Umbau zum modernen Stadthaus mit maßgefertigter Luxus-Küche und Statement-Treppe
Höhe ist hier kein Nebeneffekt, sondern das eigentliche Thema. Der Umbau modernes Stadthaus arbeitet mit einer angehobenen Raumwirkung, die durch Türen von Boden bis Decke sofort spürbar wird. Das 19. Jahrhundert bleibt im Grundriss nicht als Kulisse stehen, sondern wird in ein Haus mit rund 180 m² Wohnfläche übersetzt, in dem klare Linien, große Öffnungen und eine ruhige Materialwahl den Takt vorgeben. Schon im ersten Blickwechsel zwischen Flur, Küche und Garten zeigt sich, wie stark der Eingriff auf Raum und Proportion zielt.
Mehr Raumhöhe durch einen Eingriff in die obere Ebene
Die abgesenkte erste Etage verändert das Haus von oben nach unten. Wo früher eine niedrigere Decke den Blick begrenzte, entsteht nun ein höherer Raum, der die Vertikale nutzt statt sie zu verstecken. Die Türen von Boden bis Decke ziehen diese Geste weiter. Sie rahmen die Wände fast wie schmale Paneele und lassen die Flächen länger wirken, als sie es auf den ersten Blick sind. Der Umbau modernes Stadthaus lebt genau von diesem Effekt: Die Räume bleiben geordnet, wirken aber offener und deutlich großzügiger.
Besonders gut lässt sich diese Haltung an den Übergängen ablesen. Nichts springt plötzlich auf; vielmehr gleiten die Zonen ineinander. Die drei Bereiche im Erdgeschoss sind zwar klar lesbar, aber sie werden nicht durch harte Schnitte getrennt. Sichtachsen bleiben offen, und selbst dort, wo ein Wandabschnitt oder ein Möbelstück den Raum gliedert, bleibt der Weg durchs Haus ruhig und nachvollziehbar. Das Haus nutzt seine Höhe nicht als reine Geste, sondern als Mittel, um die Wege zwischen den Bereichen leichter zu machen.
Die Treppe als räumlicher Mittelpunkt
Im Inneren zieht die Treppe die Aufmerksamkeit sofort auf sich. Das Treppen-Statement entsteht durch die Position im Haus, aber auch durch die Ausführung: eine maßgefertigte Leiste, ein prägnantes schwarzes Stahlgeländer und Holzstufen, die den harten Kontrast weich aufnehmen. Die Treppe steht nicht im Hintergrund einer Wohnszene. Sie markiert den Mittelpunkt und gibt dem Umbau moderne Stadthaus-Struktur, ohne den Raum zu überladen. Gerade in Verbindung mit den hohen Wandflächen wirkt sie wie ein vertikales Rückgrat.
Schwarzes Stahlgeländer mit klarer Linienführung
Das schwarze Stahlgeländer setzt eine scharfe Linie inmitten der hellen Flächen. Die vertikalen Stäbe zeichnen die Höhe nach und verbinden die Treppe mit der restlichen Innenarchitektur. Unten und oben bleibt das Detail präsent, weil es nicht nur stützt, sondern den Blick lenkt. Von der Wohnzone aus ist gut zu lesen, wie die Konstruktion den Raum fasst, ohne ihn zu schließen. Genau darin liegt die Stärke dieses Treppen-Statements: Es ordnet, statt zu dominieren.
Eine maßgefertigte Luxus-Küche als Mittelpunkt des Erdgeschosses
Die maßgefertigte Luxus-Küche ist kein abgesetzter Block, sondern Teil eines offenen Gefüges. Rechte Fronten, ein ruhiger Materialwechsel und die lange Arbeitszone machen sie zu einem präzisen Möbelstück im Raum. Auf den Bildern zeigt sich ein heller Stein- oder Marmor-Look am Inselblock, darüber hängen schlanke Leuchten, die die horizontale Fläche markieren. Die Küche nimmt ihre Rolle ernst: Sie verbindet Kochen, Essen und Blick in den Garten, ohne sich visuell in den Vordergrund zu drängen. Der Umbau modernes Stadthaus gewinnt dadurch eine klare Mitte.
Gerade die Kombination aus großen Glasflächen und bodentiefen Schiebetüren verschiebt die Küche in Richtung Außenraum. Das Arbeiten am Inselblock geschieht mit Blick auf Terrasse und Garten. Schiebt man die Glaselemente auf, wird die Breite der Öffnung unmittelbar lesbar. Die Innenkante des Bodens und die Terrassenfläche liegen dicht beieinander, sodass die Grenze zwischen Haus und Außenbereich fast nur noch über Licht und Material erkennbar ist. Diese Offenheit ist nicht dekorativ, sondern Bestandteil der Planung.
