Komplette Haussanierung mit Anbau
Große Fensterfronten holen das Tageslicht tief in den Wohnbereich, während Holzflächen, Steinoptik und weiße Wandflächen die Räume ruhig halten. Das Haus komplett renoviert zu haben, bedeutete hier mehr als eine neue Oberfläche: Vom Rohbau bis zum Innenausbau wurde die gesamte Wohnstruktur neu gedacht. Sichtbar wird das vor allem dort, wo Küche, Treppe und Sitzbereich ineinander greifen und der Blick immer wieder an präzisen Anschlüssen hängen bleibt.
Von der Rohbausanierung zum hellen Wohnkonzept
Die bestehende Familienhausstruktur wurde vollständig überarbeitet und mit einem Hausanbau ergänzt. Aus dem früheren Gebäude ist ein Wohnhaus mit klaren Raumbezügen geworden, in dem offene Sichtachsen und breite Glasflächen den Grundriss ordnen. Das helle moderne Interieur lebt nicht von Dekor, sondern von Materialwechseln: Holzfronten, keramische Oberflächen und parkettartige Böden nehmen sich gegenseitig zurück. Genau darin liegt die Wirkung dieses Haus komplett renoviert-Projekts.
Auch energetisch ist der Umbau deutlich spürbar. Die Sanierung führte von einem F-Label zu einem A+-Label, das E-Peil wurde mit -6 angegeben. Diese Zahlen stehen nicht allein für Technik, sondern für die Konsequenz, mit der das Gebäude von der Hülle bis zum Innenraum durchgearbeitet wurde. Die integrierte Lüftungsanlage verschwindet in den Schränken, sodass an den sichtbaren Flächen nur die ruhige Linienführung bleibt.
Holz, Stein und klare Kanten in der Küche
Die Küche mit Holz und Stein bildet einen der stärksten visuellen Punkte im Haus. Hell gemaserte Fronten treffen auf eine steinartige Arbeitsplatte, die dem Raum Gewicht gibt, ohne ihn zu verdunkeln. Die Insel liegt wie eine ruhige Achse zwischen Fenster und Wohnbereich. Schwarze Profile der großen Fensterfronten setzen einen scharfen Rahmen gegen die hellen Oberflächen, während die Lichtpunkte in der Decke die Arbeitszone präzise fassen.
In der Küchenwand wechseln offene Nischen, Holzrahmen und eine Fläche in Steinoptik einander ab. Das ist kein dekorativer Aufbau, sondern eine klare Ordnung für Stauraum und Arbeitsfläche. Gerade hier zeigt sich der Innenausbau: Türen, Kanten und Übergänge sind so geführt, dass keine harten Brüche entstehen. Die Materialien bleiben lesbar, aber sie drängen sich nicht vor. Holz wirkt an den Fronten weich, die keramischen Flächen geben Struktur, und das Parkett verbindet den Bereich mit dem Rest des Hauses.
Treppendetail und Einbauten als stilles Rückgrat
Die Treppe ist mehr als ein Verbindungselement. Ihr helles Holz, die weiße Wandfläche und die abgerundete Nische daneben machen den Übergang zwischen den Etagen leicht lesbar. Genau in solchen Treppendetails zeigt das Projekt seine Sorgfalt: Die Linien laufen sauber zusammen, und selbst dort, wo Stauraum eingebaut wurde, bleibt die Form ruhig. Nichts wirkt aufgesetzt. Das ist besonders in einem Haus komplett renoviert wichtig, weil jede neue Schicht auf die bestehende Struktur reagieren muss.
Einige der feinsten Eingriffe sitzen verborgen im Alltag. Das Ventilationssystem ist unsichtbar in die Schränke integriert, und auch die Einbauten folgen einer zurückhaltenden Logik. Die Türen und Möbelflächen schließen aneinander an, ohne dass einzelne Elemente laut werden. So entsteht ein Innenausbau, der nicht mit Gesten arbeitet, sondern mit präzisen Anschlüssen, Materialtiefen und einer klaren Führung von Licht und Weg.
