Moderne Wohnung mit weißem Sichtbeton und patiniertem Zink
Weißer Sichtbeton legt hier die Grundform fest: ein ruhiger, fast blockhafter Körper mit rhythmisch gesetzten Öffnungen und klaren Kanten. Die moderne wohnung sichtbeton wirkt von außen nicht leicht, sondern präzise gefasst. Besonders auffällig ist die überdachte Terrassenecke, deren Betonkonstruktion weit auskragt und den Schatten unter dem Dach deutlich abzeichnet. Die Konstruktion springt ins Auge, weil die Linien so konsequent aufeinander reagieren.
Der schwere Sockel und die weit auskragende Terrasse
Die sichtbaren Betonflächen bilden eine Basis, die das Haus breit im Gelände verankert. Darin liegen die Fensteröffnungen in regelmäßigen Abständen, fast wie ausgeschnittene Felder in einem festen Volumen. Diese rhythmischen Fensteröffnungen geben der sichtbeton fassade weiß eine strenge Ordnung, ohne hart zu wirken. An der überdachten Terrasse verschiebt sich die Wahrnehmung: Die Decke greift weit nach außen, und die Auskragung von rund sechs Metern lässt den Rand fast schweben, obwohl darunter die Betonglieder klar lesbar bleiben.
Unter diesem Überstand entsteht ein geschützter Außenraum, der sich durch die Tragstruktur definiert. Die Stützen stehen zurückhaltend im Hintergrund, während die Kante der Decke den Blick hält. So wird die überdachte terrasse auskragend nicht als Anbau gelesen, sondern als Teil der Geometrie des Hauses. Gerade im Zusammenspiel mit dem weißen Sichtbeton wirken die Flächen sachlich, aber nie leer; jede Öffnung und jede Kante hat eine genaue Aufgabe im Aufbau des Baukörpers.
Ein mittiges Volumen aus patiniertem Zink setzt den Eingang
Aus der Mitte des Betonblocks schiebt sich ein zweites Volumen heraus, das wie ein kleines Haus im Haus erscheint. Seine Silhouette erinnert bewusst an ein traditionelles Dachhaus, doch die Oberfläche erzählt eine andere Geschichte. Das gesamte Entree ist mit patinierte zink verkleidung bekleidet, wodurch sich die Einfügung klar vom Betongrundkörper absetzt. Die Materialwahl macht den Eingang sofort lesbar: Hier liegt die Schwelle, hier beginnt die Wegführung ins Innere.
Das Zinkvolumen übernimmt mehr als nur die Adressierung. Es trägt auch einen zusätzlichen Geschossraum und verleiht dem Baukörper eine zweite Ebene, ohne die strenge Grundfigur zu überladen. Der Wechsel von Sichtbeton zu Zink bleibt dabei deutlich, aber kontrolliert. Beide Materialien zeigen ihre eigene Oberfläche, beide bleiben unbehandelt genug, um den Ausdruck der Konstruktion sichtbar zu lassen. Genau daraus bezieht die moderne Wohnung sichtbeton ihren Charakter: aus einem klaren Wechsel zwischen massivem Sockel und markiertem Eingangskörper.
Große Glasflächen öffnen den Innenraum
Im Inneren wird die Konstruktion leichter, sobald die großen Glasflächen den Blick nach außen ziehen. Tageslicht läuft tief in die Räume, trifft auf helle Böden und auf glatte Wandflächen, die nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren. Die großen Glasflächen machen die Raumfolge nachvollziehbar: Sitzen, Gehen, Schauen. In den Wohnbereichen bleiben die Übergänge offen, sodass der Innenraum nicht in einzelne Zonen zerfällt, sondern über Sichtachsen verbunden bleibt. Die moderne wohnung große glasflächen zeigt sich hier vor allem als Lichtfigur.
