Moderne Wohnung mit Indoor-Outdoor-Wohnen und Außenpool
Große Glasflächen öffnen den Blick sofort zur Terrasse und zum Außenpool am Haus. Zwischen Innenraum und Garten bleibt kaum Distanz; die Linien der Architektur ziehen sich bis an den Rand des Wassers. Genau daraus entwickelt sich das Konzept einer modernen Wohnung mit Indoor-Outdoor-Wohnen und Außenpool: Räume, die nach draußen greifen, und ein Außenbereich, der wie eine Verlängerung des Wohnens gelesen wird.
Der Garten wird zum zweiten Wohnraum
Das Grundstück grenzt an Golfplätze, und diese offene Umgebung ist im Entwurf deutlich mitgedacht. Die Gartenkante löst sich fast auf, weil Blick und Bewegung nicht an der Grundstücksgrenze enden. Statt einen abgeschlossenen Hof zu bilden, arbeitet das Haus mit weiten Sichtachsen und einer klaren Orientierung zum Grün. So entsteht eine Beziehung zwischen Haus, Terrasse und Landschaft, die den Alltag ständig mit der Außenfläche verbindet.
Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Leben im Freien. Ein Außenpool am Haus, ein großzügig überdachter Bereich und eine Terrasse, die den Aufenthalt auch bei wechselhaftem Wetter trägt, geben der Anlage ihr Profil. Die offene Zone ist nicht als Nebenraum gedacht. Sie gehört zum Wohnen dazu, mit Essplatz, Sitzecke und Bar direkt am Übergang zwischen Küche und Garten.
Überdachte Terrasse mit Holzlamellen und erhöhter Lage
Ein Niveauversatz hebt die Terrasse rund 60 Zentimeter über Garten und Pool. Diese kleine Differenz verändert den Blick spürbar. Von oben fällt der Blick weiter über das Wasser und in die Umgebung, während die Terrasse zugleich wie eine ruhige Plattform über dem Gelände liegt. Der Boden bleibt dabei klar gefasst, und die rechteckige Form der Zone unterstützt die lineare Wirkung des gesamten Projekts.
Die überdachte Terrasse mit Holzlamellen prägt den Außenraum auch gestalterisch. Das Holz zieht sich nicht nur unter dem Dach weiter, sondern taucht an der Vorderseite wieder auf und filtert dort die Einblicke. So entsteht ein Bereich, der den Außenraum zoniert, ohne ihn zu schließen. Die Lamellen geben der Konstruktion Tiefe, während die Fläche zum Pool hin offen bleibt.
Lichtkuppel und Wärmestrahler für längere Abende
Im Außenplafond sind eine Lichtkuppel und Wärmestrahler integriert. Das verändert die Nutzung des Terrassenraums deutlich. Wenn das Licht draußen abnimmt oder die Temperaturen sinken, bleibt die Zone funktional und lesbar. Die Einbauten sind nicht als Dekoration gedacht, sondern als Teil der Nutzung: oben Licht, unten Strahlungswärme, dazwischen ein gedeckter Ort mit Blick auf Wasser und Garten.
Gerade dieser technische Einsatz macht das Thema Indoor-Outdoor-Wohnen glaubwürdig. Der Übergang nach draußen ist nicht nur bei bestem Wetter attraktiv. Er bleibt auch dann offen, wenn Wind, Schatten oder kühle Luft den Tag bestimmen. Die Kombination aus Überdachung, Lichtkuppel und Wärmestrahlern hält den Außenraum in Gebrauch, ohne ihn zu überladen.
Wohnküche mit Zugang zur Terrasse und Außenbar
Die Wohnküche öffnet sich direkt zur Terrasse. Ein Schritt genügt, um von der Kochzone in den Essbereich im Freien zu gelangen. An die Küche schließt ein Außenbereich mit Bar, Esstisch und Sitzecke an, wodurch sich die Nutzung in mehrere kleine Stationen gliedert. Das ist keine abstrakte Offenheit, sondern eine präzise Verbindung von Kochen, Essen und Aufenthalt unter freiem Himmel.