Ein Innenraum ohne harte Brüche
Die abgerundeten Abschlüsse sind in vielen Zonen spürbar. Es gibt kaum scharfe Ecken, vielmehr weiche Übergänge an Kanten, Nischen und Möbelfronten. Diese Entscheidung ist sichtbar und funktional zugleich: Der Raum wirkt weniger fragmentiert, die Wege fühlen sich ruhig an, und die einzelnen Bauteile greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu überlagern. Gerade im Zusammenspiel mit den großen Fensterfronten kommt diese Weichheit gut zur Geltung.
Badgestaltung mit Holz und Steinoptik
Auch die moderne Badgestaltung folgt dem gleichen Materialrhythmus. Ein Holzbadmöbel trifft auf Flächen in Steinoptik, dazu kommen eine Glasabtrennung und schwarze Armaturen. Die Dusche bleibt offen und klar lesbar, während die beige-steinigen Fliesen den Raum optisch beruhigen. Im Spiegelbereich liegt das Licht weich auf den Oberflächen; dadurch tritt die Geometrie des Raums stärker hervor als einzelne Ausstattungselemente.
Die Badzone zeigt, wie konsequent das Haus komplett renoviert wurde. Holz bringt Wärme in die Möblierung, Stein hält die Fläche ruhig, und die dunklen Details geben Orientierung. Nichts ist überladen. Selbst dort, wo mehrere Materialien zusammentreffen, bleibt die Ablesbarkeit hoch. Das Bad ist damit Teil derselben architektonischen Sprache wie Küche, Treppe und Wohnraum: präzise, reduziert und auf das tägliche Nutzen ausgerichtet.
Die alte Struktur bleibt lesbar
Zwischen den neuen Oberflächen tauchen historische Hinweise auf, etwa das wieder eingeführte Mauerwerk an der Decke. Dieser Eingriff gibt dem Raum eine eigene Tiefe. Er zeigt, dass die bestehende Struktur nicht getilgt, sondern weitergeschrieben wurde. Zusammen mit Holzfurnier, Keramik und dem erweiterten Grundriss entsteht so ein Haus, das nicht glattgebügelt wirkt, sondern mehrere Schichten zusammenführt. Der Anbau fügt dem Bestand Volumen hinzu, ohne die klare Raumfolge zu unterbrechen.
Diese Mischung aus Bestand und Neuem trägt auch die äußere Wahrnehmung des Hauses. Rote Dachziegel, weiße Putzflächen und ein dunkles Holzvolumen setzen außen eine ruhige, aber deutliche Gliederung. Die beschützte Terrasse unter dem Überstand öffnet sich zu großen Glasflächen, sodass innen und außen über Licht und Blickbeziehungen verbunden bleiben. Das Haus komplett renoviert zu haben, meint hier also auch: die Grenzen des Gebäudes neu zu ordnen.
Energetische Sanierung mit sichtbarer Disziplin
Die energetische Sanierung bleibt im Ergebnis ablesbar, auch wenn ihre technischen Elemente nicht im Vordergrund stehen. Das Haus erreicht das A+-Label und ein E-Peil von -6; diese Werte stehen neben dem architektonischen Anspruch, nicht über ihm. Entscheidend ist, dass sie in eine klare bauliche Ordnung übersetzt wurden: dichte Hülle, integrierte Technik, neue Raumtiefe durch den Anbau und ein Innenausbau, der alle Linien zusammenhält. So wird aus der Renovierung ein belastbarer Alltag.
Am Ende überzeugt weniger ein einzelnes Highlight als die Art, wie sich alles verbindet: Parkett, Holzfronten, Steinflächen, Treppendetail, Glas und die präzise geführten Einbauten. Das Haus komplett renoviert zu haben, zeigt sich hier in der Ruhe der Details und in der Klarheit der Übergänge. Es bleibt ein Wohnhaus mit deutlicher Struktur, hellen Räumen und einer sorgfältig ausformulierten Innenarchitektur.
Fotografie – Studio Vedette
Beiträge:
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