Schwebende Vase mit magnetischen Röhren (Edelstahl oder Messing)
Eine schwebende Vase mit magnetischen Röhren steht hier nicht als einzelnes Gefäß im Raum, sondern als kleine Komposition aus zwei schlanken Metallkörpern und einer runden Schale. Das Auge bleibt an der vertikalen Linie hängen, dann an der offenen Form darüber. Edelstahl und Messing geben der Oberfläche einen klaren Kontrast, während der Metallfuß alles ruhig zusammenhält. So entsteht ein Objekt, das mit wenig Material viel Präsenz aufbaut.
Ein Röhrendesign, das zwischen Objekt und Skulptur kippt
Die schwebende Vase lebt von ihrer Doppelung: zwei dünne magnetische Röhren, aufrecht gestellt und präzise gegeneinander gesetzt. Genau diese Reduktion macht den Reiz des Entwurfs aus. Das minimalistische Vasen-Design zeigt keine üppige Form, sondern eine schmale Silhouette mit klaren Öffnungen. In den Bildern steht das Objekt auf kleinen runden Tischen, in hellen Räumen oder vor ruhigen Wänden, sodass die Kontur nicht verloren geht. Jede Ansicht betont die gleiche Idee, aber mit anderem Schwerpunkt.
Die Röhren sind auf der Drehbank bearbeitet. Diese Fertigung prägt die glatte, gleichmäßige Oberfläche und die straffe Form der beiden Elemente. Ob die Vase aus Edelstahl oder als Vase aus Messing gelesen wird, hängt stark vom Licht ab: mal wirkt sie silbrig und kühl, mal goldener und wärmer. Gerade im Zusammenspiel mit Holzflächen oder einer weißen Unterlage treten die Unterschiede deutlich hervor. Das Objekt bleibt dabei nüchtern genug, um sich nicht in den Raum zu drängen.
Die schwebende Wirkung entsteht aus Form und einem verborgenen Detail
Warum die schwebende Vase so leicht wirkt, lässt sich im Bild gut nachvollziehen. Die Form ist sorgfältig gedreht, dadurch entstehen saubere Kanten und eine Spannung zwischen den beiden Röhren. In der Bodenzone sitzt jeweils ein subtiler Magnet, verborgen in der Unterseite jeder der zwei Röhren. Diese Lösung erklärt die Illusion, ohne sie zu überladen. Nichts wirkt laut oder technisch ausgestellt; gerade das Zurücknehmen der Funktion lässt die Form im Vordergrund stehen.
Die magnetische Röhrenvase zeigt ihre Besonderheit besonders klar in den Studioaufnahmen. Auf weißem Grund zeichnet sich der Schatten scharf ab, auf dunklen Flächen wird die Kontur härter und kompakter. In beiden Fällen bleibt die gleiche Lesart bestehen: oben zwei schmale Öffnungen, unten ein ruhiger Fuß als Gegenpol. Das Design arbeitet mit wenigen Linien, aber jede Linie ist sichtbar gesetzt. Dadurch bekommt das Objekt eine fast grafische Qualität.
Metallschale und Fuß als ruhige Basis
Die Metallbasis ist mehr als nur Standfläche. Sie ordnet die beiden Röhren, hält den Abstand und gibt dem Objekt eine klare Unterkante. In der einen Perspektive wirkt sie wie eine flache Schale, in der anderen wie ein rundes Plateau. Diese Zurückhaltung ist wichtig, weil die schwebende Vase sonst ihre Leichtigkeit verlieren würde. Der Fuß verschwindet nicht, aber er bleibt visuell leise und lässt den oberen Teil sprechen.
In den Innenraumbildern sitzt das Objekt auf runden Beistelltischen aus Holz oder auf einer dunklen Konsole mit abgerundeter Kante. Die runde Tischplatte wiederholt die Form der Basis und lässt den Aufbau unmittelbar lesbar werden. Auf einer hellen Wand gewinnt die Messingvariante an Gewicht durch ihren Ton, neben einer tiefblauen Wand tritt die Metalloberfläche härter hervor. So verändert die Umgebung die Wahrnehmung, ohne das Prinzip des Entwurfs zu verändern. Die schwebende Vase bleibt immer als konzentrierter Mittelpunkt erkennbar.
Vier Ausführungen, vier Arten von Ruhe
Die Kollektion wird in vier verschiedenen Ausführungen angeboten. Die Unterschiede liegen nicht in einer lauten Variation, sondern in der Wirkung von Oberfläche und Licht. Edelstahl bringt eine klare, fast spiegelnde Anmutung mit, Messing verschiebt das Objekt in einen wärmeren Ton. In den Collagen und Detailbildern erscheinen beide Richtungen nebeneinander, sodass sich die Schärfe der Kante, der Glanz und die Schattenbildung direkt vergleichen lassen. Genau darin liegt der Reiz des minimalistischen Vasen-Designs: kleine Abweichungen verändern den Eindruck spürbar.
Auch im Wohnkontext bleibt das Objekt präzise lesbar. Es steht nicht dekorativ im Hintergrund, sondern setzt einen ruhigen Schwerpunkt auf der Tischplatte oder Konsole. Die offenen Röhren lenken den Blick nach oben, die Metallbasis erdet die Komposition. Zwischen weißer Wand, grauer Fläche und dunklem Möbelstück zeigt die schwebende Vase, wie stark ein Objekt mit wenigen Teilen ein Bild strukturieren kann. Die Wirkung entsteht nicht aus Masse, sondern aus Abstand, Proportion und Oberfläche.
Messing oder Edelstahl: zwei Materiallesarten
Als Vase aus Edelstahl liest sich das Objekt kühler und technischer, besonders in den hellen Studioaufnahmen. Als Vase aus Messing bekommt es eine weichere Reflexion, ohne an Klarheit zu verlieren. Die Fotos zeigen diesen Unterschied sehr direkt: einmal steht die Fläche in hellem Weiß, einmal vor dunkleren Hintergründen oder neben Holz. Dadurch wird die Oberfläche nicht nur dokumentiert, sondern im Raum getestet. Jede Variante bleibt Teil derselben Idee, aber sie verschiebt die Stimmung über den Ton des Metalls.
Die Details in den Bildern machen den Entwurf nachvollziehbar. Zwei senkrechte Röhren, ein runder Fuß, eine schmale Öffnung, dazu die stille Spannung des verborgenen Magneten: Mehr braucht es nicht, um das Objekt zu lesen. Gerade weil die Form so reduziert bleibt, fallen Materialwechsel, Lichtreflexe und die saubere Drehbearbeitung sofort auf. Die schwebende Vase wird dadurch zu einem Stück, das zwischen Dekor und Kleinskulptur pendelt, ohne je die Kontrolle über seine Linie zu verlieren.
Am stärksten wirkt das Objekt dort, wo die Umgebung still bleibt. Eine weiße Wand, ein heller Boden, eine runde Tischplatte oder eine schwarze Konsole reichen aus, um die Kontur zu schärfen. Die magnetische Röhrenvase verlangt keine große Bühne; sie braucht Abstand, damit die Öffnungen und die schmale Basis sichtbar werden. In der SOLIFLORE Collection verbinden sich diese wenigen Elemente zu einer Form, die nüchtern beginnt und im Blick eine fast leichte Spannung erzeugt.
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