Stadsgarten mit Pool und Dachterrasse auf mehreren Ebenen
Zwischen Holzdeck, Keramikplatten und einem rechteckigen Becken liegt ein Stadsgarten mit Pool, der auf wenigen Quadratmetern viel Raum für Außenleben schafft. Der Pool rückt sofort in den Blick, doch er steht nicht allein. Beete, eine wintergrüne Hecke und erhöhte Flächen ordnen die Anlage in Ebenen, sodass Wasser, Pflaster und Pflanzung klar gegeneinander gesetzt sind. Genau diese Abstufung prägt den ersten Eindruck: unten kühl und offen, daneben Holz, darüber ein Dachbereich mit eigenem Rhythmus.
Der Pool als ruhiger Mittelpunkt
Im Gartenteil nimmt das Becken eine dominante, aber nicht laute Rolle ein. Es liegt zwischen üppig bepflanzten Flächen und einer dichten Hecke, die den Rand fasst und den Blick auf das Wasser konzentriert. Die flache Geometrie des Pools wird durch die umliegenden Materialien noch deutlicher: dunkle Kanten, grüne Masse und helle Bodenflächen. An Abenden, wenn die Beleuchtung einschaltet, zeichnet sich das Becken mit einem klaren Leuchten ab. So bleibt der Stadsgarten mit Pool auch in der Dämmerung lesbar.
Ein erhöhtes Deck mit Lounge und Dusche
Direkt neben dem Wasser hebt sich eine erhöhte Holzplattform ab. Darauf steht eine großzügige Outdoor-Lounge mit Feuerstelle, die den Sitzbereich nach außen hin zusammenhält. Die Außendusche ist nah platziert und ergänzt die Zone um einen praktischen, sichtbaren Gegenpol zum Ruhepunkt des Beckens. Dahinter bündelt eine Wand mit beleuchteten Nischen das Blickfeld. Sie wirkt nicht dekorativ im luftigen Sinn, sondern als feste Kante, an der die einzelnen Aufenthaltsorte des Gartens Halt finden.
Keramikplatten am Haus, Küche daneben
Wer näher an das Haus rückt, wechselt auf eine Terrasse aus Keramikfliesen. Dort ist das Essen im Freien als eigener Bereich organisiert, mit einem Tisch auf festem Belag und einer Außenküche, die sich direkt an die Wand anschließt. Der Grill ist hier kein Solitär, sondern Teil einer kompakten Kochzone. Die Kombination aus Steinoberfläche, dunklen Akzenten und klaren Linien hält den Bereich sachlich. Gerade im Zusammenspiel mit dem Wasser im Garten entsteht so ein Wechsel zwischen Kochen, Sitzen und Blicken nach draußen.
Auch die Wand hinter der Küche bleibt Teil der Gestaltung. Beleuchtete Nischen setzen einzelne Tiefen, ohne die Fläche zu überladen. Daneben tauchen Grüninseln in Beeten, Kübeln und handgefertigten Töpfen auf. Sie lockern die strenge Ordnung der Platten auf und bringen unterschiedliche Höhen in das Bild. Das Pflanzenkonzept bleibt dabei bewusst nah am Boden und an den Kanten geführt, sodass der Garten nicht größer wirkt als er ist, sondern dichter gegliedert.
Ein Garten auf mehreren Ebenen, ein Materialbild
Warme Holztöne und Schwarz ziehen sich durch die gesamte Anlage. Dieses Duo verbindet das Erdgeschoss mit der oberen Ebene und gibt dem Garten auf mehreren Ebenen einen klaren Rahmen. Auf dem Dach wird die Sprache der Materialien fortgesetzt: Pflanzkübel, Lamellen und Sitzflächen greifen dieselben Töne auf, damit unten und oben nicht wie zwei getrennte Projekte wirken. Die Übergänge bleiben sichtbar, aber kontrolliert. So liest man die Höhenunterschiede als Teil des Entwurfs, nicht als Bruch.
Die Materialwahl ist dabei bewusst knapp gehalten. Holz deckt die Lauf- und Sitzflächen, Keramik sorgt am Haus für eine feste, glatte Oberfläche, Aluminium kommt für Sichtschutz und Einfassung ins Spiel. Zwischen diesen harten Linien stehen Pflanzen in verschiedenen Formen und Dichten. Breite Blätter, locker gesetzte Gräser und farbige Blütenflächen nehmen die Strenge aus dem Bild. Das Ergebnis lebt nicht von Fülle, sondern von klar gesetzten Schichten, die sich beim Gehen immer wieder neu überlagern.
