Stadtapartment mit Hexagon-Tapete und ruhigen Texturwänden
Die große Fensterfront setzt den Ton, bevor ein Möbelstück im Raum wirkt. Horizontale Jalousien ziehen sich über die Breite, davor steht ein Sessel nah am Licht. An der Seitenwand liegt eine silbergraue Textur, die den Blick vom Glas weg in den Raum holt. Genau dieses Zusammenspiel macht das Wohnzimmer mit Jalousien lesbar: außen viel Öffnung, innen eine ruhige Fläche, die das Tageslicht aufnimmt und bricht.
Große Fensterfront mit Jalousien
Die Fensterzone bleibt bewusst klar. Die Lamellen der Jalousien ordnen die breite Öffnung in schmale Streifen und geben dem Raum einen gleichmäßigen Rhythmus. Auf dem Boden mit Holzoptik liegt genug visuelle Ruhe, damit die Oberflächen an Wand und Fenster überhaupt wirken können. Der Sessel am Rand des Fensters greift diesen stillen Bereich auf. Nichts drängt nach vorn, sondern der Raum verschiebt den Schwerpunkt auf Licht, Linie und Material.
Auch die Vorhänge spielen hier mit einer anderen Dichte. In den Bildern erscheinen graue Vorhänge mit dunklerem Druck neben einer hellen Texturwand, wodurch der Übergang vom weichen Stoff zur festeren Wandfläche deutlich wird. Im Wohnzimmer mit Jalousien bleibt das Fenster nicht bloß Hintergrund; es steuert die Proportionen der gesamten Sitzzone und bildet den Gegenpol zu den wandgebundenen Einbauten an anderer Stelle der Wohnung.
Hexagon Tapete im Arbeitsbereich
Der Arbeitsbereich mit Rundtisch ist der stärkste Eingriff im Grundrissgefühl. Die Wand hinter dem Tisch trägt ein Hexagon-Muster in Blaugrün und Weiß, das sich über die Fläche legt wie ein grafischer Teppich. Dazu kommen ein Arbeitsstuhl und eine runde Tischplatte, die den strengen Wandrhythmus mit einer weicheren Form beantworten. Die Hexagon Tapete bleibt damit nicht bloß Dekor, sondern markiert den Arbeitsbereich als eigenen Abschnitt im offenen Interieur.
In den Detailaufnahmen wiederholt sich dieses Muster auf mehreren Wandfeldern. Das macht die Zone nicht lauter, sondern lesbarer. Neben dem Wandbild erscheinen eine niedrige Nische, offene Ablagen und ein leuchtender Akzent im Teppich. Die Geometrie bleibt dabei im Raum verankert: Kreis gegen Hexagon, weiche Tischkante gegen harte Linien, helle Flächen gegen die markante Zeichnung an der Wand. So bekommt der Arbeitsbereich mit Rundtisch eine klare Adresse im Apartment.
Ein Muster, das den Tisch fasst
Die Hexagon Tapete arbeitet besonders gut, weil sie nicht isoliert hängt. Sie rahmt den Tisch, nimmt die Stühle auf und läuft bis in die Kanten der Wand hinein. Dadurch wirkt der Bereich wie ein sauber gesetzter Ausschnitt statt wie ein nachträglich hinzugefügter Arbeitsplatz. Die Deckenleuchte über der Platte verstärkt das noch: Das Licht fällt direkt auf die Fläche, während das Muster dahinter visuell weiterläuft.
Graue Vorhänge und hellgraue Texturwand
Auf der anderen Seite der Wohnung wird das Bild weicher, aber nicht leer. Die grauen Vorhänge hängen in einer schweren Bahn neben einer hellgrauen Texturwand, die das Licht stumpfer zurückwirft als glatte Farbe. An dieser Stelle lebt der Raum von der Oberfläche selbst. Man sieht den Stoff, die Körnung der Wand und den Übergang zur Eckenlinie. Gerade in der Nähe der Ess- und Loungezone erzeugt das eine zurückgenommene Kulisse für Tisch, Stuhl und Leuchten.
Die helle Texturwand taucht in mehreren Ansichten auf, teils hinter einer ovalen oder runden Tischgruppe, teils als Hintergrund für ein Bar- oder Serviceelement. Dort liegt ein schwarzes Metallgestell vor der Fläche, links schließen die Vorhänge an. Das wirkt nicht dekorativ im engen Sinn, sondern baut dem Raum Tiefe auf. Stoff, Wand und Metall bleiben klar voneinander getrennt, und genau dadurch liest man die Materialien schnell.
