Terrassenüberdachung mit Lamellen und Screens
Über der Jacuzzi-Zone liegt eine dunkle Terrassenüberdachung mit Lamellen, die den offenen Außenbereich klar fasst. Das antrazitfarbene Gestell zeichnet sich gegen die hellen Flächen des Hauses ab, während die Lamellen den Blick nach oben ordnen. An den Seiten stehen vertikale Screens, die Licht und Wind brechen. So entsteht ein geschützter Platz auf dem gefliesten Terrassenboden, der sich nicht wie ein Anbau liest, sondern wie ein präzise gesetzter Teil des Hauses.
Lamellen, die den Raum reagieren lassen
Das verstellbare Lamellendach gibt der Überdachung ihre eigentliche Spannung. Bei Sonneneinfall lassen sich die Lamellen kippen, bis zu 140 Grad, und steuern damit, wie viel Licht auf die Terrasse und durch die Fenster in den Innenraum fällt. Wenn Regen einsetzt, werden sie geschlossen. Dann bleibt die Sitzgruppe trocken, und das Wasser läuft kontrolliert über die integrierten Rinnen ab. Die Konstruktion ist als wind- und wasserdichte Überdachung ausgeführt und zeigt genau an dieser Stelle, wie stark eine technische Lösung den Alltag draußen prägen kann.
Ein geschützter Platz über dem Wasser
Unter der Jacuzzi-Überdachung verschiebt sich der Fokus vom offenen Garten auf die Fläche direkt unter dem Dach. Die niedrige Position über dem Becken schafft Nähe, ohne das Volumen zu drücken. Im Bild fällt die ruhige, dunkle Decke über der Wasserzone auf, dazu das blaue Licht des Beckens in der Nachtaufnahme. Diese Lichtspur macht den Bereich auch abends lesbar und zeigt, wie die Überdachung den Whirlpool nicht nur abdeckt, sondern in den Raum des Terrassenbereichs einbindet.
Vertikale Screens gegen Sonne und Wind
Entlang der offenen Seiten sitzen vertikale Screens, die das harte Sonnenlicht abfangen und zugleich als Windschutz dienen. Ihre schmale, ruhige Fläche steht im Kontrast zu den waagerechten Lamellen darüber. Bei Wind bleibt die Konstruktion leise; das typische Klappern, das man von bewegten Textilien kennt, ist hier kaum vorhanden. Genau das macht den Aufenthalt unter der Überdachung an warmen Tagen angenehm nutzbar, ohne dass der Blick in den Garten vollständig verloren geht.
Die Screens sind nicht als Zusatz gedacht, der erst im Nachhinein ergänzt wurde. Sie wirken als Teil der Architektur, weil sie die offene Kante des Daches sauber schließen und gleichzeitig flexibel bleiben. In den Bildern treten sie neben dem dunklen Rahmen und den großen Glasflächen des Hauses auf. Dadurch entsteht eine ruhige Folge aus Rahmen, Fläche und Öffnung, die den Übergang zwischen innen und außen präzise steuert.
Die Überdachung am Haus als zweite Wetterschicht
Auch an einer bestehenden Konstruktion direkt am Haus wurde ein Lamellendach eingefügt. Dort übernimmt die Überdachung am Haus eine andere Aufgabe: Sie schützt die Möbel, wenn es regnet, und lässt sich bei Sonne wieder öffnen oder kippen. Die Lamellen reagieren auf das Wetter in wenigen Handgriffen. Geschlossene Lamellen halten den Bereich trocken, geöffnete lenken Licht auf die Terrasse und weiter durch die Fenster ins Haus. So verschiebt sich die Nutzung je nach Tageszeit, ohne dass der Raum seine klare Kontur verliert.
Die dunkle Oberfläche passt zu den geraden Linien der Konstruktion und zu den großformatigen Glasflächen im Hintergrund. Auf den Fotos ist außerdem die geflieste Terrasse sichtbar, die den Bereich optisch ruhig hält. Neben den Platten setzen Beete und Ziergräser weichere Akzente. Sie nehmen dem harten Materialmix nichts von seiner Klarheit, aber sie holen die Anlage näher an den Garten heran.
Abendlicht unter dem Lamellendach
Mit der Beleuchtung verändert sich die Überdachung deutlich. In den Abendaufnahmen leuchten einzelne Bereiche unter dem Dach, während die Lamellenstruktur als feines Raster sichtbar bleibt. Das Licht sitzt nicht im Vordergrund, sondern begleitet die Geometrie der Konstruktion. Dadurch treten Tisch, Sitzbereich und Übergang zum Garten in ein ruhigeres Verhältnis. Auch die dunkle Holzfläche im Hintergrund und die Glasöffnung neben der Sitzzone kommen im künstlichen Licht klarer zum Vorschein.
Material und Linie statt lauter Wirkung
Die Gestaltung lebt von wenigen, klar lesbaren Elementen: antrazitfarbener Rahmen, dunkle Lamellen, vertikale Screens und der helle Belag aus Steinplatten. Zusammen bilden sie eine Terrassenüberdachung mit Lamellen, die nicht überzeichnet wirkt, sondern über Proportion und Funktion überzeugt. Der horizontale Aufbau der Decke trifft auf die senkrechten Screens, und genau in diesem Wechsel liegt die Spannung der Anlage. Nichts wirkt zufällig gesetzt. Jedes Bauteil markiert eine klare Kante oder eine neue Öffnung.
Besonders deutlich wird das im Zusammenspiel mit der verglasten Hausseite. Die Überdachung nimmt die Linie des Gebäudes auf, ohne die Fassade zu überladen. Statt einer flachen Markise oder einer leichten Abdeckung liegt hier ein festes Dach über dem Terrassenbereich, das den Außenraum dauerhaft nutzbar macht. Die dunkle Konstruktion bleibt dabei zurückhaltend genug, um dem Blick auf Garten, Beete und Wasser nicht im Weg zu stehen.
Ein Außenraum, der sich mit dem Wetter mitbewegt
Die Kombination aus maßgefertigter Terrassenüberdachung, Screens und Lamellendach macht den Unterschied nicht in einer einzigen Geste, sondern in der Abfolge der Veränderungen. Sonne wird gefiltert, Wind gebremst, Regen abgeführt, Licht gezielt hineingelassen. Über das Kippen der Lamellen bis 140 Grad lässt sich die Terrasse fein einstellen. Das ist auf den Fotos ebenso ablesbar wie die ruhige Anordnung der Möbel unter dem Dach und die direkte Nähe zur Jacuzzi-Zone.
Gerade deshalb funktioniert diese Lösung als Referenz für Projekte mit einer Terrassenüberdachung mit Lamellen: Sie zeigt, wie eine dunkle, wetterfeste Konstruktion den Gartenbereich nicht abschließt, sondern neu organisiert. Unter dem Dach entstehen geschützte Sitzplätze, ein trockener Bereich für Möbel und eine Terrasse, die auch bei wechselndem Wetter lesbar bleibt. Die Architektur spricht hier leise, aber sehr bestimmt.
Fotografie
Jasper Vos und Robert Koelewijn
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