Lamellenpaneele für runde Kappe
Unter der runden Kappe zieht sich eine klare horizontale Linie über die große Glasfläche. Dort sitzen zwei maßgefertigte Lamellenpaneele, die für Sonnenschutz und Verdunkelung ausgelegt sind. Ihre Form folgt dem geschwungenen Abschluss des Hauses, sodass die Paneele nicht als Fremdkörper wirken, sondern die Rundung aufnehmen. Von außen liest sich das als präziser Eingriff: oben die Bogenform, darunter die ruhigen Lamellen mit ihrem gleichmäßigen Raster.
Die Rundung der Kappe als Ausgangspunkt
Die beiden Schlafräume im Obergeschoss liegen unter einer runden Kappe. Genau an dieser Stelle waren zwei Lösungen gefragt, die Licht abfangen und den Raum abdunkeln können, ohne die Geometrie der Architektur zu stören. Deshalb wurden zwei Lamellenpaneele entworfen und gefertigt, die dieselbe Radiusform wie die Kappe aufnehmen. Diese Anpassung ist im Fassadenbild gut ablesbar: Die Kante läuft nicht dagegen an, sondern folgt der Bögenlinie mit ruhiger Präzision.
Die horizontale Lamellenstruktur setzt einen deutlichen Gegenpunkt zur runden Form darüber. Gerade dieser Wechsel macht den Einbau sichtbar. Das Mauerwerk und die hell gefasste, bogenlaufende Bekleidung rahmen die Öffnung, während die Lamellen die Glasfläche gliedern. So entsteht ein Bauteil, das nicht nur schließt, sondern die Architektur des Obergeschosses mitträgt. Die Lamellenpaneele erscheinen als funktionaler Teil der Hülle und nicht als nachträgliche Ergänzung.
Sonnenschutz und Verdunkelung in einer Bewegung
Die Hauptaufgabe der Lamellenpaneele liegt im Sonnenschutz und in der Verdunkelung. Beides geschieht über die verstellbaren Lamellen, die sich um 180 Grad drehen lassen. Dadurch kann die Öffnung tagsüber fein justiert oder vollständig geschlossen werden. Das ist in den Schlafräumen entscheidend, denn hier wechselt die gewünschte Lichtmenge je nach Tageszeit. Die Lamellen reagieren darauf mit einer Beweglichkeit, die den Raum nicht festlegt, sondern unterschiedliche Einstellungen zulässt.
Im geschlossenen Zustand verdichten sich die horizontalen Lamellen zu einer ruhigen Fläche. Geöffnet kippt das Licht in schmalen Streifen ins Innere. Dieser Wechsel ist am Außenbild ablesbar, weil die Paneele je nach Stellung andere Schatten auf Glas und Rahmen werfen. Gerade an der runden Kappe kommt dieser Effekt stark zur Geltung: Die Form bleibt konstant, doch der Eindruck der Öffnung verändert sich mit jeder Position der Lamellen.
Verdeckte Technik im Rahmen
Motoren und Antriebe sind vollständig im Rahmen verborgen. Von außen bleibt deshalb nur die klare Konstruktion der Paneele sichtbar, nicht die Technik dahinter. Diese Zurückhaltung prägt den Gesamteindruck. Das System wirkt nicht ausgestellt, sondern in die Rahmenstärke eingezogen. Auch bei den zwei Lamellenpaneelen ist diese Lösung konsequent umgesetzt: Die Mechanik verschwindet dort, wo sie funktional gebraucht wird, und lässt die Front ruhig erscheinen.
Die verdeckte Ausführung passt zur Form der runden Kappe. Weil keine aufgesetzten Bauteile stören, bleibt die Silhouette lesbar. Die Paneele schließen sauber an die Öffnung an, während die Technik im Inneren arbeitet. Gerade an einer Fassade mit Glas, Metall und Stein ist das wichtig: Je weniger technische Elemente sichtbar sind, desto klarer treten die Linien der Architektur hervor. Das gilt hier besonders für die Zone über der großen Verglasung.
Steuerung über die Hausautomation
Bedient werden die 180 Grad drehbaren Lamellen über ein zentrales Smart-Home-System im Haus. Die Steuerung gehört damit direkt zum Alltag der Räume unter der Kappe. Statt manueller Eingriffe an der Öffnung übernimmt die Hausautomation die Bewegung der Paneele. Das sorgt für eine präzise Abstimmung zwischen Licht, Abschirmung und Nutzung der Schlafräume. Technisch bleibt die Bedienung unsichtbar, räumlich aber ist sie überall wirksam.
Diese Art der Ansteuerung unterstützt die klare Aufteilung der Öffnung. Die beiden Paneele reagieren gemeinsam, ohne dass ihre Einzelteile im Bild wichtig werden. Was sichtbar bleibt, ist die Wirkung auf die Glasfläche: mehr Offenheit, mehr Abschirmung oder vollständige Verdunkelung. So wird aus einem Bauteil mit horizontalen Lamellen ein präzises Element der Gebäudehülle, das die Nutzung der Räume direkt steuert.
Lamellenpaneele zwischen Glas und Mauerwerk
Die Aufnahme zeigt die Paneele über einer großen Glaspartie, eingefasst von dunklen Rahmenprofilen. Darunter liegen Stein- und Ziegelflächen, darüber die runde, hell betonte Kappe. In dieser Kombination treten die Materialien klar gegeneinander an. Das Glas bleibt ruhig und offen, die Lamellen legen sich als horizontale Schicht davor, und die gebogene Hülle darüber setzt den Abschluss. Die Lamellenpaneele geben der großen Öffnung einen eigenen Maßstab.
Gerade die frontale und leicht seitliche Ansicht macht die Konstruktion gut lesbar. Die horizontale Rhythmik der Lamellen steht im Kontrast zur Boogform der Kappe, ohne sie zu überdecken. So entsteht ein Bild, das von der Anpassung an die Architektur lebt. Die Paneele sind keine isolierten Objekte, sondern Teil einer präzise gefassten Fassadenzone. Wer auf die Details achtet, sieht zuerst die Rundung, dann die Lamellen, dann den verdeckten technischen Aufbau im Rahmen.
Eine Lösung für zwei Schlafräume unter der Kuppe
Weil es sich um zwei Schlafräume handelt, musste die Lösung beide Öffnungen gleich behandeln. Deshalb wurden zwei Lamellenpaneele entworfen und gefertigt, nicht mehr und nicht weniger. Die Einheit liegt in der Form, der Funktion und der Bewegung. Beide Paneele folgen derselben Radiuslinie und arbeiten nach demselben Prinzip von Sonnenschutz und Verdunkelung. Das schafft eine ruhige Ordnung in einem Bereich, der von der runden Kappe und der großen Verglasung ohnehin stark geprägt ist.
Im Zusammenspiel mit der Architektur bleibt die Nutzung klar ablesbar. Die Paneele sitzen dort, wo Licht kontrolliert werden muss, und sie tun das mit einer Form, die die Rundung des Hauses aufnimmt. Zwischen der gebogenen Hülle, den horizontalen Lamellen und der transparenten Fläche entsteht ein zurückhaltendes Bild. Es zeigt weniger ein einzelnes Objekt als eine präzise gelöste Aufgabe an einer schwierigen Stelle des Gebäudes.
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