Appartement-Renovierung mit Atelier im obersten Geschoss und Zugang zur Dachterrasse
Schwarzes Stahlprofil, Glas und Holz treffen hier schon im ersten Blick aufeinander. Das mehrgeschossige Appartement wurde vollständig renoviert und erstreckt sich über die zweite, dritte und vierte Etage. Oben, dort wo früher ein Dachboden lag, liegt heute ein Atelier mit Tageslicht. Die Raumfolge ist klar lesbar: ein offenes Innenleben, eine sichtbar geführte Treppe und oben der direkte Schritt auf die Dachterrasse.
Ein ehemaliger Dachboden wird zur Arbeits- und Lichtzone
Die oberste Ebene trägt die ruhigste und zugleich hellste Aufgabe im Haus. Aus dem früheren Dachboden entstand ein Atelier, in dem Kunst und Tageslicht zusammentreffen, ohne dass die Fläche überladen wirkt. Die Öffnungen fangen das Licht breit ein, während die zurückhaltende Farbigkeit den Blick auf Wand, Boden und Objekte lenkt. Genau hier zeigt sich die Appartement-Renovierung mit Atelier und Zugang zur Dachterrasse am deutlichsten: oben entsteht nicht nur zusätzlicher Raum, sondern ein eigener Rhythmus zwischen Arbeiten, Betrachten und Durchgehen.
Der Anschluss an das Freie ist direkt. Vom Atelier führt der Weg ohne Umweg auf die Dachterrasse, sodass der obere Bereich nicht als abgeschlossener Rest der Wohnung erscheint, sondern als eigenständige Ebene mit Luft und Aussicht. Das verleiht der Renovierung eine klare Logik. Unten liegen die Wohn- und Nebenräume, oben verdichtet sich das Haus zu einem Ort, an dem Licht, Kunst und Bewegung zusammenkommen. Die Architektur braucht dafür keine lauten Gesten; die Übergänge übernehmen die Arbeit.
Schwarze Stahl-Glas-Vide und eine Treppe mit leichter Linie
In den Innenaufnahmen prägen schwarze Stahlrahmen mit Glasfeldern die Verbindung der Ebenen. Sie fassen Öffnungen, ohne sie zu schließen, und geben der Raumtiefe eine grafische Kante. Direkt daneben läuft die schwebende Treppe mit schwarzem Geländer durch den Blick. Die Holzstufen sitzen leicht über dem Boden, während das dunkle Geländer die Bewegung bündelt. So wird der Aufstieg nicht versteckt, sondern als Teil der Wohnarchitektur sichtbar gemacht.
Die Treppe arbeitet mit Kontrast statt mit Masse. Weiß gestrichene Flächen, dunkles Metall und das ruhige Holz der Stufen setzen klare Ebenen gegeneinander. In manchen Blicken öffnet sich unter der Treppe eine kleine Leere, in anderen schiebt sich die schwarze Stahl-Vide als strenge Linie durch das Bild. Gerade diese Zurückhaltung gibt dem Appartement Orientierung. Man versteht, wo man steht und wohin der Blick weiterläuft, selbst wenn mehrere Geschosse übereinanderliegen.
Die Wand als Fläche: Lamellen, Glas und Kunst hinter Glas
Eine der auffälligsten Oberflächen ist die vertikale Lamellenwand im Bad. Die schmale Struktur gliedert den Raum, ohne ihn zu beschweren, und setzt sich deutlich von glatten Wandzonen ab. Das dunkle Holz nimmt die Vertikale der Architektur auf und verstärkt die Höhe der Räume. In den anderen Bildern taucht eine Nische mit Kunst hinter Glas auf. Sie wirkt wie ein kleiner Rahmen im Raum, ein stiller Einschub, der den Umgang mit Kunst auch im Alltag präsent hält.
Einrichtung mit klaren Kanten statt Dekor
Das Appartement arbeitet wenig mit Ornament, dafür mit präzisen Übergängen. Schwarze Rahmen, weiße Wände und die feine Rasterung von Lamellen schaffen eine Sprache, die sich durch die Wohnung zieht. Selbst dort, wo die Flächen ruhig bleiben, ist die Konstruktion spürbar. Ein offener Durchgang, eine Glasfläche, ein versetzter Blick in die Tiefe: Solche Details geben dem Grundriss Richtung. Das ist besonders wichtig in einer Renovierung über mehrere Ebenen, weil jeder Abschnitt anders auf Licht und Abstand reagiert.