Im Wohnraum sitzt eine eingelassene Kaminnische in der Wand und gibt der Fläche einen ruhigen Schwerpunkt. Kein vorspringendes Element lenkt davon ab; die Öffnung bleibt bündig und dunkel gefasst. Daneben liegt die Sitzzone vor breiten Fenstern mit vertikalen Vorhängen oder Lamellen, die das Licht streuen. So entsteht ein Wechsel aus Offenheit und Abschirmung, der dem Raum Tiefe gibt. Die Kaminnische und die Glasfront arbeiten zusammen, ohne sich gegenseitig zu überlagern.
Wohnzimmer, Feuerstelle und Blickachsen
Die Möblierung bleibt zurückhaltend und ordnet sich den Linien des Raums unter. Dunkle Teppiche fassen die Sitzecke, während die Fenster fast vom Boden bis zur Decke reichen. Von dort fällt der Blick durch mehrere Raumebenen hindurch. Auch die eingebaute Kaminnische wirkt nicht dekorativ, sondern strukturell: Sie bündelt die Wand und setzt einen festen Punkt im offenen Grundriss. Genau an dieser Stelle zeigt sich, wie das minimalistische Interieur funktioniert, ohne sich auf Effekte zu stützen.
Küche und Treppe folgen derselben klaren Linie
Die moderne küche flache fronten greifen die Strenge des Hauses im Kleinen auf. Fronten liegen eben aneinander, Griffe treten kaum hervor, und die Arbeitsfläche bleibt als ruhige horizontale Linie lesbar. Ein Insel- oder Arbeitsbereich ordnet die Küche in der Mitte, sodass rundherum Wege offen bleiben. Das Licht aus den großen Fenstern trifft auf die glatten Flächen und nimmt ihnen jede Schwere. Dadurch wirkt die Küche nicht abgesondert, sondern als Teil des offenen Lebensraums.
Auch die Treppe folgt dieser präzisen Haltung. Ihre Stufen in Betonoptik erscheinen wie gegossen, der schlanke Metallhandlauf zeichnet nur eine feine Linie entlang der Bewegung. Die treppe betonoptik mit handlauf verbindet die Ebenen ohne dekorative Umwege. In der Bewegung nach oben bleibt der Raum ruhig, weil Wand, Stufen und Geländer auf denselben reduzierten Ausdruck zielen. Selbst die Deckenpunkte mit Einbauleuchten ordnen sich diesem Bild unter und setzen nur zurückhaltende Akzente.
Bad mit Glasabtrennung und langer Wandmöblierung
Im Bad wird der gleiche Umgang mit Fläche und Linie fortgesetzt. Ein langes Wandmöbel nimmt Waschplatz und Ablage auf, daneben trennt Glas den Duschbereich ab. Die Glasabtrennung lässt den Raum größer wirken, ohne ihn zu behaupten; sie hält Wasserzonen klar und vermeidet visuelle Brüche. Helle Flächen, dunkle Armaturen und ein glattes Oberflächenbild fügen sich zu einer sachlichen Szene. Auch hier steht nicht das Objekt im Vordergrund, sondern die Art, wie es im Raum sitzt.
Die Materialfolge im ganzen Haus bleibt konsequent: Sichtbeton, Zink, Glas, helle Böden und Metall. Keine Oberfläche versucht, eine andere zu imitieren. Das verleiht der Architektur ihre direkte Lesbarkeit. Die Kombination aus weißen Betonflächen, dem mittigen Zinkkörper und den großen Öffnungen hält die moderne wohnung sichtbeton klar erkennbar, während innen Licht, Blickachsen und präzise Details den gleichen Gedanken weitertragen. So entsteht eine Architektur, die von der Hülle bis zur Einrichtung mit wenigen Mitteln auskommt und gerade dadurch deutlich bleibt.
Wer die Räume durchläuft, liest zuerst die großen Gesten: die auskragende Terrasse, den markierten Eingang, die Fensterbänder und die offene Mitte. Erst danach zeigen sich die feineren Elemente wie Vorhänge, Einbauleuchten, die Kaminnische und der schlanke Handlauf. Diese Reihenfolge passt zum Haus selbst. Es beginnt mit Masse und Schnitt, dann folgen Licht und Innenraum. Das Ergebnis ist ein Projekt, in dem Material und Volumen gleichberechtigt auftreten und sich in jeder Ansicht neu sortieren.
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