Statement-Tapete im futuristischen Haus
Die Tapeten setzen den ersten Ton. In diesem futuristischen Hausinterieur liegen Muster, Farben und dunkle Rahmen dicht beieinander, ohne den Raum zu überladen. Das Haus ist als Körper mit einem Herz und zwei Flügeln gedacht; gelebt wird im Untergeschoss, geschlafen wird auf der oberen Ebene. Schon dieser Schnitt verschiebt den Blick weg von der reinen Raumfolge hin zu Wegen, Blickachsen und Oberflächen. Die Statement-Tapete im Interieur begleitet diesen Aufbau von Raum zu Raum.
Ein Haus mit einem klaren Zentrum
Im Mittelpunkt liegen Küche und Essbereich. Große Fenster öffnen den Blick in den Garten und auf die Senke dahinter, während die Möblierung bewusst ruhig bleibt, damit die Wandflächen sprechen können. Die moderne Küche mit Tapete wirkt nicht dekorativ aufgesetzt, sondern als Teil der Architektur. Dunkle Fronten, helle Einbauten und eine gepolsterte oder behangene Wandzone geben dem Raum Tiefe. Das Licht fällt auf Tischfläche, Wand und Boden, statt sich in offenen Übergängen zu verlieren. Genau dort sitzt die Tapete als Blickfang.
Rund um den Essplatz hängen mehrere kugelförmige Leuchten über dem Tisch. Ihr weiches Licht trifft auf Muster und Flächen, die in der Perspektive fast wie Schichten wirken. In den Bildausschnitten tauchen mehrere Farben auf: Grün, Violett, Gelb, Blau und dunkle Töne in Rahmen und Möbelkanten. Die Möbel bleiben sachlich, die Wand übernimmt die Führung. So wird die Statement-Tapete im Interieur nicht zur Kulisse, sondern zum eigentlichen Träger der Stimmung.
Stahltüren trennen, ohne den Blick ganz zu schließen
Zwischen Wohn- und Esszimmer sitzen Stahltüren, die die Räume klar voneinander absetzen. Das Metall zeichnet schmale Linien in das Innere und bringt eine härtere Kante in die sonst sehr textilen Flächen. Hinter der Tür liegt das Sitzzimmer, vorn der Essbereich mit seiner modernen Küche mit Tapete. Dieser Wechsel zwischen glattem Metall, dichtem Muster und großen Glasflächen macht die Raumfolge lesbar. Die Übergänge bleiben offen genug, um den Zusammenhang zu sehen, aber deutlich genug, um jedem Raum eine eigene Rolle zu geben.
Besonders auffällig ist die Kimono-Tapete. Ihr Muster arbeitet nicht mit kleinen Andeutungen, sondern mit einem klaren grafischen Auftritt, der auf den Wänden sofort präsent ist. In diesem Haus ist Tapete nicht nur ein Hintergrund, sondern ein Mittel, um Zonen zu unterscheiden. Die Quellen sprechen davon, dass rund 80 Prozent der Wände tapeziert sind. Dadurch bekommt jeder Bereich eine andere Dichte, je nachdem, wie viel Muster, Farbe oder ruhige Fläche dort zusammenkommt. Die Tapete als Blickfang zieht sich damit als roter Faden durch das Haus.
Ein ruhiger Arbeitsraum hinter dem Wohnzimmer
Am hinteren Ende des Wohnzimmers liegt ein geschlossener Arbeitsraum für die Kinder. Der Raum ist zurückhaltender als die angrenzenden Zonen, aber nicht austauschbar. Er sitzt genau dort, wo der Wohnbereich noch einmal eine kleine Abzweigung macht. Für den Grundriss ist das wichtig: Die Familie nutzt die großen, offenen Räume, ohne auf einen abgeschotteten Platz für Hausaufgaben oder Computerarbeit zu verzichten. Auch hier bleibt die Statement-Tapete im Interieur als Hintergrund präsent und bindet den Raum an den Rest des Hauses an.