Auch die Nische mit Kunst hinter Glas folgt diesem Gedanken. Sie ist kein Ausstellungsraum im klassischen Sinn, sondern ein eingebautes Detail, das den Wohnraum prägt, ohne ihn zu unterbrechen. Das Glas schützt den Blick auf das Objekt und lässt gleichzeitig die Wand als Teil des Interieurs bestehen. Zusammen mit den klaren Kanten der Stahlkonstruktion entsteht eine ruhige Folge von Rahmen, Flächen und Öffnungen.
Marmor in der Badwand und ein Doppelwaschtisch mit ruhiger Präsenz
Im Sanitärbereich tritt der Marmor deutlich hervor. Die Wandflächen zeigen eine Zeichnung aus Grau und Weiß, stellenweise in einem aufgeschlagenen Muster gelesen, das die Platte spiegelnd wirken lässt. Marmor in der Badwand ist hier nicht nur Bekleidung, sondern ein Maßstab für den Raum: Die Fläche zieht sich groß zusammen und gibt dem Bad Gewicht, ohne es dunkel zu machen. Ein Doppelwaschtisch liegt davor, mit klarer Unterkonstruktion und einer hellen Front darunter.
Die Bilder zeigen mehrere Varianten desselben Gedankens. Mal steht die Steinfläche als Wandpaneel im Vordergrund, mal als Waschtischplatte, mal als großformatige Kulisse hinter den Becken. Das Licht fällt von oben ein und zeichnet die Fugen fein nach. Runde Deckenspots setzen zusätzliche Punkte, ohne die Steinschicht zu zerteilen. So entsteht ein Bad, das nicht von Einzelobjekten lebt, sondern von der Beziehung zwischen Stein, Becken, Spiegelung und Leuchte.
Stein, Licht und Stauraum im selben Bild
Die Badzone wirkt dabei nicht streng oder kühl. Der Stein bleibt lesbar, die weißen Unterschränke nehmen ihm Härte, und die Armaturen fügen eine schmale metallische Linie hinzu. Gerade in diesem Zusammenspiel wird sichtbar, wie sorgfältig die Renovierung die Nassräume behandelt hat. Die Flächen sind groß genug, um ruhig zu wirken, aber nie leer. Jede Kante findet ein Gegenüber: Spiegel gegen Wand, Waschtisch gegen Vertikale, Spot gegen Steinzeichnung.
Zurückhaltende Farben, aber keine anonyme Fläche
Das Farbkonzept bleibt bewusst leise. Weiße Wandflächen, dunkles Holz, schwarzes Metall und die Zeichnung des Natursteins reichen aus, um die Wohnung zu ordnen. Dadurch rückt das Licht stärker in den Vordergrund. Es gleitet über das Parkett, bricht sich in den Glasfeldern und sammelt sich im Atelier unter dem Dach. Die Appartement-Renovierung mit Atelier und Zugang zur Dachterrasse lebt genau von dieser Disziplin: Nicht alles soll sichtbar sprechen, aber alles hat eine klare Funktion im Raumgefüge.
Die Ausstattungsliste aus dem Projekt zeigt, wie breit die Renovierung angelegt war: Küche, Interieurbau, Parkett, Beleuchtung, Schaltertechnik, Naturstein und Sanitär wurden in die Gesamtplanung eingebunden. Im Ergebnis wirkt das Appartement nicht wie eine Folge einzelner Entscheidungen, sondern wie ein sorgfältig geführtes Umbauprojekt über mehrere Ebenen. Entscheidend bleibt jedoch nicht die Menge der Gewerke, sondern das, was man sieht: eine Treppe, die trägt; ein Atelier, das Licht sammelt; eine Badwand aus Marmor; und oben der direkte Weg auf die Dachterrasse.
Want to see more of DENOLDERVLEUGELS Architects & Associates? View the page of DENOLDERVLEUGELS Architects & Associates for even more great projects and company information.







