Wellness im Keller
Schon beim ersten Blick fällt das Holz auf: schmale Lamellen, breite Böden und klare Kanten führen durch den Kellerraum und setzen den Ton für diesen Wellness im Keller. Die Sauna liegt nicht als einzelner Block im Raum, sondern ist in eine Abfolge aus Holz, Glas, Naturstein und Wasser eingebunden. Genau diese Mischung macht den Luxus-Wellnessbereich lesbar. Die Wellnesszone bleibt deutlich vom funktionalen Teil getrennt, doch die Linien aus Holz verbinden die einzelnen Bereiche wieder miteinander.
Sauna im Keller mit Holzlamellenwand
Die Sauna im Keller ist von dunklem Holz geprägt. Vertikale Lamellen umrahmen die Öffnung, daneben liegen Bänke aus demselben Material. Durch die Glasfläche an der Front bleibt die Sauna nicht als geschlossene Kabine stehen, sondern nimmt Kontakt zur Umgebung auf. In den Bildern wird auch die Steinwand mit blauem Licht sichtbar, die dem Spa-Interieur einen kühleren Gegenpol gibt. Das Holz sitzt hier nicht als bloße Verkleidung im Raum, sondern markiert Übergänge und Kanten.
Im Detail zeigt sich, wie sorgfältig das Material eingesetzt wurde. Afromosia bildet die hölzerne Grundlage des Projekts und wird im Text als dauerhaft, splitterfrei und wasserbeständig beschrieben. Vor allem aber prägt es die Atmosphäre des Kellerraums mit seiner nautischen Anmutung. Diese Richtung zieht sich durch die Holzlamellenwand, über die Sauna-Bänke bis zu den Deck- und Randzonen. So entsteht keine lose Folge von Einbauten, sondern eine klare Abfolge von Flächen, die zusammen gelesen werden können.
Holz als leitendes Motiv
Die Holzvlonders und Wände übernehmen eine doppelte Aufgabe: Sie trennen den Wellnessbereich von Hal und Toilette und führen zugleich als durchlaufendes Linienbild durch den Raum. Gerade diese Trennung ist wichtig, weil der Keller nicht nur aus Nässe und Wärme besteht, sondern auch aus Wegen, Anschlüssen und kurzen Übergängen. Das Holz ordnet diese Bewegungen. Es bündelt die Blicke, ohne den Raum zu schließen, und gibt dem Spa-Interieur eine ruhige Richtung.
Schwimmbad mit Gegenstromanlage und Steinrückwand
Das Schwimmbad mit Gegenstromanlage nimmt in der Gesamtkomposition eine eigene Rolle ein. Die rechteckige Form wirkt klar und sachlich, der Holzrand setzt einen warmen Abschluss an der Beckenkante. Dahinter liegt eine dunkle Stein- oder Steinoptikwand, die zusammen mit einem bläulichen Lichtakzent Tiefe erzeugt. Der Pool ist nicht nur als Becken lesbar, sondern als Teil eines sorgfältig gefassten Innenraums, in dem Wasser, Wand und Licht auf engem Raum zusammenkommen.
Die Gegenstromanlage ist im Text ausdrücklich benannt und macht aus dem Becken ein funktionales Schwimmfeld, in dem Bahnen gezogen werden können. Ergänzt wird dieses Detail durch einen Haken in der Natursteinwand, den Kinder zum Bodyboarden nutzen können. Das wirkt spielerisch, bleibt aber materiell an den Raum gebunden: Naturstein, Wasseroberfläche und Holzrand sind die sichtbaren Elemente, an denen sich die Nutzung ablesen lässt. Genau dadurch bekommt der Luxus-Wellnessbereich eine zweite, lebendige Ebene.
Begehbare Dusche mit Kieselboden
Die begehbare Dusche mit Kieselboden setzt einen anderen Rhythmus als Sauna und Pool. Statt glatter Flächen liegt hier ein Abschnitt mit kleinen Steinen unter den Füßen, der beim Duschen eine Fußmassage gibt. Die Glaswand hält den Bereich offen lesbar, während helle Wandfliesen und die sichtbare Armatur den Raum sachlich fassen. Auf einem Bild steht daneben ein Waschbecken auf einem Holzblatt; auch hier taucht das Material wieder auf und bindet die Nasszone an das übrige Spa-Interieur zurück.
Die Dusche zeigt besonders deutlich, wie das Projekt mit Übergängen arbeitet. Zwischen trockenen und nassen Zonen gibt es keine harte Trennung durch schwere Wände, sondern eine Folge aus Glas, Fliese, Kiesel und Holz. Das ist im Alltag praktisch, vor allem aber räumlich wirksam. Man erkennt, wo der Boden trittfest bleibt, wo Wasser dominiert und wo der Blick in die nächste Zone weiterläuft. So bleibt die Kellerfläche lesbar, obwohl sie mehrere Funktionen aufnimmt.
Von der Funktionszone zur Wellnesszone
Hal und Toilette liegen nicht einfach neben der Spa-Fläche, sondern sind über die Holzvlonders und Wände bewusst abgesetzt. Diese Ordnung macht den Weg durch den Keller verständlich. Erst die funktionalen Elemente, dann die eigentliche Wellnesszone mit Sauna, Becken und Dusche. Die Holzflächen ziehen dabei als verbindende Spur durch den Raum und nehmen den Übergang die Härte. Das Ergebnis ist kein offener Freiraum ohne Richtung, sondern ein Keller mit klarer Wegführung und deutlichen Schwellen.
Ein Spa-Interieur aus Holz, Stein und Wasser
Das Spa-Interieur lebt von der Gegenüberstellung der Materialien. Holz liegt an den Zonen, die man berührt: an Böden, Wänden, Bänken und Beckenrand. Naturstein und Steinoptik fassen die kühleren Bereiche, vor allem an der Rückwand des Pools und in Teilen der Sauna. Dazwischen sitzen Lichtpunkte, Glas und die Wasseroberfläche. Diese Kombination wirkt nicht laut, sondern präzise. Jeder Stoff hat eine klar ablesbare Aufgabe im Raum und bleibt in seiner Funktion sichtbar.
Auch die Bilder zeigen, wie stark das Projekt über Oberflächen arbeitet. Vertikale Lamellen geben der Sauna eine Richtung, die Bankverläufe unterstützen das Sitzen und Liegen, und die Glasöffnung schafft eine direkte Sichtlinie zwischen den Zonen. Beim Pool führt der Holzrand den Blick entlang der Kante, während die dunkle Steinwand den Hintergrund bündelt. In der Dusche setzt der Kieselboden einen ganz anderen Takt. Gemeinsam ergeben diese Elemente einen Luxus-Wellnessbereich, der nicht über Dekor spricht, sondern über Material und Aufbau.
Gerade im Keller funktioniert diese Sprache gut, weil dort wenig natürliches Licht mitspielt und deshalb jede Fläche Gewicht bekommt. Holz bringt Rhythmus, Stein gibt Ruhe, Wasser hält die Bewegung im Raum lebendig. Die Sauna im Keller, das Schwimmbad mit Gegenstromanlage und die begehbare Dusche mit Kieselboden sind deshalb nicht als lose Einzelstücke zu lesen. Sie greifen ineinander und bilden einen Innenraum, in dem die Nutzung direkt aus der Gestaltung hervorgeht.
Fotografie: Chiel de Nooyer.
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