Die Bilder zeigen außerdem Einbauten mit Nischen und integrierten Lichtpunkten. Diese Details ordnen die Wände und verhindern, dass das viele Muster unruhig wirkt. Zwischen den Flächen entstehen ruhige Einschnitte, Ablagen und kleine Lichttaschen. Das Auge kann daran entlanggehen, statt ständig an einem einzigen starken Motiv hängen zu bleiben. Gerade in einem futuristischen Hausinterieur ist dieser Wechsel wichtig: harte Kanten, weiche Stoffe, glänzende Metalle und matte Wandbilder greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu übertönen.
Der U-förmige Gang als Umlauf um die Zimmer
Oben führt ein Gang in U-Form um die Zimmer herum. Diese Bewegung ist in den Bildern als Umlauf spürbar: Man schaut entlang von Wänden, Türen und Öffnungen, bis der nächste Raum aufspringt. So entsteht kein kurzer Flur, sondern eine Route, die die Schlafräume fasst. Die Fensterflächen bringen Tageslicht in diesen Bereich, während dunklere Rahmen und Türblätter den Rhythmus setzen. Das Ergebnis ist eine klare Ordnung, in der die Statement-Tapete im Interieur auch auf den oberen Ebenen den Zusammenhang hält.
Die Master Bedroom liegt mittig im Obergeschoss und schließt direkt an ein Bad an. Dort wird das Spiel mit Tapete und Blick gezielt zugespitzt. Vogelmotive an der Wand, ein Himmelbett und der Blick in den Garten geben dem Raum eine ruhigere, fast erzählerische Ebene. Trotzdem bleibt das Zimmer Teil derselben Materialwelt: Wandbekleidung, Glas, dunklere Akzente und helle Flächen. Das Schlafzimmer steht nicht isoliert neben dem Rest des Hauses, sondern übernimmt die Bildsprache der anderen Räume und übersetzt sie in einen privaten Rahmen.
Wandbilder, dunkle Rahmen und Tageslicht
Die Fotos zeigen, wie stark das Projekt von Oberflächen lebt. In der Küche liegt ein Muster hinter der Arbeitszone, in der Halle ein dunkler Wandabschnitt neben der Treppe, im Bad ein Pflanzenmotiv auf Wand und Glas. Dazu kommen polierter Beton oder ein glatter Estrichboden, schwarze oder dunkelgraue Rahmen und warme Metalltöne in Leuchten und Details. Nichts davon wirkt zufällig verteilt. Die Räume werden über Materialwechsel gelesen, und genau deshalb bleibt die Tapete als Blickfang so präsent.
Auch die Treppe trägt zu dieser Lesbarkeit bei. Hölzerne Stufen ziehen sich nach oben, daneben steht eine dunkle Wand, die das Licht bündelt und den Lauf der Stufen betont. In einer anderen Ansicht rahmt eine farbige Tür- oder Fensterpartie mit violettem Ton den Durchgang. Solche Einschnitte verhindern, dass das Haus nur als Abfolge von Zimmern erscheint. Stattdessen entsteht ein Innenraum mit deutlichen Kanten, farbigen Signalen und wiederkehrenden Wandflächen, die das futuristische Hausinterieur zusammenhalten.
Im Bad wird die Tapete noch einmal anders eingesetzt. Dort liegt das Pflanzenmotiv dicht an Glasflächen und an einer hellen, klaren Möblierung. Das Muster wirkt hier nicht wohnlich im klassischen Sinn, sondern präzise gesetzt, fast wie ein Gegenbild zu den glatten Flächen im Rest des Hauses. Dasselbe gilt für den Eingangsbereich, in dem die dunkle Tür, die hellen Wandzonen und der Kiesweg vor der Haustür nur kurz aufscheinen. Der Schwerpunkt bleibt innen: auf dem Wechsel von Raum, Licht und Oberfläche.
So wirkt das Haus nicht durch eine einzige große Geste, sondern durch viele Entscheidungen an den Wänden. Die Statement-Tapete im Interieur definiert die Räume, ordnet den Grundriss und gibt der Küche, dem Wohnbereich und dem Schlafzimmer jeweils ein eigenes Gesicht. Gerade weil sich Muster und ruhige Flächen abwechseln, bleiben die Räume lesbar. Das Haus zeigt dabei weniger ein dekoratives Konzept als eine sehr direkte Arbeit mit Material, Sichtbeziehungen und der Kraft einer Wandfläche.
Fotografie: Carin Verbruggen und Ferry Drenthem Soesman
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