Materialien, die die Fläche ruhig halten
Die Küche lebt von Texturen statt von Effekten. Eine linnenartige Struktur an den Fronten, glatte Flächen aus Calacatta-Marmor oder Marmoroptik und weich wirkende Keramik bilden einen leisen Kontrast. Dazu kommen fein eingesetzte Downlights in ultradünnen Zylindern, die sich fast zurücknehmen und den Raum gleichmäßig fassen. Nichts glänzt laut. Selbst die auf Maß gefertigten Holztüren mit einer eigens entwickelten Farbe fügen sich in diese Zurückhaltung ein. So bleibt der Blick an Linien, Kanten und Übergängen hängen.
Der Essbereich zwischen Wand, Feuer und Sichtlinie
Der Essbereich bekommt seine Spannung durch ein intelligent gesetztes Zwischenelement. Küchenschränke und ein offener Kamin bilden eine Verbindung zwischen Kochzone und Sitzecke, ohne den Raum zu zerschneiden. Von der Tischseite aus öffnet sich der Blick in beide Richtungen. Die Möbelanordnung übernimmt damit eine architektonische Aufgabe: Sie schafft Nähe, lässt aber genug Luft zwischen den Nutzungen. Das Ergebnis ist ein Raum mit loftartigem Charakter, der von der Länge der Sichtachsen lebt.
Auch hier bleibt die Einrichtung zurückhaltend und präzise. Der runde Holztisch setzt einen weicheren Punkt in der strengen Ordnung aus Wandflächen und Schrankfronten. Vertikale Lamellen und ein heller Vorhangbereich bringen eine zweite Ebene ins Bild, ohne den offenen Charakter zu verlieren. Diese Mischung aus festen Kanten und leichteren Texturen hält den Raum konzentriert. Wer am Tisch sitzt, blickt nicht in ein dekoratives Arrangement, sondern in eine abgestimmte Folge aus Öffnungen, Flächen und Möbeln.
Japanisch inspirierte Ruhe statt dekorativer Überladung
Die japanisch inspirierte Haltung zeigt sich nicht in einem Stilzitat, sondern in der Zurücknahme. Strenge Linien, wenig ornamentale Ablenkung und eine deutliche Ordnung der Flächen bestimmen das Bild. Keramik und Wolle gehören zu den Materialien, die diese Ruhe tragen. Dazu kommen die besonderen Holzoberflächen, deren Ton extra für das Projekt entwickelt wurde. In Verbindung mit dem hellen Innenraum wirken sie weder schwer noch laut. Der Umbau modernes Stadthaus bekommt dadurch eine stille, sehr kontrollierte Atmosphäre.
Wichtig ist dabei die Abfolge der Oberflächen. Ein Stoff mit Leinenanmutung trifft auf glatte Korpusse, daneben steht ein flächiger Steinlook, und an anderer Stelle erscheinen Fliesen mit samtiger Wirkung. Solche Wechsel machen den Innenraum nicht unruhig, sondern lesbar. Sie helfen, die einzelnen Bereiche zu unterscheiden, ohne die Gesamtwirkung zu zerreißen. Das Haus setzt auf Unterschiede im Nahbereich, nicht auf große Gesten. Genau darin liegt die Qualität des Entwurfs.
Im Detail zeigt sich die Sorgfalt am deutlichsten
Im Bad wird die gleiche Haltung in kleinerem Maßstab sichtbar. Ein Bad mit Doppelwaschtisch, eine große Glasdusche und dunkle Kanten zeichnen einen klaren, funktionalen Rahmen. Die Fläche bleibt ruhig, weil die Elemente lang und schmal organisiert sind. Auch hier liegt der Fokus auf präzisen Verbindungen: das lange Waschtischmöbel, die durchgehende Glaswand, die zurückhaltende Aufteilung der sichtbaren Materialien. Es ist kein Raum für Effekte, sondern für genau gesetzte Linien und saubere Übergänge.
Am Ende steht kein lauter Umbau, sondern ein Haus, das über Proportionen arbeitet. Die höheren Räume, die bodentiefen Schiebetüren und die Türen von Boden bis Decke geben dem Gebäude seine neue Lesart. Dazu kommen die maßgefertigte Luxus-Küche, das Treppen-Statement und die sorgfältige Materialmischung aus Holz, Keramik und Stein. So entsteht ein Umbau modernes Stadthaus, der seine Geschichte nicht ausstellt, sondern in eine präzise Wohnarchitektur übersetzt. Fotografie: Myrthe Slootjes.
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