Dachterrasse mit Sichtschutz ohne geschlossene Wirkung
Oben wird die Fläche mit Pflanzkübeln und einem Lamellen-Sichtschutz gefasst. Die vertikalen Elemente nehmen Blicke auf, lassen aber Luft und Licht durch. Genau darin liegt die Stärke der Dachterrasse mit Sichtschutz: Sie schützt den Sitzbereich, ohne ihn zu verschließen. Eine Lounge bleibt hier ebenso möglich wie das Empfangen von Gästen. Der Blick auf die umgebenden Beete und die klar geführten Kanten macht deutlich, dass die obere Ebene nicht als Anbau gedacht ist, sondern als eigener Aufenthaltsort mit präzisem Rand.
Aluminium-Bänke zwischen Pflanzung und Sitzplatz
Zwischen den Kübeln sitzen Aluminium-Bänke, die zugleich als Einfassung und als zusätzliche Bank dienen. Sie schaffen Raum für Aufenthalt an einer Stelle, an der sonst nur Pflanzung wäre. Das ist eine schlichte, aber wirksame Geste: Die Konstruktion nimmt wenig Platz ein und erweitert trotzdem die Nutzbarkeit der Dachfläche. Im Zusammenspiel mit den Pflanzen entsteht ein Bereich, in dem man nah an der Begrünung sitzt, ohne dass die Fläche überladen wirkt. Auch hier bleibt der Garten auf mehreren Ebenen klar ablesbar.
Warme Gartenbeleuchtung für den Abend
Sobald das Licht angeht, verändern sich die Konturen. Linien an Bodenrändern, Akzente in den Nischen und Spots auf den Beeten holen einzelne Zonen aus der Dunkelheit. Die warme Gartenbeleuchtung setzt nicht auf Flächenwirkung, sondern auf gezielte Markierungen. Dadurch treten die Lagen des Entwurfs stärker hervor: die Stufe zum Deck, der Rand des Beckens, die Kante der Terrasse, die Pflanzenmasse davor. Besonders im Abendbild gewinnt der Garten an Tiefe, weil Licht und Schatten die verschiedenen Höhen voneinander lösen.
Auch das Wasser profitiert von dieser Inszenierung. Die Poolkante bleibt deutlich sichtbar, während das Blau des Beckens gegen die dunkleren Flächen arbeitet. Auf der Dachterrasse erscheinen die Lamellen und Pflanzkästen als ruhige Silhouetten. Die Beleuchtung führt den Blick, ohne ihn zu lenken. Man erkennt Wege, Aufenthaltsorte und Grenzen auf einen Blick, und genau deshalb wirkt die Anlage auch nach Sonnenuntergang nutzbar statt nur beleuchtet.
Mehr Aufenthalt auf wenig Fläche
Der stärkste Eindruck dieses Projekts liegt in der Dichte der Nutzungen. Baden, liegen, kochen, duschen, essen und sitzen – alles findet Platz, aber nicht nebeneinander im Zufallsprinzip. Die Flächen sind versetzt angelegt, wodurch jeder Bereich einen eigenen Standpunkt bekommt. Das Erdgeschoss trägt den Pool und die Lounge, das Dach ergänzt Sichtschutz, weitere Sitzplätze und mehr Privatsphäre. So entsteht aus einem kompakten Grundstück ein Stadsgarten mit Pool, der nicht auf Größe setzt, sondern auf klare Abfolge und sichtbare Übergänge.
Gerade die Mischung aus Keramik, Holz, Aluminium und dicht gesetztem Grün hält die einzelnen Zonen zusammen. Keine Ebene versucht, die andere zu kopieren. Stattdessen greifen sie dieselbe Sprache auf und setzen sie anders um. Unten liegt der Fokus stärker auf Wasser und Lounge, oben auf Rückzug und Ausblick. Dazwischen vermitteln Beete, Kübel und die beleuchteten Ränder. So lässt sich der Garten vom ersten bis zum letzten Schritt als zusammenhängende Abfolge lesen, ohne seine eigenen Unterschiede zu verlieren.
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