit neuer Spantenkonstruktion entstand ein Gartenbeistellbau, der nicht mehr auf Stallnutzung verweist, sondern auf Aufenthalt, Blickbezug und wechselnde Jahreszeiten.
Von der landwirtschaftlichen Hülle zum Gartenraum
Der Ausgangspunkt war ein Gebäude in sehr schlechtem Zustand. Statt Teile zu erhalten, wurde der Bestand komplett entfernt und neu aufgebaut. Diese Entscheidung zeigt sich bis heute in der Klarheit des Innenraums: kein Rest einer alten Einteilung, sondern eine offene Struktur mit tragenden Balken, die den Raum überspannen. Das Poolhouse mit Reetdach steht damit auf einem neuen technischen Fundament, bleibt visuell aber nah an den Materialien, die man von außen und innen zugleich wahrnimmt. Riet, Holz und Glas bestimmen den Eindruck vom ersten Schritt an.
Die neue Konstruktion macht Platz für eine Nutzung, die zwischen Sommer und Vor- und Nachsaison liegt. Der Raum ist weder geschlossen noch vollständig dem Wetter ausgeliefert. Er hält die Grenze zwischen Haus und Garten bewusst locker. Genau darin liegt der Reiz dieses Poolhouse mit Reetdach: Es ordnet sich nicht als Nebengebäude neben dem Außenraum ein, sondern nimmt den Garten in den Alltag auf, mit kurzen Wegen, offenem Blick und einer direkten Verbindung zur Umgebung.
Terrassenverglasung Poolhouse für geschützte Übergänge
Zur Gartenseite hin liegen große Glasflächen, die den Aufenthalt am Rand der Terrasse deutlich angenehmer machen. Die Terrassenverglasung Poolhouse schützt vor Wind, ohne den Blick auf die Außenräume zu unterbrechen. So entsteht ein Platz, der auch dann genutzt werden kann, wenn die Luft kühler wird oder der Abend länger draußen stattfindet. Im Zusammenspiel mit dem Holzofen bleibt die Wärme im Raum spürbar länger stehen, was den Nutzungszeitraum über die warmen Monate hinaus erweitert.
Das Reetdach wurde innen nicht mit einer zusätzlichen Dachschalung verkleidet. Dadurch läuft die natürliche Oberfläche bis in den Raum hinein und die Dachlinie bleibt lesbar. Die Materialität des Dachs endet nicht an der Außenkante, sondern setzt sich unter den sichtbaren Sparren fort. In Verbindung mit der Verglasung entsteht eine klare Spannung: oben die weiche, dichte Textur des Reets, seitlich die glatte Fläche des Glases. Genau diese Gegenüberstellung prägt das Poolhouse mit Reetdach stärker als jede dekorative Geste.
Sichtbare Holzsparren und offenes Dach
Die offenen Holzsparren strukturieren den Raum, ohne ihn zu beschweren. Sie ziehen sich als ruhiges Raster über den Sitz- und Essbereich und geben dem Innenraum Tiefe. Von unten betrachtet, bleibt die Konstruktion ablesbar. Das wirkt nicht technisch kühl, sondern handwerklich klar. Zusammen mit dem sichtbaren Riet entsteht eine Decke, die nicht verkleidet, sondern gelesen werden will. Auch in den Bildansichten mit Blick nach oben wird deutlich, wie sehr diese offene Dachkonstruktion das Projekt trägt.
Die Sicht auf Balken und Riet ist nicht nur ein Detail, sondern Teil des Raumgefühls. Das Dach bestimmt die Proportionen, die Verglasung die Helligkeit, und der Boden führt beides zusammen. Gerade in den Momenten, in denen die Glasflächen den Außenraum rahmen, bekommt das Poolhouse mit Reetdach eine fast pavilionartige Ruhe. Die Konstruktion bleibt dabei ehrlich sichtbar, ohne dekorativ überladen zu wirken.
Erdton-Interieur mit Naturstein und Holz
Im Inneren liegen die Töne nah beieinander: Sand, Braun, Beige und gedämpftes Grün. Das Erdton-Interieur nimmt die Umgebung auf, ohne sich in ihr aufzulösen. Möbel und Einbauten bleiben zurückhaltend, damit Riet, Holz und Naturstein die Hauptrollen behalten. Die Materialwahl ist nicht laut, aber präzise. Holzfronten, steinerne Flächen und textile Elemente greifen ineinander und lassen den Raum ruhig wirken, ohne ihn leer zu machen.
Ein grüner Akzent im Tisch und im Teppich setzt einen klaren Gegenpunkt zu den warmen Braun- und Beigetönen. Er holt die Farbe des Gartens in den Innenraum, ohne sie zu spiegeln oder zu überzeichnen. Gerade in der beige Sitzecke kommt dieser Kontrast gut zur Geltung: Die Polster bleiben hell und zurückhaltend, während Tisch und Bodenbelag den Blick zur Vegetation öffnen. So wird das Innere nicht abgeschlossen, sondern an die Umgebung angeschlossen.
Naturstein Küchenwand und ein ruhiger Waschplatz
Besonders sichtbar wird das Materialkonzept an der Wand mit Naturstein und den eingebauten Schränken. Die Naturstein Küchenwand bringt eine raue, mineralische Oberfläche in den Raum, die gut zu den Holzsparren und dem Reet passt. Darüber hängen rietartige Leuchten über einer zentralen Insel, was die handwerkliche Anmutung noch verstärkt. Der Bereich liest sich als Arbeits- und Aufenthaltsort zugleich, ohne seine Leichtigkeit zu verlieren.
Auch das Waschbecken-Detail folgt dieser Linie. Der Naturstein Waschtisch zeigt eine runde Schale auf einer steinernen Umrandung, darunter Holzfronten mit ruhiger Maserung. Nichts daran wirkt aufgesetzt. Der Stein nimmt das Licht matt auf, die Kante des Waschtischs bleibt klar, und die Materialien sprechen miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten. Diese kleinen Zonen geben dem Projekt Tiefe, weil sie denselben Gedanken in anderen Maßstäben wiederholen: natürliche Stoffe, offen gezeigt.
Ein Gartenbeistellbau, der draußen weitergeht
Der Charakter des Projekts liegt im Übergang. Das Gartenbeistellbau Poolhouse ist nicht als geschlossenes Refugium gedacht, sondern als Ort zwischen Garten, Terrasse und Innenraum. Die Glasflächen halten den Wind ab, das Reet bleibt sichtbar, und die offenen Sparren geben der Konstruktion Richtung. So entsteht ein Raum, der in den kühleren Randzeiten des Jahres nutzbar bleibt, ohne seine Verbindung zum Außenraum zu verlieren. Genau diese Verschiebung macht das Haus interessant: ein Nebengebäude, das sich wie ein eigener Aufenthaltsraum liest.
In den Bildern zeigt sich diese Haltung in mehreren Details: die breite Glasfront, die beige Sitzecke unter dem offenen Dach, die steinerne Wand am Küchenbereich und der Waschplatz mit Steinrand. Alles folgt derselben Sprache. Das Poolhouse mit Reetdach lebt von dem Wechsel zwischen weichen und festen Oberflächen, von sichtbarer Tragstruktur und ruhigen Flächen. Es bleibt nah an dem, was es materialisch ist, und genau dadurch funktioniert es als Ort für den Alltag am Gartenrand.
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