In der Nähe liegen Dusche, Umkleide und Toilette für den Poolbereich. Die Funktionen sind konzentriert angeordnet, damit Wege kurz bleiben. Auch das folgt dem Gedanken des dauerhaften Aufenthalts draußen: Handtuch holen, umziehen, duschen, wieder an den Tisch zurückkehren. Die Architektur übersetzt diesen Ablauf in eine klare Raumfolge zwischen Wohnküche, Terrasse und Becken.
Glasboden im Wohnbereich bringt Licht nach unten
Ein unerwartetes Detail sitzt mitten im Wohnbereich: der Glasboden im Wohnbereich. Er leitet Tageslicht in das unterirdische Geschoss und macht dort die Räume lesbar. Das Untergeschoss bleibt dadurch nicht dunkel oder abgeschottet, sondern erhält einen eigenen Lichtpunkt von oben. Diese Öffnung ist zugleich ein Blickfang im Inneren und eine funktionale Lichtquelle für die Ebene darunter.
Unten liegen mehrere Räume für Entspannung und Bewegung. Fitness, Pingpong, Spielen oder ein Sitzplatz an der Bar: Die Nutzungen sind locker nebeneinander organisiert, ohne starre Aufteilung. Durch das einfallende Licht wirkt das Untergeschoss nicht wie ein Nebenbereich, sondern wie eine eigenständige Ebene mit direktem Bezug zum Wohngeschehen darüber.
Materialien, die Fläche und Licht nicht überdecken
Im Inneren bestimmen Holz und Naturstein die Atmosphäre. Die Materialien sind ehrlich eingesetzt, mit Oberflächen, die man lesen kann. Sie nehmen dem Haus jede starre Kühle, ohne aufdringlich zu werden. Gerade im Zusammenspiel mit den großen Verglasungen entsteht eine ruhige Materialschichtung: Stein als Gewicht am Boden, Holz als wärmere Linie an Wänden und Einbauten, Glas als verbindendes Element dazwischen.
Die Einrichtung ist von den Entwerfern mitgedacht und unterstützt die räumliche Ordnung statt sie zu überfrachten. Die Bewohner wollten ausdrücklich kein rein schwarz-weißes Haus. Deshalb wirken die klaren Linien nicht hart, sondern werden durch natürliche Töne und eine zurückhaltende Palette abgefedert. Das zeigt sich besonders in den offenen Zonen, wo Möbel, Öffnungen und Materialien zusammenarbeiten, ohne sich gegenseitig zu dominieren.
Schlafräume zum Garten, mit leisen Farben
Im Obergeschoss wenden sich alle Schlafzimmer dem Garten zu. Diese Ausrichtung nimmt die Außenbezüge aus dem Erdgeschoss auf und führt sie in die privaten Räume weiter. Statt auf die Straße zu reagieren, schauen die Zimmer nach hinten, dorthin, wo Grün und Ruhe den Takt vorgeben. Die Fenster öffnen die Räume mit einer anderen Geschwindigkeit als die großen Öffnungen im Erdgeschoss: weniger spektakulär, aber klar in der Richtung.
Die Farbigkeit bleibt hier weich und zurückhaltend. Sie nimmt den Räumen Kontur, ohne die Aufmerksamkeit zu ziehen. Zusammen mit den großen Öffnungen entsteht eine ruhige Folge von Flächen, Licht und Blicken. So setzt sich das Thema Indoor-Outdoor-Wohnen bis in die Schlafräume fort, nur leiser und mit mehr Zurückhaltung als im Erdgeschoss.
Ein Haus, das außen weiterläuft
Am stärksten wirkt das Projekt dort, wo die Grenzen sich verschieben: an der Terrasse, am Pool, im Wohnbereich mit Glasboden und an den Fenstern der Wohnküche. Die moderne Wohnung mit Indoor-Outdoor-Wohnen und Außenpool lebt von dieser Abfolge. Nicht ein einzelnes Detail trägt das Ganze, sondern die Art, wie Glas, Holzlamellen, Wasser und Licht aufeinander reagieren. Daraus entsteht ein Haus, das den Garten nicht nur anschaut, sondern in den Alltag aufnimmt.
Fotos Robin Van den Acker
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