Weiche Stoffe, harte Kanten
Die grauen Vorhänge geben dem Bereich Gewicht, ohne ihn zu verdunkeln. Neben ihnen bleibt die helle Texturwand präsent und nimmt die Kontur der Möbel auf. Diese Kombination taucht auch im Detail der Fensterbank wieder auf, wo eine schmale Konsole und die Wandfläche aneinanderstoßen. Der Raum zeigt hier, wie wenig nötig ist, um zwischen offenen und geschlossenen Zonen zu unterscheiden: ein Stoff, eine Struktur, ein sauber gesetzter Rand.
Möbelnische mit Metallregal und offenen Fächern
Zu den stillsten, aber präzisesten Momenten gehört die Möbelnische mit Metallregal. Ein goldfarbenes Weinregal, offene Fächer und weitere Einbauten sitzen in einer Wandzone, die nicht nach Aufmerksamkeit ruft und sie doch bekommt. Das Metall setzt einen hellen Reflex gegen die matte Oberfläche der Umgebung. In anderen Ausschnitten erscheint ein schwarzes Rahmenmöbel mit Glaselementen; auch dort bleibt die Konstruktion schlank, fast zeichnerisch, und nimmt die Farbpalette aus Grau, Schwarz und warmem Metall auf.
Solche Nischen machen den offenen Wohnbereich lesbar. Sie sammeln Dinge, ohne die Wand zu überladen, und geben der Fläche zwischen Sitzplatz und Esszone eine konkrete Funktion. Der Holzoptik-Boden läuft darunter weiter und hält die Raumwirkung zusammen, während die offenen Planken und Rahmen die Vertikale betonen. Die Möbelnische mit Metallregal zeigt damit vor allem eines: Stauraum kann in diesem Apartment Teil der Wand werden, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.
Holzoptik-Boden und Pendelleuchten
Der Boden in Holzoptik zieht sich als ruhige Grundlage durch alle Zonen. Er verbindet die Sitzgruppe am Fenster mit dem Arbeitsbereich und den staubigen Grau- und Weißtönen der Wände. Über ihm hängen Leuchten mit klarer Präsenz, mal dicht über dem Tisch, mal als runde Formen im Blickfeld. Die Pendelleuchten geben dem Raum eine vertikale Markierung, die sich von den breiten Wandflächen absetzt und die einzelnen Inseln im Apartment zusammenhält.
Gerade im Zusammenspiel mit der Hexagon Tapete und den Texturwänden zeigen die Leuchten, wie unterschiedlich die Zonen innerhalb eines offenen Grundrisses gelesen werden können. Das Licht betont den Tisch, streift über Metallrahmen und fängt sich in Stoff und Glas. So entsteht keine laute Dramaturgie, sondern eine Folge klarer Momente: Fenster, Wand, Nische, Tisch, Leuchte. Das Stadtapartment lebt davon, dass jede Fläche einen erkennbaren Auftrag bekommt und doch im gleichen Farbklang bleibt.
Ein Interieur, das über Wände erzählt
Die stärksten Eindrücke kommen hier nicht aus der Möblierung allein, sondern aus den Flächen dazwischen. Eine silbergraue Wand neben dem Fenster, das blaugrüne Hexagon-Muster im Arbeitsbereich, graue Vorhänge am Essplatz und das offene Metallregal in der Nische bilden eine Abfolge von Oberflächen, die sich gegenseitig schärfen. Das Wohnzimmer mit Jalousien bleibt dabei der ruhigste Auftakt, während der Arbeitsbereich mit Rundtisch den deutlichsten Akzent setzt. Dazwischen liegen Übergänge, die ohne Worte funktionieren: Stoff zu Wand, Kreis zu Hexagon, Licht zu Schatten.
Wer durch die Bilder geht, erkennt schnell, dass die Raumwirkung aus wenigen, aber präzise gesetzten Mitteln entsteht. Die Fensterfront strukturiert den Tag, die Hexagon Tapete gibt dem Arbeitsplatz ein Gesicht, die hellgraue Texturwand nimmt Härte aus der Fläche, und die Möbelnische mit Metallregal ordnet die Wandzone. Mehr braucht es nicht, damit das Apartment als zusammenhängende Folge von Orten gelesen werden kann.
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